Freitag, 26. Dezember 2014

[Rezension] Rose Snow - Liebe trifft Rache 02 - Racheengel küsst man nicht

Inhalt
Für Rachel zählt im Leben nur eines und das ist nicht Liebe, sondern  Gerechtigkeit. Aus diesem Grund leitet sie eine höchst erfolgreiche Racheagentur und sorgt so dafür, dass betrogene Ehefrauen, zerstrittene Parteien und allerlei weiter benachteiligte Menschen zu ihrem Recht kommen. Als es jedoch einer von Rachels eigenen Mitarbeitern auf sie abgesehen hat und die Racheagentur sabotiert, dreht sich der Spieß um und Rachel ist auf einmal selbst das Opfer. Nun liegt es an ihr, alles daran zu setzen, um ihr Lebenswerk zu retten - doch das wiederum, erfordert einige Opfer...

Erster Satz des Buches
"Nein, ich habe noch keinen Begleiter, Mutter", sage ich ruhig und parke das Auto in einer Seitengasse neben dem Auktionsgebäude."

Fazit 
"Racheengel küsst man nicht", ist der zweite Roman der "Liebe trifft Rache" Reihe, des sympathischen Autoren Duo's Rose Snow. Da ich schon von Band 1 (die Rezension findet ihr hier!) total begeistert war, freute ich mich riesig, auf mich die Autorinnen ansprachen und fragten, ob ich denn auch Band 2 lesen und rezensieren möchte! Leider bin ich momentan total im Prüfungsstress und komme nicht wirklich zum Lesen und/oder Bloggen, aber soviel muss gesagt werden: für dieses Schätzchen musste ich mir einfach immer mal wieder etwas Zeit nehmen, denn "Racheengel küsst man nicht" steht seinem Vorgänger in nichts nach.

Dieses Mal begleiten wir Rachel, die Leiterin einer Racheagentur durchs Leben, doch ihr Leben gestaltet sich plötzlich schwieriger, als man es Anfangs vermuten würde. Rachel ist eine scheinbar kaltherzige, gerechtigkeitsliebende, geschäftstüchtige, junge Frau, die der Liebe (eigentlich) abgeschworen hat und nun versucht, anderen die Gerechtigkeit zukommen zu lassen, die sie verdienen. Dies jedoch entpuppt sich als nicht immer besonders einfach und als dann auch noch einer ihrer eigenen Mitarbeiter die Firma sabotiert, steht Rachel fast vor den Scherben ihres (Arbeits-)Lebens, denn nach und nach versucht derjenige, ihren Ruf zu ruinieren. Rachel setzt nun alles daran, um herauszufinden, wer sie sabotiert und zufällig findet sie heraus, bei welchen Klienten ihr Widersacher gegen sie arbeiten möchte. So führt Rachels Reise also quer durch Deutschland - denn sie versucht zu retten, was geht! Wie wir nun aber wissen, kommt ein Unglück selten allein und so ergibt es sich, dass sie Unterstützung eines ungeliebten, alten Bekannten in Anspruch nehmen muss, um die Reise antreten zu können. 

Für uns ist der Zusammenschluss zwischen Rachel und ihrem Bekannten, Gerard, aber der reinste Augenschmaus denn sobald sich die beiden in einem Raum befinden, fliegen nicht nur die Fetzen, sondern auch beim Leser bleibt kein Auge trocken. Die Dialoge sind herrlich, die Verwünschungen beinahe göttlich und der Unmut, Zeit miteinander zu verbringen, könnte kaum größer sein. Die Tatsache, dass auch die Fälle, mit denen sich Rachel auf ihrer Reise beschäftigten muss, nicht immer die einfachsten sind und sie hin und wieder auf Gerards Charme angewiesen ist, macht die Sache natürlich nicht einfacher, sorgt aber für eine Menge skurriler, wie witziger Situationen, die man definitiv nicht missen möchte. 

Bei diesem Buch handelt es sich aber nicht nur um einen reinen und "typischen" Frauenroman, wie er im Buche steht, sondern um Buch mit jeder Menge Charme, Spannung, Einfallsreichtum, Witz und einer kleinen Kriminalgeschichte, die die ganze Geschichte über dominiert und und dazu zwingt, stets weiterzulesen! Die Charaktere sind sympathisch (oder auch nicht, in Gerards Fall - wobei der auf seine eigene Art und Weise dann doch wieder sympathisch wirkt :D), gut durchdacht, passen ins Bild der Geschichte und überraschen einen hin und wieder mit Verhaltensweisen, die man so nicht erwartet hätte. Das Ende ist spannend und ich persönlich hätte damit, so, auf keinen Fall gerechnet - was aber nicht heißen soll, dass ich damit nicht trotzdem vollkommen zufrieden bin!

Auch wenn sich die Autorinnen mit ihrem Debüt-Romane "Was sich liebt, das rächt sich nicht" die Latte der Erwartungen an "Racheengel küsst man nicht" verdammt hoch gelegt haben, so enttäuschen sie uns ins keinster Weise, sondern machen uns eher Lust auf mehr! Das Zuschlagen des Romanes tat auch hier schon ein kleines bisschen weh, denn Abschiede sind niemals einfach...besonders, wenn man zwei solche "Raufbolde" wie Gerard und Rachel so sehr ins Herz geschlossen hat! 

Insgesamt kann ich euch diesen Roman wirklich nur empfehlen und euch ans Herz legen, auch den ersten Band zu lesen! Zwar benötigt man diesen für das Verständnis von "Racheengel küsst man nicht" nicht, es ist jedoch eine wundervolle "Zugabe" und für die Erwähnung mancher Personen aus Band 2 hilfreich. 


Wertung: 5 von 5 Sterne!

Donnerstag, 18. Dezember 2014

[Rezension] Brienza/Martini/Rathmayer - Moos. Fisch. Rinde. Blatt

Inhalt
Valentino Brienza und Luisa Martini, lieben die Vielfalt, die uns die Natur schenkt. Die beiden, die derzeit auf dem Luxuskreuzfahrtsschiff "Seacloud" kochen, haben über Monate mit verschiedensten Zutaten aus Wald, Wiese, Feld und Wasser experimentiert, um auf ganz neue Geschmacksinspirationen zu kommen. Und der Versuch hat sich gelohnt: Anhand von 60 kreativ-raffinierten Rezepten zeigen die zwei Jungköche mit ihrer Freestyle-Naturküche erfrischende Möglichkeiten auf, Grenzen auszuloten, Genuss neu zu definieren. Mit ungewöhnlichen Zutaten wie Moos, Rinde oder Birkensaft, aber auch Holzkohle und Sägemehl bringen Brienza und Martini Abwechslung in den Haushalt. Und beweisen damit, dass man praktisch alles kulinarisch verwerten kann, was in der Umgebung wächst. Dabei ist ihr Credo: Möglichst nichts wegwerfen, alle Teile verwerten. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)


Fazit
Bei dem Buch "Moos. Fisch. Rinde. Blatt" von Brienza/Martini/Rathmayer handelt es sich um ein außergewöhnliches Kochbuch.  Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, ob ich es gerne rezensieren möchte, was ich gerne zusagte. Ich koche wahnsinnig gerne und lasse mich auch gerne auf neue Experimente ein, bisher habe ich allerdings kein einziges Kochbuch rezensiert, was mir die Sache nicht gerade einfach macht. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt! 

Schlage ich also dieses riesige Kochbuch auf (es misst etwas mehr als DIN A4), so blicke ich erst einmal auf reine Natur und einer Widmung - "Der Natur gewidmet. Und dem Genuss der Landschaft". Dies gefällt mir außerordentlich gut und verspricht viel! Blättere ich weiter, so bekomme ich das Inhaltsverzeichnis auf einem hübschen grün und eine Seite später dann das Vorwort, sowie ein Bild zweier Autoren beim Sammeln der Zutaten. Auf den ersten Blick finde ich dieses Buch wahnsinnig schön und man merkt, dass sich da jemand ordentlich Gedanken darüber gemacht hat. 


Sehr gut gefällt mir nicht nur die gesamte Aufmachung dieses Buches, sondern auch die Tatsache, dass die Autoren beschreiben, was ihnen wichtig ist und ihre Idee dahinter im Buch noch einmal "verkaufen". 


Die Rezepte sind... außergewöhnlich, verdammt lecker, und machen Lust auf mehr! Jedes einzelne von ihnen ist liebevoll zusammengeschrieben, in die einzelnen Zutaten und Schritte aufgegliedert und mit einem großformatigem Bild garniert. Vielleicht mag es euch gehen wie mir und ihr habt am Anfang genauso große Zweifel, mit solchen "Naturprodukten" zu kochen, lasst euch jedoch gesagt sein, dass es sich definitiv lohnt. Dabei solltet ihr euch jedoch sicher sein, dass ihr die richtigen Zutaten gesammelt habt und euch die Orte dafür gut aussuchen. 


Am Ende des Buches werden sowohl die Grundrezepte erklärt, ein Rezeptverzeichnis angegeben und eine Begriffserklärung, die so manches Mal recht hilfreich ist, da die Autoren Österreicher sind und nicht immer dieselben Begriffe wie in Deutschland genutzt werden. 


Leider habe ich bei meinen Experimenten mit diesem Buch noch keine Fotos machen können - zumindest keine vorzeigbaren :-D, aber vielleicht werde ich irgendwann in der Zukunft noch ein paar Fotos anhängen können. 


Insgesamt kann ich dieses wundervolle Buch nur jedem empfehlen, der mal Lust auf etwas neues hat, sich nicht davor scheut, in der Natur draußen herumzuwandern und sich seine Zutaten zu suchen. Mit diesem Buch bekommt ihr eine Menge neuer Anregungen für tolle, neue Rezepte mit außergewöhnlichen Zutaten, wundervolle Bilder, grandiose Beschreibungen/Anleitungen und einer Menge Charme. 


Wertung: 5 von 5 Sterne!





Mittwoch, 3. Dezember 2014

[Statistik] Für den November!

Guten Abend, meine Lieben! Hier noch die Statistik für den November!

Gelesene Bücher: 1
Geschriebene Rezensionen: 1

Gelesene Seiten: 25
Rezensionsexemplare: /
 
Gekauft: 0
Geschenkt bekommen: /
Gewonnen: /
Bücher auf dem SuB (am Ende des Monats): 73


Fazit: Ich habe sehr sehr wenig gelesen, diesen Monat und leider wird sich das die nächsten 2 Monate auch wohl nicht mehr ändern... ich werde die nächsten Monate sehr mit dem Lernen fürs Staatsexamen beschäftigt sein und nur extrem wenig zum bloggen und lesen kommen. Aber danach bin ich wieder voll für euch da und habe jede Menge Zeit zum Lesen :) :) Bitte drückt mir doch ganz fest die Daumen für Januar - wenn alles glatt läuft, bin ich am 29.01.15 endlich frei und habe alles hinter mir!! 





Freitag, 21. November 2014

[Ebook - Rezension] Gabriel Namara - Foltergarten 01 - Die Häutung der Jennifer Sumner

Inhalt
"Mister Yamamoto möchte ihre Frau häuten, Michael."
Mit dieser Aussage wird Michael Sumner konfrontiert, als er abends in sein Haus kommt und dort neben seiner Frau Jen drei mysteriöse Herren vorfindet.

FOLTERGARTEN - Die neue Serie von Horror Short Stories.
Fuck Tha Police - Keine langweiligen Pseudoermittlungen. 100% Grausamkeit, 100% Gewalt, 100% Gabriel Namara (Kurzbeschreibung: www.amazon.de)


Erster Satz des Buches
"Als Michael Sumner in die Einfahrt seines Hauses einbog, senkte sich die Abendsonne mit rotem Nasenbluten über die Veranda seines schmucken Häuschens."


Fazit
"Die Häutung der Jennifer Sumner" ist eine Kurzgeschichte aus der Reihe "Foltergarten" des Autors Gabriel Namara. Durch meine Rezension zu seinem Buch ""Claires Bestrafung" wurde er auf meinen Blog aufmerksam und fragte, ob ich Interesse daran hätte, noch weitere seiner Romane/Geschichten zu rezensieren, woraufhin ich natürlich zusagte!


Bei der Kurzgeschichte handelt es sich um eine 23-seitige Kurzgeschichte, deren Titel schon viel über die Handlung verrät. Lesen wir also die erste Seite, so bekommen wir die Hauptprotagonisten nur kurz vorgestellt und dann geht es auch schon zur Sache und der Titel macht seinem Inhalt alle Ehre. Die Beschreibungen sind präzise und sehr blutrünstig, trotz der Kürze der Geschichte gelingt es dem Autor, eine gewisse Spannung aufzubauen. Das Ende ist ebenso überraschend, wie faszinierend und ich für meinen Teil war ein bisschen wie vor den Kopf gestoßen, als die Geschichte dann so plötzlich zu Ende war! Gerne hätte ich gewusst, wie die Geschichte weitergeht, was die Hintergründe dieser grausamen Tat waren und was es mit der Tochter der Familie Sumner auf sich hat! Trotzdem ist diese Geschichte durchaus lesenswert und ich kann sie jedem Liebhaber blutrünstiger Literatur nur empfehlen!



Wertung: 4 von 5 Sternen!

Dienstag, 4. November 2014

[Statistik] Noch für den schaurigen Oktober!

Mit einigen Tagen Verspätung möchte ich euch heute meine Oktober-Statistik vorlegen:

Gelesene Bücher: 4
Geschriebene Rezensionen: 4

Gelesene Seiten: 1336
Rezensionsexemplare: /

Gekauft: 11 (der SuB-Nachschubs Post ging irgendwie verloren.. aber reBuy hatte so viele tolle Bücher :D )
Geschenkt bekommen: /
Gewonnen: /
Bücher auf dem SuB (am Ende des Monats): 84


Fazit: Ein bisschen was gelesen, den SuB aber trotzdem aufgestockt - aber wie schon erwähnt hatte reBuy viele tolle und günstige Bücher und ich noch einen Gutschein :) :) Vielleicht blogge ich noch einen SuB-Nachubspost und zeige euch, was ich alles tolles gekauft habe :)

Freitag, 31. Oktober 2014

[Rezension] Sebastian Fitzek - Das Kind

Inhalt
Als sich der erfolgreiche Anwalt Robert Stern mit seiner Ex-Freundin Carina des Nachts auf einem einsamen Industriegelände trifft, hätte er nicht erwartet, dass sie einen kleinen Jungen mitbringt, der der Meinung ist, in seinem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein! Zuerst will ihm der Anwalt nicht glauben, doch als der Kleine ihn schließlich zur Leiche führt, hat Stern keine andere Wahl mehr...



Erster Satz des Buches

"Als Robert Stern vor wenigen Stunden diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging."

Fazit 
"Das Kind" ist ein Roman des Bestseller-Autors Sebastian Fitzek. Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich vor kurzem seinen Roman "Die Therapie" regelrecht verschlungen und somit die Grundlage, für den Hunger nach mehr geschaffen habe!

So schlug ich also die erste Seite auf und tauchte ein, in die Welt des Robert Stern. Stern ist ein mehr oder weniger sympathischer, sehr erfolgreicher Anwalt, der jedoch Privat so einige Problemchen hat. Sein größtes Problem ist wohl sein verstorbener Sohn, denn dessen Tod hat er niemals überwunden und so lebt er nach außen hin in einer Scheinwelt, tief drinnen jedoch scheint er wahrhaft leer zu sein. Seine Wohnung ist spartanisch und unpersönlich eingerichtet und wenn man genauer hinsieht, so merkt man, dass sich Stern lieber hinter seiner Arbeit versteckt, als sich seinen Problemen zu widmen. Als ihm dann der Fall des Simon Sachs in die Hände gespielt wird, verändert sich sein Leben schlagartig. Eben noch war er der Meinung, dass es nichts übersinnliches auf der Erde gibt und nun muss er feststellen, dass ein kleiner Junge über Morde bescheid weiß, die er niemals begangen haben kann. Doch nicht nur das: er weiß sogar, wo die Leichen liegen...! Stern bleibt jetzt nur eines übrig: herausfinden, was der Kleine weiß - und woher er es weiß!


Simon Sachs ist ein unglaublich sympathischer kleiner Mann, der ein schweres Schicksal mit sich herumträgt, denn er ist an einem Hirntumor erkrankt. Doch nicht nur das belastet ihn: er ist außerdem der Meinung, dass er eine Menge Menschen umgebracht hat - und zwar in einem früheren Leben. Simon ist ein außergewöhnlicher, kleiner Junge, der sich unglaublich viele Gedanken über das Leben macht - vermutlich gar nicht so ungewöhnlich, wenn man selbst zum Sterben verdammt ist, doch für einen zehnjährigen besitzt er eine beachtliche Reife. Er ist der Meinung, da er bald sterben muss, ist es an der Zeit, sich von seiner Schuld zu befreien und so beauftragt er Robert Stern.


Stern nimmt ihn natürlich nicht für voll und so muss Simon schließlich beweisen, dass er doch nicht nur Märchen erzählt: er führt Stern zur ersten Leiche und überzeugt ihn so schließlich vollends.


Als Stern an diesem Abend nach Hause kommt, erlebt er schließlich eine Überraschung: in seinem Briefkasten befindet sich ein Videoband, welches nicht nur die letzten Lebensminuten seines Sohnes Felix zeigt, sondern auch behauptet, dass er noch lebt! Für Stern bricht in diesem Moment eine Welt zusammen und er würde alles tun, um herauszufinden, wo sein Sohn ist! Eine verzerrte Stimme auf dem Video verspricht ihm schließlich, wenn er herauszufindet, wo die weiteren Leichen von Simon's "Opfern" liegen, dann wird er seinen Sohn lebend wiedersehen...


Insgesamt war ich von diesem Buch ziemlich begeistert und verschlang es nahezu in einem Rutsch. Es ist spannend, faszinierend und so mitreißend, dass man es einfach nicht aus der Hand legen kann. Außerdem ist es, zumindest für mich, zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar gewesen und so überraschte mich das Ende dann noch zusätzlich - ein weiterer Pluspunkt! Auch die Charaktere fand ich sehr gelungen, denn genau wie Robert Stern kein gewöhnlicher Mann ist, ist auch Simon Sachs kein gewöhnlicher Junge. Beide haben sie sprichwörtlich ihre "Päckchen" zu tragen, doch nicht nur das macht sie zu ungewöhnlichen Persönlichkeiten. Durch die verschiedenen Recherchen und Sterns Besuche bei Simon wachsen die beiden zusammen und auch Stern's Ex-Freundin Carina ist immer mit dabei, wodurch ein Trio entsteht, welches so manche Schwierigkeit zu meistern hat. Ich für meinen Teil war einfach begeistert und kann diesen Roman nur jedem empfehlen, dem der Sinn nach einem guten Thriller steht!




Wertung: 5 von 5 Sternen!

Mittwoch, 29. Oktober 2014

[Rezension] Holly Black/Cassandra Clare - Magisterium 01 - Der Weg ins Labyrinth

Inhalt
Der 12-jährige Callum Hunt hat nicht nur eine spitze Zunge und ein lahmes Bein, sondern befindet sich zudem auch noch in einer misslichen Lage: er ist auf dem Weg ins Ministerium, einer Schule, in der er lernen soll, mit Magie umzugehen. Wie das Schicksal so will, soll er dann auch noch ausgerechnet bei Master Rufus in die Lehre gehen - dem mächtigsten Zauberer der Schule! Doch all das ist für Callum kein Vergnügen, denn laut seinem Vater ist Magie nicht nur gefährlich, sondern die Magier böse... und so fürchtet Callum, nicht mal das erste Jahr an dieser Schule lebend zu überstehen...

Erster Satz des Buches
"Aus der Ferne wirkte der Mann, der mühsam die weiße Wand des Gletschers erklomm, wie eine Ameise, die langsam seitlich an dem flachen Teller hochkrabbelte."
Fazit 
"Magisterium 01 - Der Weg ins Labyrinth" ist ein Roman der Autorinnen Holly Black und Cassandra Clare. Vielleicht kennen einige von euch das ein oder andere Buch der Autorinnen, ich jedoch habe bis zu diesem Roman kein einziges auch nur einer der Autorinnen gelesen. Wie ihr vielleicht wisst, nehme ich am Projekt der "Buchflüsterer" teil und bekomme so hin und wieder einen Roman zugesendet - dieses Mal handelte es sich um "Magisterium" und darüber war ich richtig froh! 

Schon der Klappentext rief Erinnerungen an einen kleinen, weltberühmten Zauberer mit Blitz-Narbe in mein Gedächtnis und auch die ersten paar Seiten des Romanes konnten diesen Eindruck noch nicht recht mindern, doch nach und nach bekamen die Autorinnen die Kurve und es entstand etwas völlig selbstständiges. Zum Glück, wenn mit diesem Buch hält man ein wahres Schätzchen der Fantasy-Loge in den Händen. Dies liegt jedoch nicht nur am wunderschönen Cover, sondern auch am aufsehenerregenden Buchschnitt - dieser ist nämlich golden, wodurch einem das Buch sofort ins Auge springt.

Schlagen wir die erste Seite auf, begegnen wir jedoch nicht direkt unserem 
kindlichen Protagoisten, sondern einem kletternden Zauberer, der sich auf dem Weg in eine Höhle im Berg befindet. Dieser Prolog legt den Grundstein der Geschichte und auch wenn er zu Beginn möglicherweise etwas verwirrend wirkt, so hat doch alles seinen Sinn und am Ende neigt man doch dazu, noch einmal zurückzublättern und die ersten Zeilen noch einmal zu lesen. Haben wir den Prolog jedoch beendet, begegnen wir schließlich zum ersten Mal Callum. 

Callum Hunt ist ein typischer 12-jähriger: Rebellisch, aufrührerisch und doch anders. Durch sein lahmes Bein ist er nicht in der Lage Sport zu machen, was er sich aber von Herzen wünscht und auch die anderen Kinder betrachten ihn eher als Sonderling. Als Callum zu einem Aufnahmetest auf einer Magierschule eingeladen wird, wehrt sich sein Vater wehement dagegen, denn er ist der Meinung, Magie sei böse und die Zauberer würden die Schüler nur benutzen. Auch Callum begegnet dem ganzen eher mit Abneigung, was jedoch auf Grund der Meinung seines Vaters keine große Überraschung ist. Cal begegnet uns den kompletten Roman über als sympathischen, etwas leichtsinnigen Jungen Mann, der zwar eine spöttische Zunge sein Eigen nennt, mit dem man jedoch trotzdem Pferde stehlen könnte. Was Cal wohl Zeit seines Lebens gefehlt hat, ist das Gefühl des "dazu gehörens", denn auf Grund seines Beines stand er wohl immer als Außenseiter da. Auch wenn ihm der Gedanke sehr widerstrebt, auf eine Magierschule zu gehen, so wird dies nach und nach vom sich einstellenden Dazugehörigkeitsgefühl erstickt und Cal fragt sich immer mehr, ob er sich nicht doch an die Magierschule gewöhnen könnte! Doch nicht nur das Gefühl dazuzugehören ist für Cal's plötzliche Begeisterung verantwortlich, sondern auch die täglichen Übungen, die dem jungen Magier zwar einiges an Konzentration und Selbstbeherrschung abverlangen, er aber trotzdem merkt, dass er besser wird. 

Auch Callum's beiden Mitstreiter sind interessante Charaktere, die man im Laufe des Romanes nicht nur viel besser kennenlernt, sondern auch schlichtweg ins Herz schließt! Trotz einiger seltsamer Wesenszüge, die die beiden so manches Mal an den Tag legen, merkt Callum recht bald, dass er sich auf die beiden verlassen kann und sie das bilden, was Cal immer gefehlt hat - eine Gemeinschaft, eine Einheit. 

Insgesamt kann ich euch diesen Roman nur wärmstens ans Herz legen, wenn ihr auch schon ein Fan des kleinen Magiers mit Blitz-Narbe wart, denn auch wenn Callums Geschichte doch so viel anders ist, ist sie doch nicht weniger wunderbar. Die Autorinnen schaffen es, die Umgebungen so perfekt zu beschreiben, dass man oft meint, man würde selbst dort stehen und das Erlebte wäre das eigene. Die Geschichte ist spanned, spritzig, lustig, mitreißend und entführt und in das Reich, der unendlichen Fantasie... Ein echter Geheimtipp!


Wertung: 5 von 5 Sterne!

Freitag, 17. Oktober 2014

[Rezension] Sebastian Fitzek - Die Therapie

Inhalt
Die 12-jährige Tochter des Psychiaters Viktor Lorenz verschwindet unter mysteriösen Umständen und auch nach vier Jahren gibt es weder eine Leiche, noch eine Spur. Viktor reist schließlich auf eine kleine Insel in der Nordsee und versucht dort intensiv, sich mit seiner Trauer auseinanderzusetzen, doch eine Unbekannte kommt ihm dazwischen: Die schöne Anna Spiegel, die unbedingt von ihm therapiert werden will. Anna leidet unter Wahnvorstellungen, in denen immer wieder ein kleines Mädchen vorkommt... und dieses Mädchen verschwand unter ebenso mysteriösen Umständen, wie Viktors Tochter Josy. Hat die Frau etwas mit dem verschwinden der Psychiatertochter zu tun? Oder handelt es sich hier um einen puren Zufall...?
 
Erster Satz des Buches
"Als die halbe Stunde verstrichen war, wusste er, dass er seine Tochter nie wiedersehen würde."
 
Fazit
"Die Therapie" ist ein Roman des Autors Sebstian Fitzek. Aufmerksam geworden bin ich auf seine Romane eigentlich schon länger, da ich jedoch in aller Regel eher im Fantasy-Genre unterwegs bin, habe ich seine Romane irgendwie immer beiseite geschoben. Da ich in letzter Zeit jedoch ganz gerne ein bisschen sprunghaft bin, was meine Leselust angeht, musste ich mir nun einfach einen seiner Romane vornehmen - denn was ich bisher gehört hatte, war durchweg positiv. 

So schlug ich also die erste Seite auf und tauchte ein in die Welt des Psychiaters Viktor Larenz, dessen zwölfjährige Tochter Josy auf mysteriöse Weise verschwand. Keiner hat sie gesehen, es gibt keine Zeugen und auch keine Leiche - auch kein Erpresserbrief oder ähnliches gibt einen Hinweis auf den Verbleib von Viktors Tochter. Viktor und seine Frau sind am Boden zerstört, suchen und suchen und suchen nach ihrer Tochter, doch vergeblich. Vier Jahre später ist das Mädchen immernoch nicht aufgetaucht, doch der Psychiater will nicht aufgeben und hofft nach wie vor auf ein Lebenszeichen seines gelieben Kindes. Um ein wenig Ruhe zu finden, flüchtet er alleine, ohne seine Frau, auf eine Insel und erhofft sich so, sich mehr mit seiner Trauer beschäftigen zu können. Helfen soll ihm dabei ein Interview, in dem er Fragen über seine Gefühlswelt und seine Tochter beantworten soll, doch wie so oft kommt etwas dazwischen: Anna Spiegel, eine Patientin, die ihm bis auf die Insel folgt. Auch wenn Larenz seit 4 Jahren nicht mehr praktiziert, so wünscht sich Anna aus tiefster Seele, nur von ihm behandelt zu werden und lässt nicht locker, bis Larenz schließlich zustimmt. Die Therapie mit der jungen Frau erweist sich als haarsträubend, denn sie ist nicht nur schizophren und leidet unter Wahnvorstellungen, sie handeln auch noch von einem kleinen, verschwundenen Mädchen! Larenz verfängt sich mit jeder Sitzung mehr in den Erzählungen seiner Patientin und kommt nicht umhin zu bemerken, wie viele Parallelen die Geschichten von Anna zum Verschwinden seiner Tochter haben. Bald hat er nicht mehr die Therapie seiner Patientin im Sinn, sondern ist nur noch damit beschäftigt herauszufinden, was mit Josy passiert ist...


Viktor Larenz ist ein grandioser Psychiater, der sich nach dem Verschwinden seiner Tochter aus dem Berufsleben zurückgezogen hat. Verständlicherweise konnte er sich wohl nicht mehr auf das Leid anderer konzentrieren, wo ihm doch selbst so unsagbar großes Leid zugefügt wurde und er seine Tochter mehr vermisst, als alles andere. Als Leser kann man sich in die Situation des Viktor Larenz äußerst gut hineinversetzen, denn ein jeder von uns kann sich wohl vorstellen was man durchmacht, wenn ein geliebter Mensch so einfach verschwindet! Die Ungewissheit zerfrisst einen und bringt einen wohl selbst an den Rande der Verzweiflung.. man beginnt sich unweigerlich zu fragen: Was würde ich tun, wie würde ich mich fühlen? Und so fühlen wir uns dem zurückgelassenen Vater dann schon ein ganzes Stück näher. Als er sich auf die Insel flüchtet und dort versucht, sich mit seiner Trauer zu beschäftigen, kommt ihm eine seltsame Frau dazwischen, die den weiten Weg auf sich genommen hat, nur um von ihm therapiert zu werden - obwohl er eigentlich nicht mehr praktiziert. 

Die Geschichte, die Anna zu erzählen hat, ist ebenso spannend, wie auch skurril und man weiß eigentlich von Anfang an nicht so recht, in welche Schublade man die außergewöhnliche Frau packen soll! Zeitweise wirkt sie verwirrt und verängstigt, durch ihre eigenen Halluzinationen und gepeinigt von ihrer Erkrankung, andererseits scheint sie ein doppeltes Spiel zu spielen und die Dinge, die sie erzählt, sind einfach ein wenig ZU speziell, um nur Zufall zu sein. Es ist schwierig, sich als Leser ein wirkliches Bild zu machen und während dem Lesen entwickelte ich ständig eine neue Theorie, was denn nun an dieser Geschichte dran sein könnte. Doch eines kann ich euch versichern: Ich kam nicht darauf, wie dies alles zusammenpasst und genau das macht diesen Roman zu einer so wahnsinnig spannenden und mitreißenden Lektüre! Nichts ist vorhersehbar, alles offen und jede neue Wendung bringt mehr Fragen mit sich, die man sich selbst beim besten Willen nicht beantworten kann.

Die Beschreibungen, die nebenher einfließen, ließen mich ein vollständiges Bild der Umgebung vor meinem geistigen Auge sehen und wenn ich mich nun wieder dort hineindenke, sehe ich mich selbst über die kleine Nordseeinsel Parkum wandern (im Regen!) und aufs Meer hinausschauen - oder am Strand sitzen, mit einem Buch (Fitzek? :D) in der Hand und darauf warten, dass die Nordsee nach der Ebbe zurückkommt...

Insgesamt kann ich euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen: die Charaktere sind wahnsinnig gut ausgearbeitet, die Story etwas ganz anderes, die Hintergründe unvorhersehbar und das Gesamtbild - umwerfend.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Sonntag, 12. Oktober 2014

[Rezension] Rose Snow - Liebe trifft Rache 01 - Was sich liebt, das rächt sich nicht

Inhalt
Maya ist nicht nur selbst eine chaotische Frau, sondern zieht auch noch ausgerechnet in eine Wohnung, in der die Vermiterin, sowie die übrigen Mieter auch nicht ganz normal zu sein scheinen. Nachdem sich ihr Ex als Betrüger entpuppt hat, hofft sie, mit Nachbar Holger (der als einziges halbwegs "normal" zu sein scheint) eine normale Beziehung aufbauen zu können, doch weit gefehlt. Er ist nicht nur Vater des eines sehr anstregenden Teenagers, sondern scheint sie auch noch zu betrügen! Glücklicherweise jedoch, leitet eine alte Freundin von Maya eine Racheagentur, die sie sogleich auf Holger und seine Tochter ansetzt...

Erster Satz des Buches

"Diesmal verbocke ich es garantiert nicht."

Zitate
"Ich stehe immernoch da und versuche, mehrere Dinge gleichzeitig zu verarbeiten. Erstens: Diese schmalzig-poetische Zeile kommt mir verdammt bekannt vor. Zweitens: Ich habe auf ihren Fahrradsattel geblutet. Drittens: Die Fenster sind noch genauso dreckig wie vorher. Viertens: Wenn sie so dämlich grinst, würde ich ihr am liebsten mitten ins Gesicht schlagen. Dieses Gefühl erschreckt mich ein wenig, denn normalerweise bin ich kein gewalttätiger Mensch. Meine Gedanken wandern wieder zurück zu Erstens, da klappt mir der Mund auf. >Oh, wie lassen mich ausflippen, Deine blutig roten Lippen<, ist von mir! Und weiter geht es: >Doch Du möchtest mich nur necken, spielst verstecken, sollst am Hinterteil mich lecken!< Dieses kleine Miststück hat mir mein Tagebuch geklaut, und zwar das, in dem ich meine poetische Phase mit Jane Austen und Shakespeare ausgelebt habe!"

Fazit 
"Was sich liebt, das rächt sich nicht" ist der Serienauftakt eines Autorinnen-Duos, welches sich unter dem Pseudonym "Rose Snow" zusammengetan hat. Als die beiden Damen bei mir anfragten, ob ich gerne ihr Buch rezensieren möchte, war ich sofort begeistert, denn nicht nur der Roman sagte mir spotan zu, auch die Autorinnen waren mir auf Anhieb außerordentlich sympathisch!

So schlug ich also die erste Seite auf und tauchte ein, in die Welt von Maya, einer chaotischen jungen Frau, die seit kurzem wieder Single ist. Zum Glück, muss man sagen, denn Mayas Ex-Freund
ist nicht nur der reinste Betrüger, sondern auch die gemeinsame Wohnung war nicht wirklich die eigene - sie wohnten einfach in der Wohnung eines reichen Menschen, der ständig auf Achse war. Doch nun steht Maya wieder auf eigenen Füßen und mietet sich eine kleine Wohnung, in einem Mehrparteien Haus. Doch von Anfang an scheint auch das irgendwie schief zu laufen: nicht nur, dass sie auf der Treppe nur jede zweite Stufe betreten darf, die Hände voll hat und sie sich auf dem Weg nach oben bereits mit einem lästigen Teenager-Püppchen anlegen muss, auch die Lieferung der Möbel verzögert sich, der Elektriker kommt nicht bei und der Maler ebenso wenig. Doch das ist nicht genug: seltsame Missgeschicke ereignen sich, die Maya ziemlich spanisch vorkommen, doch schnell wird klar: dies alles hat sie Katja zu verdanken, dem nervigen Teenager-Mädel, dem sie ständig begegnet und die ihr so versucht, das Leben zur Hölle zu machen. Die kleinen (oder großen) Zickereien, Streitereien und Streiche zwischen Katja und Maya sind herzallerliebst und haben mich mehr als einmal heftigst zum lachen gebracht! Dass sich schließlich auch noch herausstellt, dass Katja ausgerechnet die Tochter des schönen Holgers ist, mit dem sich langsam etwas anbahnt, macht die Sache natürlich nicht besser und Maya's Position als "Stiefmutter" bringt nur noch mehr Unruhen in die Beziehung der beiden Frauen. 


Doch noch bevor Maya in den Genuß dieser Information kommt, beschließt sie, dass sie sich Katjas Verhalten nicht länger gefallen lassen muss und beauftragt ihre Schulfreundin Rachel und ihre Racheagentur, sich um die Angelegenheit zu kümmern. Von nun an sprudelt der ganze Roman nur so von grandiosen Racheplänen, Turbulenzen und allerlei Zickerei und der Leser kommt voll auf seine Kosten!

Holger, der sympathische und nette Nachbar, der immer irgendwie vor Ort ist, wenn es Probleme gibt, wirkt auf den ersten Blick wahnsinnig sympathisch und mit seiner Art scheint er perfekt zu Maya zu passen. Doch nach und nach kommen einem immer mehr Zweifel und irgendwann weiß man auch hier nicht mehr so richtig, woran man bei Holger eigentlich ist. Auch Maya wird sich immer unsicherer, obwohl sie ihn liebt und ziemlich sicher ist, dass er genau der richtige für sie ist! 

Ohne Katja, das kleine Teenager-Biest, welches man manchmal regelrecht schütteln möchte, wäre das Buch nur halb so amüsant und eine wichtige Grundlage würde fehlen - daher bin ich unglaublich dankbar, dass die Autorinnen dieses kleine Monster mit eingebaut haben! Ein kleines bisschen lernen wir Katja immerhin noch besser kennen und schnell merken wir, dass hinter dem bösartigen Teenie doch ein verletztliches Mädchen steckt, das nicht grundlos so mit der neuen Freundin ihres Vaters umgeht. Leider lernen wir sie aber nicht wirklich richtig gut kennen, was ich ein bisschen schade finde, denn das könnte durchaus interessant werden!

Haus-Mitbewohner Schönrichtig, sowie Ladie Grazie (über die ich an dieser Stelle nicht zuviel verraten möchte), waren für den ein oder anderen Lacher gut und machen dieses Buch noch viel mehr zu einem wahren Schatz - denn auf solche Ideen muss man erstmal kommen! 

Insgesamt kann ich euch dieses wunderbare Buch nur absolut empfehlen, denn hier bekommt ihr wirklich etwas geboten! Wer hier einen einfachen Chick-Lit Roman erwartet, einfach gestrickt und quasi stangenware, hat sich schwer getäuscht, denn so etwas originelles wie "Was sich liebt, das rächt sich nicht", habe ich noch selten gelesen! Die Charaktere sind einzigartig und deren Zusammenspiel könnte besser nicht sein. Aus diesem Grund kann ich euch nur den Tipp geben: Lest dieses Schätzchen!!
Wertung: 5 von 5 Sterne!



Ein herzliches Dankeschön an die Autorinnen, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Dienstag, 30. September 2014

[Statistik] Für den September!

Heute Abend möchte ich euch bereits meine September-Statistik vorstellen:

Gelesene Bücher: 7
Geschriebene Rezensionen: 7
Rezensionsexemplare: 5
Gekauft: /
Geschenkt bekommen: /
Gewonnen: /
Bücher auf dem SuB (am Ende des Monats): 75


Fazit: Dieser Monat war Lesetechnisch sehr viel besser, als der Vormonat! Dies lag jedoch auch vorallem daran, dass ich 2 Wochen Urlaub hatte und nochmal knapp 2 Wochen mit heftigster Grippe flach lag... Immerhin ist mein SuB gewaltig geschrumpft, was ich ganz gut finde - weiter so, ist mein Motto :D

[Rezension] Erich Ohser - Vater und Sohn - Band 1

Inhalt
Vater und Sohn, die beiden liebenswerten Bildgestalten aus der Feder von Erich Ohser alias e.o.plauen, werden 80 Jahre alt! Pünktlich zu diesem runden Geburtstag gibt es die drei »Klassiker«-Bände mit je 50 Vater und Sohn-Geschichten in attraktiver neuer »Verpackung« und Gestaltung. Ob in den 1930er-Jahren oder heute: Millionen Leser schmunzeln über das herzensgute Paar, das mit viel Menschenliebe und Pfiffigkeit, Fantasie und Spielfreude seine Alltagsabenteuer besteht. (Kurzbeschreibung von www.suedverlag.de)


Fazit
Die "Vater und Sohn" - Zeichnungen von Erich Ohser wurden 1934 das erste Mal in einer Zeitung veröffentlicht und sind bis heute populär. Als ich darauf aufmerksam wurde, dass diese Zeichnungen neu veröffentlicht werden, war ich sofort Feuer und Flamme dafür, denn mit diesen Zeichnugen bin ich quasi aufgewachsen. Schon etwa im Jahre 1994, als ich zarte 5 Jahre alt war, setzte sich meine Oma neben mir auf die Küchenbank und erzählte mir etwas zu den Geschichten von Vater und Sohn. Bis heute muss ich schmunzeln, wenn ich daran denke und aus diesem Grund möchte ich euch meine Gedanken zu diesen wundervollen Zeichnungen einfach mal etwas näher erläutern. 

Wenn ich die erste Seite aufschlage, werde ich direkt ins Geschehen hineingeworfen und bekomme sofort einen Einblick in die Beziehung zwischen Vater und Sohn. In den folgenden Zeichnungen, die trotz ihrer Einfachheit außerordentlich aussagekräftig sind, lernt man nicht nur einige Facetten der beiden "Protagonisten" kennen, sondern wird ebenso von ihrer gegenseitig herzerweichenden Art überwältigt. Auch die Schadenfreude, die die beiden häufig an den Tag legen, bringt einen mehr als einmal zum lachen, genauso wie die Tatsache, dass sowohl Vater, als auch Sohn, außerordentlich schlechte Verlierer sind. In den Zeichnungen wird deutlich, dass sich die beiden sehr ähnlich sind, für jeden Spaß zu haben und einfallsreicher, als so manch anderer. Trotz der Tatsache, dass der Vater mit den Verhaltensweisen seines Sohnes nicht immer einverstanden ist, oft schnell zornig wird und den Sohn bestraft, so hat er doch meist ein schlechtes Gewissen.
Am Ende des Buches erfahren wir etwas über den mittlerweile verstorbenen Autor und seine Bildgeschichten, die schon seit einigen Jahrzehnten durch die Welt geistern. Außerdem ist im Anhang ein Quellenverzeichnis abgedruckt, in dem vermerkt wurde, aus welcher Zeitung die jeweilige Zeichnung kopiert wurde - was ich selbst recht faszinierend finde, denn grundsätzlich ließe sich die Zeitung bestimmt noch irgendwo in einem Berliner Archiv finden. Das wäre doch mal spannend herauszufinden!


Insgesamt kann ich euch dieses wundervolle Buch voller Zeichnungen nur empfehlen, denn auch wenn man keine Kindheitserinnerung damit verbindet, so macht es doch Spaß, in die Geschichten von Vater und Sohn einzutauchen. Nicht immer braucht man dafür Worte, musste ich feststellen, denn trotz ihrer Einfachheit erzählt sich die Geschichte durch die Bilder von selbst und die Zeichnungen sprechen für sich. Jedem Fan toller Geschichten, der nicht unbedingt Farbe und Sprechblasen braucht (wobei es die Zeichnungen von Vater und Sohn auch coloriert gibt!), kann ich dieses wundervolle Büchlein nur empfehlen und ich bin sicher, es wird euch einige tolle Momente bescheren!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Sonntag, 28. September 2014

[SuB-Nachschub] Ein bisschen was für meinen SuB!

Die letzten Tage erreichte mich so einiges an Buch-Nachschub, den ich euch nun gerne vorstellen würde!

Tag der Nacht - Marcel Fenske-Pogrzeba

Tag der Nacht erzählt die Geschichte von Mara, einem jungen Mädchen, dass mit ihrer Mutter nach Schweden zieht, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch statt sich in ihre neue Heimat einzugewöhnen, lässt sie sich von dem Troll Osol in eine mythische Welt voll Geister und Fabelwesen ziehen. Bei einem Unfall tötet sie einen Troll und wird dazu verpflichtet, seine Rolle als Leiter der Seelen einzunehmen. Von diesem Moment an zeigt sie zusammen mit Osol, dem jüngeren Bruder des Toten, den Seelen Verstorbener den Weg nach Nibelheim, dem Reich der Toten. Doch hinter den Kulissen der heilen Welt der Trolle herrscht Verrat und Angst. Der Tod von Osols Bruder löst einen Krieg in der mythischen Welt aus. Die Geschichte bewegt sich zwischen der realen Welt auf der Insel Orust und Jotunheim, der Heimat der Trolle. Während Mara versucht, ihre Aufgabe zu meistern, den Seelen ihren Weg zu leiten, muss sie sich gleichzeitig mit den Konsequenzen ihres Handelns auseinandersetzen. Ihre Mutter gerät in Panik, als ihre Tochter für zwei Tage spurlos verschwindet. Auch in Jotunheim ist nichts mehr wie es war, denn der Tod des Trolls weicht die Grenzen zur Welt der Toten auf. Immer wieder muss sich Mara der Frage stellen, wie viel Menschlichkeit noch in den Seelen der Toten steckt und ob ein Krieg die Lösung für die Bedrohung aus Nibelheim sein kann. In Tag der Nacht werden viele Elemente aus nordischen Sagen aufgegriffen und in ein neues Licht gerückt. Trolle, Hexen, Geister, Elfen und Feen sowie Vogel- und Wolfsmenschen bevölkern Jotunheim, ein Reich zwischen Tradition, Magie und moderner Technologie. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)

Was sich liebt, das rächt sich nicht - Rose Snow
Maya ist wieder Single - und dabei kann es auch gerne bleiben. Denn die chaotische Maya stolpert beinahe prinzipiell von einer Katastrophe in die nächste. Gerade erst hat sich der Ex als Betrüger entpuppt, nun stellt sich heraus, dass die neue Wohnung auch nicht viel besser ist: Umgeben von neurotischen Nachbarn und der verrücktesten Hausordnung der Welt wird die Probezeit zum gelebten Horror. Einziger Lichtblick ist der gutaussehende Nachbar Holger, in den sich Maya auch prompt verliebt. Leider wird aus Wolke sieben ganz schnell Hölle acht – denn Holger hat nicht nur ein Geheimnis, er betrügt Maya auch noch. Grund genug, es ihm so richtig heimzuzahlen. Wie gut, dass Mayas durchgeknallte Freundin eine Racheagentur leitet. Ohne Mayas Zutun entspinnt sich ein verhängnisvoller Plan, der plötzlich verdammt schiefläuft ... (Kurzbeschreibung von www.amazon.de) 


Vater und Sohn, Band 1 - Erich Ohser
Vater und Sohn, die beiden liebenswerten Bildgestalten aus der Feder von Erich Ohser alias e.o.plauen, werden 80 Jahre alt! Pünktlich zu diesem runden Geburtstag gibt es die drei »Klassiker«-Bände mit je 50 Vater und Sohn-Geschichten in attraktiver neuer »Verpackung« und Gestaltung. Ob in den 1930er-Jahren oder heute: Millionen Leser schmunzeln über das herzensgute Paar, das mit viel Menschenliebe und Pfiffigkeit, Fantasie und Spielfreude seine Alltagsabenteuer besteht. (Kurzbeschreibung von www.suedverlag.de)


Magisterium - Der Weg ins Labyrinth - Holly Black / Cassandra Clare
Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium. Der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre zu gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de) 


Moos. Fisch. Rinde. Blatt: Genuss der Landschaft 
- V. Brienza/L. Martini/M. Rathmeyer
Valentino Brienza und Luisa Martini, lieben die Vielfalt, die uns die Natur schenkt. Die beiden, die derzeit auf dem Luxuskreuzfahrtsschiff "Seacloud" kochen, haben über Monate mit verschiedensten Zutaten aus Wald, Wiese, Feld und Wasser experimentiert, um auf ganz neue Geschmacksinspirationen zu kommen. Und der Versuch hat sich gelohnt: Anhand von 60 kreativ-raffinierten Rezepten zeigen die zwei Jungköche mit ihrer Freestyle-Naturküche erfrischende Möglichkeiten auf, Grenzen auszuloten, Genuss neu zu definieren. Mit ungewöhnlichen Zutaten wie Moos, Rinde oder Birkensaft, aber auch Holzkohle und Sägemehl bringen Brienza und Martini Abwechslung in den Haushalt. Und beweisen damit, dass man praktisch alles kulinarisch verwerten kann, was in der Umgebung wächst. Dabei ist ihr Credo: Möglichst nichts wegwerfen, alle Teile verwerten. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de) 

Donnerstag, 25. September 2014

[Ebook - Rezension] Gabriel Namara - Claires Bestrafung



Inhalt
Bob "Oscar" Kisiensky ist ein Junge, der von seiner Mutter stets nur schikaniert wird. Er lernt einzig aus ihren Bestrafungen und Liebe ist für ihn ein Fremdwort - eigentlich, denn er liebt die schöne Nachbarstochter Claire. Doch Claire ist unnerreichbar für ihn, sagt zumindest Bob's Mutter und redet ihm damit ein, dass kleine dicke Jungen niemals eine Chance haben, bei solch hübschen Mädchen. Eines Tages begegnet er Claire auf der Straße und seltsamerweise weiß sie nicht nur ganz genau, was im Hause Ksiensky abläuft, sondern zeigt auch noch eine Menge Mitgefühl, mit dem gepeinigten Jungen. Was Bob nicht weiß: es handelt sich um einen Hinterhalt und das End vom Lied ist, das Bob gefesselt im Keller seines Elternhauses sitzt und seine Hoden mit dem Hammer zertrümmert bekommt - von seiner eigenen Mutter. 

Bald schon ist Bob's bzw. Oscars einziges Ziel die Rache an Claire, doch dafür muss er üben. Üben, bis er gut genug ist, um Claire angemessen zu bestrafen. 

Erster Satz des Buches
"Atme. Er beobachtete das geschundene Reh, wie es da lag und atmete."

Fazit
"Claire's Bestrafung" ist der erste Teil der Trilogie um Claire und Bob/Oscar, von Gabriel Namara. Eigentlich wollte ich mich ja von Ebooks im Allgemeinen eher distanzieren, da ich aktuell keinen Ebook-Reader mehr zur Verfügung habe, mir das Lesen auf dem Iphone zu anstrengend ist und ich mir eigentlich auch keinen Ebook-Reader mehr zulegen wollte. Wie es jedoch in aller Regel so ist, bekommt man genau dann von manchen Büchern vorgeschwärmt oder soviel erzählt, dass man sie einfach lesen MUSS. So war es auch bei "Claire' Bestrafung", der Übeltäter war dieses Mal meine eigene Mutter. Genau wie ich war sie schon immer eine Leseratte, ist jedoch eher im Bereich Krimi/Thriller unterwegs. Im Grunde lese ich dieses Genre auch ganz gerne, muss aber auch wirklich Lust darauf haben, sonst wird das nix, mit dem Buch und mir. Von diesem Roman erzählte sie mir jedoch so viel, dass ich neugierig wurde und einfach anfangen musste zu lesen!

Bob ist ein dicklicher Junge in der Pubertät, der unter den Quälereien seiner Mutter massiv zu leiden hat. Schon zu Beginn des Buches bekommen wir einen Einblick in die Erziehungsmaßnahmen dieser Frau und schon die ersten Seiten versetzen einen als Leser in einen Zustand, der wohl mit nichts besser als Fassungslosigkeit und Kopfschütteln zu beschreiben wäre. Bobs Mutter backt dem Jungen, den sie ohnehin für zu dick hält, einen Schokoladenkuchen, den er ganz aufessen muss - ob er will oder nicht. Tapfer stopft Bob Stück für Stück in sich hinein und als das letzte Stück geschafft ist, übergibt er sich postwendend auf den blankgeputzten Linoleum-Boden. Der Kommentar seiner Mutter, der auf diese Aktion hin folgt ("Du bist so ekelhaft fett. Dicke Jungs kriegen keine hübschen Mädchen. Daran solltest Du denken, wenn Du Dich so vollstopfst, Du verfressenes, kleines Hündchen. Du bist genau wie Dein Vater. GENAU SO wie Dein Vater.") fördert nun auch den Brechreiz des Lesers und ich für meinen Teil fühlte mich ein bisschen schlecht, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Ich wollte wissen, was weiterhin mit Bob passiert. In diesem Stadium empfindet man noch Mitleid, mit dem armen, gequälten, misshandelten Jungen, der wohl sein Leben lang schon nichts als Schikane ertragen musste. Wie ihr vielleicht ahnt, bleibt es nicht dabei, dass Bob nur essen muss, bis es ihm sinngemäß aus den Ohren kommt, er
muss es natürlich auch noch aufwischen. Und am nächsten Morgen nochmal darüber wischen. Und die Küche putzen, während seine Mutter Kuchenteig auf den Boden wirft. Und die Reste auflecken. Ich könnte diese Reihe endlos weiterführen, doch dann würde ich zuviel vorneweg nehmen und ich bin der Meinung, dass ihr dies definitiv mit eigenen Augen lesen solltet. 


Doch wie sagt man so schön? Ein Unglück bleibt selten allein und so trägt es sich zu, dass Bob das wunderschöne Nachbarsmädchen kennenlernt. Wie durch ein Wunder kennt sie seine Situation zuhause, zeigt Mitgefühl, wie es Bob noch nie erlebt hat und nimmt sich seiner an - doch nicht ohne Hintergedanken. Claire führt den armen Jungen hinters Licht und so trägt es sich zu, dass er sich nicht nur verraten und verkauft fühlt, sonder auch noch körperlich darunter leiden muss. Weil Claire behauptet, Bob hätte sie vergewaltigt, wird er von seiner eigenen Mutter bestraft - mit einem Hammerschlag auf seine Hoden. Wir machen einen Zeitsprung und als Bob, der sich nun Oscar nennt, sich wieder etwas erholt hat, beginnt er zu üben. Zu üben für die Rache an Claire. Und das, ist mehr als grausam... Spätestens ab da verliert man dann aber jegliches Mitleid und jegliche Sympathie, für den armen, gequälten Bob, denn ab diesem Zeitpunkt entwickelt er sich zum Serienkiller par excellence. 

Dieser Roman ist vieles.. Grausam. Blutig. Hardcore. Haaresträubend. Nervenkitzelnd. Aber trotz all der Schaurigkeit absolut genial, denn er verliert nie an Spannung und die Handlung zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Man erfährt nicht nur, was Oscar für bösartige Taten begeht, sondern taucht auch noch in das Leben eines der "Opfer" ein, was die ganze Geschichte noch dramatischer macht. Man fühlt sich der Situation viel näher, erlebt alles auf viel lebendigerer Ebene und fragt sich mehr denn je, welch abartige Fantasie dieser Autor mit sich herumträgt. Trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen und dringt ein, in eine Welt voller Gewalt, Tod und Grausamkeit, der man sich nicht so schnell entziehen kann. Dieser Roman ist nichts für zartbeseitete Seelen, bietet aber jedem Hardcore-Horror-Fan einen grandiosen Lesespaß.   


Wertung: 5 von 5 Sterne!