Montag, 7. April 2014

[Rezension] Poppy J. Anderson - New York Titans 06 - Kein Mann für die Ersatzbank

Inhalt
Bobby O'Connor ist eine erfolgreiche Sportagentin, die sich in der Männerwelt gut zu behaupten weiß. Von allen geachtet und eher als Kumpeltyp angesehen, kommt sie in ihrem Job super zurecht und auch vor riesigen Footballern, die ein Auge auf sie geworfen haben, macht ihre großmäulige Art nicht halt. Als Jack Armstrong die taffe Frau kennenlernt, werden die beiden schnell beste Freunde, doch irgendwann fällt Jack auf, dass Bobby eine sehr attraktive Frau ist...

Erster Satz des Buches

">Kannst Du mir nochmal erklären, weshalb wir das Spiel jetzt bei mir schauen müssen?<"

Fazit 

"Kein Mann für die Ersatzbank" ist ein Roman der Autorin Poppy J. Anderson und Band 6 der "New York Titans" - Reihe. Bei diesem Roman handelt es sich, im Gegensatz zu den anderen Geschichten um eine Kurzgeschichte. Wie euch mittlerweile sicherlich bekannt sein dürfte, bin ich brennender Anhänger der New York Titans Romane, weswegen ich mir auch diesen Band nicht entgehen lassen durfte.

Im Vergleich zu den anderen Romanen geht es hier nicht um einen der Titan's Spieler, sondern um die Sportagentin Bobby O'Connor, die den Spieler Quinn Atherton vertritt. Die New York Titan's Spieler kommen zwar zweitrangig ab und an vor, die Hauptprotagonistin ist jedoch Roberta "Bobby" O'Connor. Durch einen Zufall, und ihren Arbeitskollegen Mike, lernt Bobby den Staatsanwalt Jack Armstrong kennen, mit dem sie sich recht schnell anfreundet. Insgesamt ist Bobby eher nicht "typisch Frau", zumindest nicht die Art, wie sie selbst das typische "Weibsvolk" beschreibt. Sie ist ganz und gar nicht bescheiden, findet zurückhaltende Bescheidenheit ganz fürchterlich, hat einen derben Humor und ist viel eher ein Kumpeltyp, doch genau das hat sie von Anfang an wahnsinnig sympathisch gemacht, denn auch ich fühle mich oft, wie Bobby: mit Frauen kann ich nicht viel Anfangen und die meisten meiner Freunde sind Männer, denn mit ihnen ist das Leben definitiv einfacher. Aus ihrer Sicht gesehen bin ich also auch keine typische Frau und soll ich euch was sagen? Das ist gut so! 

Privat hat Bobby mit dieser Art jedoch ein ziemlich großes Problem, denn keiner ihrer männlichen Freunde nimmt sie wirklich als Frau war und ihre Umgebung macht es ihr da auch nicht wirklich einfacher. 

Als Bobby dann Jack kennenlernt, verstehen sich die beiden sofort blendend und als er ihr sogar eine Wohnung vermittelt, werden die beiden richtig dicke Freunde. Sie beginnen regelmäßig zusammen zu joggen und Basketball zu spielen und verstehen sich immer und immer besser. Und genau da fangen die Probleme an...

Jack und Bobby sind das perfekte Team - beide schlagfertig und mit absolut grandiosem Humor, die sich absolut perfekt ergänzen! Es macht Spaß, den beiden zuzuschauen und ihre Dialoge zu lesen, den nicht nur einmal muss man bei den hitzigen Debatten der beiden Schmunzeln. Als sich die beiden dann nach ein paar (vielen) Drinks näherkommen und im Bett landen, ist das Chaos am nächsten Morgen perfekt, denn eigentlich weiß Bobby, dass sie niemand wirklich als Frau wahrnimmt und geht davon aus, dass sie nur ein One-Night-Stand für zwischendurch war. Natürlich hat sie Angst, die Freundschaft mit Jack zu zerstören, weswegen sie die Fronten schnell klärt und ihm sagt, dass für sie nur eine Freundschaft in Frage kommt. Trotzdem herrscht ab diesem Zeitpunkt eine gewisse Spannung zwischen den beiden, die auch Bobby nicht leugnen kann.

Jack war mir zu Beginn eigentlich sehr sympathisch und seine lustige und lockere Art konnte er auch durch das Buch hinweg immer wieder beweisen. Normalerweise verstehe ich auch recht viel Spaß und bin für kleine Sticheleien absolut zu haben, aber es gibt eine Szene, in der Jack seinen Arbeitskollegen besucht und dessen Frau versucht, ihn mit ihrer Cousine Holly zu verkuppeln. In dieser Situation wirkt Jack auf mich einfach nur total arrogant und fürchterlich, auch wenn ich seine Gedankengänge, bezüglich Holly, durchaus nachvollziehen kann. Trotz dieses kleinen "Faux pas" bleibt er aber durchaus sympathisch und man kann ihm seinen kleinen Aussetzer durchaus noch verzeihen - kann ja jedem Mal passieren. 

Insgesamt muss ich sagen, dass dieser Roman zwar irgendwie ein typischer Poppy J. Anderson Roman ist, aber trotzdem etwas am typischen Charme der übrigen Titans-Romane einbüßen musste. Man merkt ziemlich deutlich, dass dieser Roman eine reine Unterhaltungsliteratur darstellen soll, denn von den tiefgreifenden Themen, die in den letzten Romanen immer vertreten waren (z.B. im Roman zuvor das "Brustkrebs-Thema"), ist hier nichts zu sehen. 

Wertung: 4 von 5 Sterne!

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