Sonntag, 26. Mai 2013

[Rezension] Mary Burton - Das Flüstern der Alpträume

Inhalt
Die 27 -jährige Eva Rayburn saß 10 Jahre lang im Gefängnis - für ein Verbrechen, das sie unter Umständen gar nicht begangen hat! Eva kann sich an die Tat nämlich nicht erinnern. Von den Erinnerungen geplagt, treibt sie ein Aushilfsjob zurück in ihre Heimatstadt. Schon bald beginnt jedoch ein Serienmörder sein Unwesen zu treiben.. und seine Morde weisen verdächtige Verbindungen zu Evas Vergangenheit auf! Detective Deacon Garisson beginnt zu ermitteln und schon bald wird der Fall immer verzwickter...

Erster Satz des Buches
"Klebeband dämpfte das heisere Stöhnen der Frau, während eine vermumte Gestalt die Glut im Ofen schürte."

Fazit
"Das Flüstern der Alpträume" ist ein Roman der Autorin Mary Burton, von der ich vor einiger Zeit schon einmal ein Buch las und rezensierte ("Mein Wille sei Dein Wille"). Im Rahmen der Lyx - Thriller Tour bei Blogg Dein Buch wurde ich auf diesen Roman aufmerksam, bewarb mich und bekam recht flott ein Rezensionsexemplar zugesandt.

Die 27 -jährige Eva hat es nicht leicht. Nachdem sie 10 Jahre lang im Gefängnis verbringen musste, verurteilt für den Mord an ihren angeblichen Liebhaber, fällt es Eva außerordentlich schwer, wieder in ihre Heimatstadt zurückzugehen. An den Mord, den sie begangen haben soll, kann sie sich nicht erinnern, denn zuvor vergewaltigte sie ihr angeblicher Liebhaber und brannte ihr mit einem Sternförmigen Anhänger ein Mal auf die Schulter, wodurch sie das Bewusstsein verlor. Als sie wieder zu sich kam, stand das Haus in Flammen und ihr Peiniger war tot. Ihre damaligen "Freundinnen" aus der Studentenverbindungen sagten aus, sie habe eine Liebesbeziehung zu diesem Mann unterhalten und hätte ihn aus Eifersucht ermordet. Eva leidet auch lange Zeit nach dieser "Tat" erheblich unter den Folgen ihrer Verurteilung: Überall wird sie gemieden, verurteilt und schief angeschaut. Aus diesem Grund entscheidet sich Eva dafür, ihre Vergangenheit nicht mehr zu erwähnen und von da an unerkannt unter den Menschen zu weilen. Auch wenn es ihr schwer fällt, in ihre Heimatstadt zurückzukehren, tut sie es dennoch - denn von einem Fremden bekommt sie durch Zufall ein gutes Jobangebot. Toby King nimmt sie bei sich auf und bietet ihr eine Unterkunft und Arbeit. Ich persönlich hatte sofort vollstes Mitgefühl mit Eva, denn irgendwie erschien sie mir vertrauenswürdig. Ihre Scham und ihre Schmach konnte ich so wahnsinnig gut verstehen und ebenfalls ihr Lebenswille und das Hoffen auf eine bessere Zukunft! Eva ist eine starke Frau, die versucht die Vergangenheit hinter sich zu lassen und neu anzufangen - was ihr jedoch auf Grund der Umstände nicht besonders leicht gemacht wird. 6 Monate lang führt Eva ein relativ ruhiges Leben - doch dann geschehen immer mehr Morde, die nach und nach immer mehr Verbindungen zu Evas Vergangenheit aufweisen.

Detective Deacon Garrison beginnt in den Mordfällen zu ermitteln und stößt auf immer mehr brisante Details. Der Detective war mir direkt sehr sympathisch, endlich mal kei Cop, der nur als knallhart und unnahbar hingestellt wird, er zeigt auch Gefühl und je mehr man ihn kennenlernt, umso interessanter wird seine Persönlichkeit.

Generell muss ich sagen, dass mir die Personen in diesem Roman ausnehmend gut gefielen! Sie hatten durch die Bank weg Tiefgang, keine wirkte besonders oberflächlich und jeder trug seinen Teil dazu bei, eine Runde und schlüssige Story zu schaffen. Hier gab es keine "sinnlosen" Füllfiguren, jedem konnte am Ende sein Platz zugewiesen werden - stellenweise mit einer Genialität, die mich restlos von diesem Roman überzeugen konnte. Insgesamt kann ich diesen Roman absolut weiterempfehlen: Die Story ist spannend und (zumindest für mich) absolut nicht vorherhsehbar! So oft dachte ich, dass ich wüsste was hinter diesem komplexen Konstrukt steckt und am Ende musste ich entdecken, dass ich mit jeder einzelnen Theorie falsch lag - und genau das ist es, was einen spannenden Thriller (mitunter) ausmacht! Am Ende bietet sich uns ein spannendes Finale, welches einen dann auch noch ein bisschen ins Schwitzen bringt - zumindest, wenn man über eine ausgeprägte Vorstellungskraft verfügt! Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm, die Kapitel waren ausreichend lang und an den richtigen Stellen gesetzt. Eine letzte Frage bleibt dann aber doch noch offen: Was hat eigentlich der Titel mit dem Buch zu tun?
 
Wertung: 5 von 5 Sternen!

Ein herzliches Dankeschön an: 
Den Egmont-Lyx Verlag, sowie an Blogg Dein Buch, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares! 

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Hier könnt ihr das Buch bestellen!

Sonntag, 19. Mai 2013

[Entdeckt] Freiluft-Antiquariat für umme!

(c) by Bookilicious
Vor einiger Zeit war ich ein bisschen im Nachbarort unterwegs (eigentlich um Geocaching zu betreiben, aber das ist eine andere Geschichte), als ich auf etwas stieß, von dem ich gar nicht wusste, dass es existiert: Eine Art Freiluft-Antiquariat (überdacht), frei nach dem Motto: "Nimm Dir was Du willst - und wenn Du willst, bezahl oder bring was anderes dafür mit!". Fand ich richtig super, hab auch gleich mal ein bisschen gestöbert und mir ein ganz altes Neurologie-Buch mitgenommen, das zwar schon recht malträtiert war, für mich und meinen Berufszweig aber durchaus von Nutzen sein könnte. 

(c) by Bookilicious
Dort stapeln sich alte Bücher, neue Bücher, ganz alte Bücher.. sehr sehr tolle Sachen sind dort zu finden! Leider herrscht dort aber auch ein ziemliches durcheinander, manch einer hat schienbar einfach keinen Respekt davor, dass sich jemand die Mühe macht so etwas aufzubauen... ich fand's auf jeden Fall richtig toll und dachte, ich muss euch davon mal berichten! Werde in den nächsten Tagen wohl nochmal vorbeifahren, etwas stöbern und das ein oder andere dalassen - mein Bücherregal quillt ohnehin über! Vielleicht findet der ein oder andere ja                         Freude an meinen alten Büchern! :)


(c) by Bookilicious

Freitag, 10. Mai 2013

[Rezension] Aimee Carter - The Goddess Test 02 - Die unsterbliche Braut

Inhalt
Kate hat nun Unsterblichkeit erlangt und steht kurz davor, zur Herrscherin der Unterwelt gekürt zu werden, doch es geht ihr schlecht wie nie zuvor. Je mehr Gefühle sie für ihren Ehemann und König Henry entwickelt, umso distanzierter gibt er sich. Kate fühlt sich einsam und isoliert und als dann auch noch klar wird, dass - zur Rettung der gesamten Menschheit - Henrys erste Ehefrau Persephone benötigt wird (die er immernoch liebt!), sieht sie ihre Ehe schon fast als gescheitert an. Doch das ist nur das kleinste aller Probleme...

Zitate 
"Zugegeben, ein halbes Jahr war quasi nur ein Wimpernschlag für jemanden, der schon vor der Geburt der Menschheit existiert hatte. Aber ein kleiner Hinweis, dass er mich vermisste, war ja wohl nicht zuviel verlangt."

"Ich war mir nicht sicher, was ich schlimmer fand: den Gedanken, dass Henry von mir erwarten könnte, mit ihm zu schlafen, oder die Möglichkeit, dass er vielleicht gar nicht mit mir schlafen wollte."

"Alles was ich wollte war nur ein bisschen Bestätigung. Eine Berührung. Ein Kuss. Ein Wort. Egal was."

"Mut zu haben bedeutet nicht, dass man sich niemals fürchtet, weißt Du. Es bedeutet, dass man trotzdem loslegt, weil man weiß, dass es das Richtige ist." 

"Man kann nicht zwei Leute zusammenbringen und sie zwingen, bis in alle Ewigkeit miteinander glücklich zu sein. So funktioniert das nicht."


Erster Satz des Buches
"Calliope stapfte über die sonnenbeschienene Wiese und ignorierte das Geplapper des Rotschopfes, der hinter ihr hertänzelte."


Fazit
"Die unsterbliche Braut" ist der zweite Band der Trilogie um Kate und die Götter der Unterwelt von Aimee Carter. Da ich Band 2 erst jetzt gelesen habe, fast ein Jahr nach dem ersten, fiel es mir dementsprechend schwer, mich in den zweiten Band hineinzuversetzen, besonders da in diesem Roman, anders als in anderen, keine Rückblende zu lesen ist, die die Erinnerungen daran wieder hervorrufen konnte. So begann das Lesen also etwas schleppend. 

Kate ist nun also unsterblich und sollte eigentlich glücklich sein. Doch ihr Mann Henry weicht mehr und mehr von ihr zurück und trotz der Tatsache, dass sie ihn ein halbes Jahr lang nicht gesehen hat, zeigt er keinerlei Zuneigung. Kate ist dementsprechend frustriert, insbesondere deswegen, weil sie weiß, dass Henry immernoch an seiner Ex-Frau Persephone hängt, die sich damals dazu entschlossen hat ihre Unsterblichkeit aufzugeben und mit ihrem neuen Freund, dem sterblichen Adonis, in einem entfernten Winkel der Unterwelt zu hausen. Auch wenn der ein oder andere von euch vielleicht denken würde, dass die gute Kate ein wenig jammert, so kann ich ihre Gedanken, Gefühle und vorallem ihre Selbstzweifel absolut nachvollziehen. Sie fühlt sich einsam und ungeliebt und bringt dies ausdrücklich, jedoch nicht im Übermaß zum Ausdruck. Als ihr Ehemann und König, sowie seine Brüder dann bei ihrer Krönungszeremonie (zur Königin der Unterwelt) kurzerhand entführt werden, liegt es an Kate, die Dinge wieder zu richten. Dies funktioniert allerdings nur, wenn sie ihre Erzfeindin um Hilfe bittet: Henrys Ex-Frau Persephone. 

Auf Persephone angewiesen zu sein gefällt unserer Kate verständlicherweise gar nicht, doch sie schluckt ihren Widerwillen herunter und ergibt sich ihrem Schicksal. So nehmen die Dinge also ihren Lauf - ich will gar nicht zuviel verraten. Aber etwas enttäuscht war ich dann doch schon, denn von ein bisschen Action kann man in diesem Roman eigentlich nicht sprechen. Die wirklich interessanten Dinge laufen meistens ohne Kate ab und da man sie als Hauptprotagonistin eigentlich immer begleitet, sie sich aber meist in der gefahrenfreien Zone befindet, verpasst man dann doch so einiges. Gegen Ende findet man sich dann aber doch kurz in einer etwas heiklen Situation wieder - diese hätte für den Leser aber wesentlich spannender kreiert werden können..schade darum!

Interessant finde ich wie immer den Bezug zur Griechischen Mythologie, allerdings muss man wirklich dazu sagen, dass lediglich die Namen damit zusammenhängen. Mit der Aufgabe der einzelnen Götter hat das Buch dann nur wenig zu tun - so ist Henry zwar "Hades", also der Gott der Unterwelt, trotzdem sind die Gemeinsamkeiten sonst eher dürftig (was ich etwas schade finde).

Manchmal, muss ich doch zugeben, kam mir das Buch dann doch etwas schleppend vor und das lesen viel mir schwer. Trotzdem hat es sich gelohnt weiterzulesen! Gemein fand ich vorallem den Cliffhanger am Ende des Buches - der hätte mich dann doch definitiv zum weiterlesen animiert, dachte ich noch auf seite 200, das ich das Buch wohl doch bald zuklappen würde ohne es beendet zu haben. Irgendwie hab ich jetzt aber auch richtig Lust auf Band 3 - schade, dass noch kein Veröffentlichungstermin bekanntgegeben wurde!
 
Insgesamt kann ich diesem Roman also durchaus empfehlen. Die Sprache ist einfach und gut verständlich, die Kapitel sind an den richtigen Stellen gesetzt und die Schrift ausreichend groß und gut lesbar.

Wertung: 4 von 5 Sternen!

Ein herzliches Dankeschön an den Mira-Taschenbuchverlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Sonntag, 5. Mai 2013

[Rezension] Felix Plötz - Little Life-Changing Booklet

Inhalt
Ist es Zeit für eine Veränderung in Ihrem Leben?

Dieses Buch ist ein Manifest für mutige – aber notwendige – Schritte.


Es ermutigt, rüttelt auf und zeigt neue Wege.
Sie wissen nicht, was sich ändern muss, nur dass?
Dies ist kein in-30-Tagen-garantiert-zum-Erfolg-Ratgeber, dies ist eigentlich gar kein Ratgeber.
Es ist der notwendige Anstoß, um den ersten Schritt zu machen.
Zu einem besseren, schöneren oder einfach freieren Leben.
(Kurzbeschreibung von www.amazon.de)


Fazit
"Little Life-Changing Booklet" ist ein Büchlein von Felix Plötz. Vor einigen Tagen schrieb mich der Autor an und fragte, ob ich gerne sein Werk für ihn Rezensieren möchte. Momentan muss ich leider viel ablehnen bzw. auf später verschieben, mir fehlt schlichtweg die Zeit - und es soll ja auch nicht in Stress ausarten. Trotzdem sprach mich das kleine Büchlein wegen seiner Besonderheit irgendwie an und ich nahm sein Angebot, mir ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen gerne an. Als es dann bei mir ankam, nahm ich es mir zur Hand und beschloss, jedes der 10 Kapitel, sowie das Vor- und Nachwort als einzelnes zu besprechen und ein paar Worte dazu zu schreiben.

- Das Vorwort - 
Felix Plötz möchte mit seinem Werk die Menschen zum Nachdenken anregen und seine Gedanken unter die Menschheit bringen. Auch wenn er selbst sagt, dass sein Titel etwas hochgegriffen scheint, so ist für ihn der Titel schon Programm, wenn er es nur schafft, uns dazu zu bringen, dass wir über manche Dinge ein wenig mehr nachdenken, als es sonst der Fall wäre. 

Durch dieses kleine Vorwort macht sich der Autor selbst sympathisch und zeigt uns, wieviel eigentlich von ihm selbst in diesem Büchlein steckt. Es ist nicht als Ansammlung wissenschaftlicher Fakten zu sehen, oder als spezieller Ratgeber.. vielmehr scheint es eine Zusammenstellung eigener Philosophien des Autors zu sein, die er uns gerne mitteilen möchte - vielleicht sehen wir ja manche Dinge ganz genauso wie er?

- #1 Wie erfolgreich bist Du? - 
...darin Dich selbst beschäftigt zu halten? 
 Dieses Kapitel gefiel mir außerordentlich gut, denn der Autor spricht hier ein Thema an, das uns tagtäglich begleitet, aber über das wir niemals wirklich nachdenken: Die Tatsache, dass wir es dauerhaft schaffen uns mit irgendetwas zu beschäftigen, das im Grunde wenig mit unseren Hoffnungen und Zielvorstellungen zu tun hat, wenig mit uns selbst als Personen. 

Vielleicht würde unser Leben etwas anders verlaufen, wenn wir mehr damit beschäftigt wären unsere Vorstellung vom Leben zu idealisieren und eventuell etwas an unserem jetzigen Zustand zu ändern - vielleicht wären wir dann glücklicher? Manchmal sollten wir nicht versuchen uns dauerhaft beschäftigt zu halten, sei es mit Medien oder sonstigen Dingen, und uns mal dem Widmen, was im Leben doch eigentlich zählt: Dem, was wir uns für uns selbst erhoffen? Ich für meinen Teil bin nicht der Mensch, der einfach nur in den Tag hineinlebt, ich versuche mir Ziele zu stecken und diese auch zu erreichen - und trotzdem denke ich wahrscheinlich viel zu selten über die wesentlichen Ziele nach.

- # 2 Was ist normal? - 
In diesem Kapitel finden wir uns wieder in einer ganzen Menge von Aussagen über das Wörtchen "normal" und dessen Definitionen, wie sie uns immer wieder begegnen. Für mich ist "normal" etwas anderes als für Dich und wahrscheinlich finden wir mit jedem Leser dieser Rezension jemanden, der etwas anderes als normal erachtet als jemand anderes. "Normal" ist laut dem Autor nicht nur eine Frage des Umstandes, der Zeit oder des Ortes, sondern auch eine Frage des "Warum". Warum empfinden wir Dinge als normal, die in anderen Städten, Kulturen, Straßen, Ländern ganz anders empfunden werden? Warum sind für uns manche Dinge unnormal, die für andere Menschen etc. die Normalität darstellen? Dieses Kapitel bringt uns bei, dass wir manchmal auch über den Tellerrand blicken sollten, um unseren Horizont zu erweitern, mehr zu entdecken und vielleicht auch eine andere Sichtweise auf manche Dinge zu entwickeln. 

- #3 Es gibt keine Statussymbole - 
Völlig richtig erklärt uns der Autor in diesem Kapitel unter anderem, dass es in der heutigen Welt eigentlich keine Statussymbole gibt - es sind lediglich die Prioritäten, die wir uns setzen. Ich persönlich finde das sehr schade, dass es so viele Menschen gibt, die ihre Prioritäten auf die Dinge setzen, die sie sich kaufen, ihren Wert an dem bemessen, was sie erweben und herumzeigen können. Ist es nicht viel Aussagekräftiger sich auf das zu berufen was man selbst ist? Wieso sind die wenigstens Menschen stolz auf das, was sie im Leben erreicht haben, ohne es an gekauften Artikeln zu bemessen? Stolz darauf eine glückliche Familie zu haben, Menschen um einen herum, die einen lieben und wertschätzen für den Mensch der man ist? Nicht für das, was man hat. Heutzutage wird es leider viel zu wenig geschätzt, wenn man jemandem ein Lächeln schenkt, ein paar warme Worte, etwas Zuneigung. Materielle Dinge, Geschenke, all das ist dem Großteil der Menschheit viel wichtiger geworden als das, was im Leben wirklich zählt - das zwischenmenschliche, ohne das wir nichts weiter wären, als gefüllose Roboter.

- #4 Wir bräuchten ein Rad -  
Wir müssen das Rad nicht neu erfinden - vielmehr sollten wir uns an dem Wissen anderer bedienen! Hat er gar nicht mal so unrecht... egal ob es vor 20 oder vor 500 Jahren war, im Grunde gab es viele Probleme (und damit viele Lösungsansätze) schon damals und vielleicht würde es uns das Leben enorm erleichtern, wenn wir uns auch mal darauf berufen würden! Nicht umsonst sagt man, dass Oma und Opa weise Menschen sind, denn im Grunde haben sie vieles in ihrem Leben wohl ähnlich durchgemacht wie unsereiner - und es auch irgendwie überstanden. Vielleicht sollten wir es uns tatsächlich etwas mehr zu Herzen nehmen und manchmal etwas besser zuhören - oder die Lösung in ganz alter Literatur suchen? 

- #5 Fuck Networking - 
Besonders für uns Blogger ist dieses 5te Kapitel natürlich besonders interessant, denn es umfasst das Thema: Social Networking. Tagein, tagaus kommunizieren wir mit Freunden, Bekannten oder auch völlig Fremden über Social Networks und bleiben in Kontakt. Aber wenn man sich die Jugend heutzutage man anschaut, dann leben alle nurnoch darin. Sie sitzen nebeneinander und starren auf ihre Smartphone Displays. Statt sich miteinander zu beschäftigen leben sie nurnoch im Internet. Wahrscheinlich bietet das Internet besonders für zurückgezogenere Menschen eine gute Möglichkeit, um mit anderen in Kontakt zu treten, trotzdem verwehrt es ihnen gleichzeitig die Möglichkeit in der realen Welt Kontakte zu knüpfen, denn vermutlich geht es besonders bei diesen schüchternen Menschen auch nicht über eine Internetbekanntschaft hinaus. Gerade wir Blogger, die vielleicht nicht das beste Beispiel sind, aber trotzalledem eine große Masse an Menschen ansprechen können, sollten uns vielleicht mal zusammensetzen und eine große Aktion starten im Sinne von - soundso lange nicht bloggen / Facebook nutzen oder ähnliches? Damit wir vielleicht mal wieder lernen, die reale Welt mehr zu genießen und Du erleben?

- #6 Du kannst nicht hellsehen -
Ja, wir können nicht hellsehen und aus diesem Grunde ist immer die Frage: Was ist gut für uns und woher wissen wir das überhaupt so genau? Der Autor macht uns sehr schön deutlich, dass es nur 2 Möglichkeiten gibt dies herauszufinden: Spekulieren (und am Ende doch eingestehen, dass wir nicht hellsehen können) oder es ausprobieren. Ich persönlich bin mir oft sehr unsicher, was ich will, was gut für mich ist.. aber ich neige dazu, es wirklich auszuprobieren, an meine Grenzen zu gehen und im Endeffekt dadurch das zu erfahren oder finden, was ich suche - oder überhaupt erst herauszufinden was das ist. Nur durch diese Variante habe ich herausgefunden, was mein absoluter Traumberuf ist - von daher kann ich es in der Tat nur jedem ans Herz legen: Investiere die Zeit, den Aufwand und geh das Risiko ein!

- #7 Halte den Kopf frei -
In diesem Kapitel fordert uns der Autor dazu auf, Dinge die man gleich erledigen könnte auch wirklich gleich zu erledigen, ganz nach dem Motto "Was Du heute kannst besorgen..". Ganz unrecht hat er ja nicht, denn Dinge die wir bereits erledigt haben müllen unseren Kopf nicht mehr mit unnötigem Ballast zu und wir haben den Kopf frei für die wirklich wichtigen Dinge. Er stellt die Situation sehr schön anschaulich dar und gibt uns einige gute Tipps, mit dem Ballast in unserem Kopf besser umgehen zu können. Dieses Kapitel gefiel mir außerordentlich gut und ich denke, ich werde den ein oder anderen Tipp gerne umsetzen.
 
- #8 Viele e's und viele f's -
"Etwas richtig zu tun oder das Richtige zu tun - das sind zwei ganz verschiedene Dinge". 
Ich denke dieses Zitat beschreibt das Kapitel recht gut. Der Autor ist der Meinung, dass der Weg um an ein Ziel zu gelangen im Grunde egal ist, denn es ist das Ziel, das im Endeffekt wichtig ist. Ganz zustimmen kann ich hier nicht, denn meiner Ansicht nach kommt es manchmal auch ganz darauf an, welches Ziel man erreichen will und ob man auf dem Weg dorthin seinen Prinzipien treu bleibt, oder eben nicht. Natürlich macht es einen Unterschied, ob ich in meiner Prüfung ein gutes Ergebnis erreiche und im Endeffekt von der Materie nichts mehr im Kopf habe, oder aber ob ich nicht nur ergebnisorientiert lerne und das gelernte langfristig anwenden kann!

- #9 Spiele -
Beim 9ten Kapitel fühle ich mich fast ein bisschen so, als ob der Autor es nur für mich geschrieben hätte, denn er spricht damit genau das an, was ich jedes einzelne Mal vor einer Prüfung tue: Verkrampfen und es so sehr wollen, dass es mir im schlimmsten Falle alles verhageln könnte. Dabei ist es doch besser mit einer lockeren Einstellung durchs Leben zu gehen und zu denken "hauptsache bestanden" oder "beim nächsten Mal wirds schon werden". Ich muss schon fast sagen "leider" bin ich einer der Menschen, die sehr ehrgeizig an eine Sache herangehen und die mit dem Mittelmaß nicht zufrieden sind. Vielleicht sollte ich mir dieses Kapitel sehr zu Herzen nehmen und versuchen, es ein bisschen mehr umzusetzen als bisher.  

- #10 Keine Generalprobe -
"Dies hier ist nicht die Generalprobe. Es gibt keinen zweiten Anlauf. Weder für verpasste Chancen, noch für andere Korrekturen."
Ein Kapitel, über das ich nicht zuviel verraten möchte - außer, dass es mich irgendwie sehr berührt hat!

- Insgesamt - 
Dieses kleine Büchlein ist ein wunderbares Werk voller Gedankengänge und tiefer Einblicke in die Seele des Autors. Es regt zum nachdenken an und bringt einen dazu, mehr über sein Leben nachzudenken, darüber ob man es genau so haben möchte wie es momentan ist, was man ändern könnte, wie ... es liefert einige Denkanstöße (besonders Kapitel 9 werde ich mir wohl zu Herzen nehmen) und ist für jeden uneingeschränkt zu empfehlen, der ab und an mal gerne über sein eigenes Leben philosophiert. Es ist kein üblicher Ratgeber der uns sagt "tue dies, tue das und Dein Leben wird wunderbar", alle Möglichkeiten bleiben uns offen, alles was wir bekommen ist die Offenbarung ein paar grundlegender Gedanken. Mir persönlich gefiel dieses Buch außerordentlich gut und so manches Mal brachte es mich zum schmunzeln, grübeln oder lieferte mir eine leichte Gänsehaut (Kapitel 10!).
Wertung: 5 von 5 Sterne!

Mein herzlichstes Dankeschön an den Autor Felix Plötz!

 
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Donnerstag, 2. Mai 2013

[Statistik] Für den April!

Mir ist gerade aufgefallen, dass ichs ja total versäumt hab, ne Statistik für den April zu erstellen! Also hier noch fix getippselt:

Gelesene Bücher: 1
Geschriebene Rezensionen:
1
Gelesene Seiten: 419
Gekaufte Bücher:  0
Gewonnen: 0
Rezensionsexemplare: 3 Bücher auf dem SUB (am Ende des Monats):  88
E-Book SuB: 9 (? ohne Gewähr!)
  Fazit: Ich geb zu: Der April war der Flop-Monat schlechthin. Trotz Ferien hatte ich ne total Leseflaute und vor lauter Arbeiten (in den Ferien) auch garkeine Zeit. Herrje. Aber ich gelobige Besserung! Ziel: Keine Bücher mehr kaufen und versuchen wieder ein wenig mehr zu lesen!