Sonntag, 6. Juli 2014

[Rezension] Poppy J. Anderson - Beim zweiten Mal küsst es sich besser

Inhalt 
Eigentlich wohnt die 31-jährige Kate mit ihrem Verlobten in Los Angeles. Eigentlich. Bis zu dem Tag, an dem sie ihn in flagranti mit der Nachbarin auf ihrer selbstfinanzierten Couch erwischt. Daraufhin beschließt sie, kurzfristig erst einmal bei ihrer Großmutter in einer kleinen Stadt in Texas unterzukommen und sich dort ein bisschen umsorgen zu lassen. Kate's Großmutter ist nicht nur eine willkommene Ablenkung für die Betrogene, sondern macht zufällig auch noch die besten Kuchen der ganzen Welt! Außerdem besitzt sie eine kleine, sehr gut gehende Bäckerei, bei der ihr Kate unterstützend unter die Arme greift. Abschalten gelingt Kate jedoch nur kurz, denn schneller als ihr lieb ist, begegnet sie ihrem ehemals besten Freund und Ex-Freund Hugh, der nun auch noch Bürgermeister dieses kleinen Ortes ist und dem sie kaum aus dem Weg gehen kann. Der Kleinstadt-Tratsch nimmt seinen Lauf und schon bald geht das Gerücht um, dass Kate und Hugh heftig flirten! Doch an diesem Gerücht ist doch nichts dran... oder?

Erster Satz des Buches
"Kate Stuart fur langsam durch die bekannten Straßen der kleinen Stadt Hailsboro im östlichen Texas und konnte nicht glauben, dass sie ausgerechnet hier wieder gelandet war."

Fazit

"Beim zweiten Mal küsst es sich besser" ist ein Kurzroman der Autorin Poppy J. Anderson. Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich eine kleine Obsession für die Autorin hege und ihre Romane regelrecht verschlinge! Daher musste ich natürlich auch diese Kurzgeschichte lesen und möchte ich nun wieder einmal ein bisschen davon vorschwärmen!

Wenn wir die erste Seite aufschlagen, dann begeben wir uns in die Welt von Kate, einer 31-jährigen jungen Frau, die gerade auf dem Weg zu ihrer Großmutter ist, um dem Leben in der Großstadt zu entfliehen. Nachdem sie ihrem Verlobten den Laufpass geben musste, weil sie ihn mit der Nachbarin in flagranti auf IHRER Couch erwischt hatte, braucht unsere Kate einfach mal eine Auszeit und beschließt, sich in ihrer Heimatstadt etwas auszuruhen. Während sie die ersten Tage nach ihrer Ankunft erst einmal auf dem Sofa verbringt und sich mit allerlei Leckereien vollstopft, beäugt ihre Großmutter Bessie sie kritisch und beschließt eines Tages, dass es damit erst einmal genug ist. Sie schleppt Kate auf eine der Stadtversammlungen, damit sie endlich wieder einmal unter Leute kommt, doch Kate ist nur wenig begeistert. Insbesondere die Tatsache, dass die Stadtbewohner von Hailsboro nicht gerade wenig tratschen und sehr an ihrem Liebesleben interessiert sind, lässt sie nur wiederstrebend zustimmen. Dort angekommen muss Kate nicht nur feststellen, dass ihre Meinung einfach mal übergangen wird, sondern auch noch ihr ehemals bester Freund und ehemaliger Liebhaber Hugh der neue Bürgermeister der Stadt ist! Fluchend versucht sie ihm aus dem Weg zu stehen, sieht sich ihm jedoch nach kurzer Zeit trotzdem gegenüber und ein Gespräch zwischen den beiden wird unausweichlich. Schnell wird klar, dass damals etwas gravierendes vorgefallen sein muss, denn die Beziehung der beiden endete unter verherrenden Umständen, die uns jedoch zu Beginn des Buches noch verschwiegen werden. Im Laufe des Romanes freunden sich Hugh und Kate dann, trotz immenser Zweifel, wieder an und am Ende muss sich Kate fragen... kann sie ihm tatsächlich verzeihen? Für den Leser besteht in allererster Linie also die Frage: Was ist überhaupt zwischen den beiden passiert? Und: wie geht es weiter?

Wie eigentlich in allen Romanen von Poppy J. Anderson muss ich wirklich sagen, dass mir die kompletten Protagonisten einfach sympathisch waren. Kate ist eine 31 jährige Frau, die mit ihrem Leben eigentlich ganz glücklich war, wird durch eine "Zufallsbegegnung" aus ihrem Leben herausgerissen und erkennt dann, dass es vielleicht doch nicht so ganz das gelbe vom Ei war. Also nimmt sie ihr Leben in die Hand und reist zu ihrer geliebten Großmutter, die in ihrem Elternhaus wohnt und eine kleine Bäckerei betreibt, die - laut Kate- einfach die weltbesten Kuchen backt und versucht, dort erst einmal wieder mit sich ins reine zu kommen. Ich für meinen Teil konnte mich absolut in Kate hineinversetzen, ihre Sorgen, ihre Bedenken und Ängste, aber auch, dass sie sich zu ihrer Oma begibt, wenn sie sich am Tiefpunkt ihres Lebens befindet und einfach mal bemuttert werden möchte. Gerade in ihre Gefühlswelt bezüglich Hugh, die sich im Laufe des Romanes stetig wandelt, bekommen wir einen tiefen Einblick und wünscht sich einfach ein Happy End für die beiden! 


Auch Hugh, ein sympathischer, charismatischer junger Mann, der in seiner Jugend den ein oder anderen dummen Fehler begangen hat, lässt uns irgendwann doch ziemlich in seine Karten schauen und macht eigentlich keinen Hehl mehr aus seinen Gefühlen für Kate. Man merkt recht schnell, dass er nicht nur mit ihr "befreundet" sein möchte und sich sehr nach der Zeit zurücksehnt, in der die beiden ein Paar waren. 

Kates Großmutter Bessie ist ein Kaliber für sich, mit einigen konservativen Ansichten - die uns jedoch immer ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern (besonders, wenn Hugh dafür wieder einmal die Gratisplätzchen versagt werden), mit einer Herzensgüte, wie ich sie manchem nur Wünschen würde. Jeder von uns wünscht sich wohl eine Großmutter wie Bessie, mit einer wahnsinnig tollen Bäckerei, einem großen Herzen und einer Fürsorge, wie sie jeder Großmutter zu eigen sein sollte! Ohne Bessie wäre dieser Roman nur halb so schön und auch die Klatsch- und Tratschliebende Gemeinde, die sich alltäglich in der kleinen Bäckerei versammeln darf nicht fehlen!

Insgesamt kann ich euch diesen wunderbaren Kurzroman einfach nur empfehlen, denn er sprüht, wie immer, vor Witz und Charme, wundervollen Charakteren und einer fantastischen Geschichte! Daher kann ich nur sagen: Lesen!




Wertung: 5 von 5 Sterne!

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