Montag, 17. September 2012

[Rezension] Marie Lu - Legend 01 - Fallender Himmel

Inhalt
Dies ist die Geschichte von Day und June. Day ist der meistgesuchteste Verbrecher der Republik und June ausgebildet zum Suchen und töten von Regimegegnern - als sich die beiden durch Zufall kennenlernen, entdeckt June wer der Junge ist und erschleicht sich sein Vertrauen. Ist er tatsächlich der Mörder ihres Bruders? 

Zitate
""Ich werde dich finden. Ich werde die Straßen von Los Angeles nach dir durchkämmen. Jede Straße der Republik, wenn es sein muss. Ich werde dich in die Irre führen und überlisten, ich werde lügen, betrügen und stehlen, um dich zu finden, dich aus deinem Versteck locken und dich jagen, bis es keinen Ort mehr gibt, an den du fliehen kannst. Das verspreche ich dir: Dein Leben gehört mir."

"Jeder Tag bedeutet vierundzwanzig neue Stunden. Jeder Tag bedeutet, dass alles möglich ist. Man lebt den Moment oder man stirbt darin, aber man lebt sein Leben einen Tag nach dem anderen. [...] Und man versucht immer, auf die Sonnenseite zu gelangen. Ins Licht."

Erster Satz des Buches
"Meine Mutter glaubt, dass ich tot bin."

Fazit 
"Fallender Himmel" ist der erste Band der "Legend-Trilogie", der Autorin Marie Lu. Da in der Vergangenheit auffallend viele positive Rezensionen zu diesem Roman die Blogs fluteten, kam ich natürlich auch nicht drumherum, dieses Buch irgendwann zu lesen. Ein paar Tage vor dem eigentlichen Erscheinungsdatum hatte also die Buchhandlung meines Vertrauens das Buch bereits ausliegen - und ich Griff zu. Also schlug ich eines Tages das Buch auf und tauchte ein in die Welt von Day und June. 

Wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass ich normalerweise damit beginne, etwas über die Protagonisten zu schreiben. Ich versuche ihren Charakter darzustellen, wie sie auf mich gewirkt haben, ob sie realistisch wirkten und ob ich mich mit ihnen identifizieren konnte. An dieser Stelle möchte ich jedoch zuerst mit der Beurteilung beginnen, vielleicht kann ich dann besser darlegen, wieso mich dieser Roman nicht so überzeugen konnte, wie den Großteil der anderen Rezensenten.

Bei Legend handelt es sich wieder um eine Dystopie, eigentlich ein Genre, das ich sehr gerne lese und das mich immer wieder von neuem begeistern kann, vor allem weil, trotz der Flut an neueren Dystopien doch immer wieder neue Ideen auftreten und ich bisher nichts gefunden habe, was irgendwie doppelt "drankam". Irgendwie konnte mich Legend jedoch nicht wirklich begeistern, vorallem weil es mich dauerhaft an eine Mischung aus "Cassia & Ky", "Panem" und "Dark Canopy" erinnerte, an letzters ganz besonders. Eigentlich sollte man ein Roman nicht mit dem anderen vergleichen, trotzdem komme ich einfach nicht umhin zu sagen, dass mir viele Elemente einfach viel zu bekannt vorkamen. Die Geschichte war einfach nicht "neu" und auch wenn dies einer guten Geschichte normalerweise keinen Abbruch tut, fand ich sie einfach nicht so gut erzählt, wie eine andere "mehrfach erzählte" Geschichte. 

Leider muss ich ebenfalls sagen, dass ich mich mit dem Charakter der June auch so gar nicht anfreunden konnte - ihre Wandlung innerhalb des Buches war einfach viel zu krass, viel zu wenig realistisch, vor allem auf Grund der Tatsache, dass die Liebesgeschichte (die man sich beim Lesen der Inhaltsangabe erhofft) ziemlich mau ausfällt und ihre Handlungen deswegen nicht darauf begründet werden können. Auch die "anderen Fakten", die ich jetzt aus Spoiler - Gründen nicht wirklich erläutern kann, fand ich wenig plausibel und vor allem, dass June als geborene Republikanerin so schnell diverse Dinge geglaubt hat, ohne sie nur im geringsten Anzuzweifeln - sehr seltsam. Meines Erachtens war der Charakter wankelmütig, unsympathisch und leicht beeinflussbar - ich jedenfalls konnte mich nicht mit ihr identifizieren.

Den Charakter des Day fand ich dann doch schon sympathischer, die Kapitel mit ihm waren interessanter/aufschlussreicher und zeigten wenigstens ein bisschen Action. Die Rolle des rebellischen Straßenkindes fand ich realistisch, die Charakterzüge sympathisch und die Handlungen nachvollziehbar - die große Verbundenheit zur Familie war realitätsnah und sehr rührend, was Day für mich sofort zur Lieblingsfigur machte!

Insgesamt konnte die Geschichte schon einige interessante Anläufe mitbringen, auf Grund der Tatsache, dass ich mich aber mit einer der Hauptprotagonisten so gar nicht anfreunden konnte, und die Geschichte selbst aus den oben genannten Gründen nicht das Gelbe vom Ei war, komme ich einfach nicht drumherum, folgende Wertung zu vergeben:

Wertung: 3 von 5 Sternen!


1 Kommentar:

  1. Ja dieses Buch wird dem Hype überhaupt nicht gerecht! Man fragt sich langsam wirklich, ob Dystopien jetzt am Fließband produziert werden um einen schnellen Euro zu machen. LG

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