Freitag, 28. Februar 2014

[Statistik] Für den Februar!

Hallo ihr lieben! 
Und hier meine Statistik für den Februar: 
  Gelesene Bücher: 6
Geschriebene Rezensionen:
6
Gelesene Seiten: 1494
Gekaufte Bücher: 0
Rezensionsexemplare: 3
Geschenkt bekommen: 0 Gewonnen: 0
Bücher auf dem SUB (am Ende des Monats):  93


Fazit:Eine deutliche Steigerung zum Vormonat ist auf alle Fälle sichtbar! Ich habe sehr viel mehr gelesen und rezensiert und ich hoffe, das ich auch in den folgenden Monaten die Zeit dafür finden werde :)

[Ebook-Rezension] Birgit Kluger - Küss niemals Deinen Ex

Inhalt
Jana Weiss ist spirituelle Lebensberaterin und leidet - nicht umsonst - unter einem chronischen Mangel an Geld. Da ihre Schwester umso erfolgreicher als Anwältin arbeitet, bleibt ihr nichts anderes übrig, als einen Auftrag von ihr anzunehmen und sich dadurch ein wenig aus der Finanzkriese zu hangeln. Mit Hilfe ihrer Fähigkeiten aus Tarotkarten zu lesen, soll Jana den verschwundenen Erben eines Mannes ausfindig machen und findet nur allzu schnell heraus, dass er sich auf Ibiza befindet. Jana reist ihm hinterher und versucht ihn zu finden, doch als sie das geschafft hat, ist es der reinste Schock: Der gesuchte ist kein anderer, als ihr Ex-Freund. Doch damit ist ihr Auftrag noch lange nicht beendet, denn die Aufgabe gestaltet sich schwieriger, als gedacht ...

Erster Satz des Buches
"Mein Auftritt hätte unauffälliger nicht sein können."
 

Fazit

"Küss niemals Deinen Ex" ist ein Roman der Autorin Birgit Kluger. Aufmerksam wurde ich auf diesen Roman, weil mich die Autorin selbst angeschrieben und mir ein Rezensionsexempar angeboten hatte. 

Jana Weiss ist eine sympathische junge Frau, der es wohl so geht, wie einigen von uns: das Monatsende ist noch weit und der Stand des Kontos bewegt sich bedenklich in Richtung Null. Zusätzlich geben ihr ihre Tarotkarten seit längerem keine Auskunft mehr, was ihr natürlich zusätzliche einbußen beschert. Umso besser, dass ihre Schwester, eine erfolgreiche Anwältin, einen Auftrag für sie bereithält: Sie soll für einen ihrer Klienten einen Vermissten ausfindig machen. Thorsten Hermes, der zukünftige Erbe des Klienten, muss gefunden werden und schon nach kurzer Zeit entdeckt Jana, dass sich der vermeintlich vermisste auf der Partyinsel Ibiza befindet. Frohen Mutes reist sie also nach Ibiza und begibt sich auf die Suche. Bald schon wird sie in einem Nachtclub fündig und ist völlig überrascht: Beim Vermissten handelt es sich nicht um einen gewissen Thorsten Hermes, sondern um keinen anderen als ihren Ex-Freund Lex! Der jedoch geht ihr eher aus dem Weg und Jana beginnt mit ihrer Spurensuche... Ihre beste Freundin Vanessa lässt sich natürlich nicht lumpen und folgt ihr ungefragt auf die schöne Insel. Gemeinsam versuchen die beiden das Geheimnis um Thorsten/Lex zulösen und stoßen dabei auf einige Schwierigkeiten...


Jana selbst war mir sehr sympathisch, denn sie wirkt immer frisch und frech, einfach menschlich und nicht wie eine Romanfigur. Besonders gut gefiel mir auch ihre beste Freundin Vanessa, sie wirbelt stets umher und bringt frischen Wind in die ganze Geschichte! Lex (oder Thorsten Hermes) war mir einerseits sympathisch, wie suspekt, denn er wirkt sehr undurchsichtig und werkelt im Hintergrund mehr, als Jana zu Beginn noch bewusst ist. Außerdem scheint er ihre Gefühlswelt zu manipulieren und ihre wieder aufkeimenden Gefühle für ihn zu benutzen, um an Informationen zu kommen. Doch meistens ist es anders als man denkt und so wird man auch vom Charakter des Lex noch überrascht. 


Die Geschichte an sich beginnt als mehr oder weniger gewöhnlicher Chick-Lit Roman, wird aber schnell aufgepeppt und kommt mehr in Fahrt. Es geht rasant zur Sache und man wird schneller in kriminelle Machenschaften verwickelt, als einem bewusst ist! Dies ist auch der einzige Minuspunkt, den ich an diesem Roman wirklich benennen muss: In manchen Szenen kommt es einem so vor, als ob der Protagonist träumt, denn sie wirken nicht angepasst an die Situation, regelrecht surreal und viel zu schnell. So gibt es keinen Spannungsaufbau und es passiert einfach von jetzt auf gleich irgendein "Unglück" oder eine unvorhergesehene Situation. Gegen Ende des Buches legt sich das jedoch und das Finale ist spannungsgeladen und turbulent. 

Insgesamt kann ich euch dieses Buch jedoch nur empfehlen, denn die Charaktere sind sympathisch, die Geschichte voller Emotionen jeglicher Art und die Hauptstory verläuft anders, als man es erwarten würde. Daher eine ganz klare Kaufempfehlung.

Wertung: 4 von 5 Sterne!

Mittwoch, 26. Februar 2014

[Rezension] Gavin Extence - Das unerhörte Leben des Alex Woods

Inhalt
Als Alex Woods zehn Jahre alt ist, wird er von einem Meteoriten getroffen - und zwar im eigenen Badezimmer. Doch nicht nur das ist an seinem Leben spektakulär. Mit einer Hellseherin als Mutter merkt man recht schnell, dass man bei den Mitschülern einen schweren Stand hat und als Junge, der einst von einem Meteoriten getroffen wurde, ist das Leben ohnehin nicht leicht. Als er 7 Jahre später mit 113 Gramm Marihuana an der Grenze erwischt wird und auch noch eine Urne voller Asche auf dem Beifahrersitz mit sich führt, wird er natürlich geschnappt und beginnt, seine Lebensgeschichte zu erzählen...

Zitate
"Falls Sie es nicht wissen: In der Mittelstufe, besonders am Anfang, wird Vielfalt nicht geschätzt. In der Mittelstufe ist anders zu sein das schlimmste Verbrechen, das man begehen kann."

"Es ist möglich, Ordnung im Chaos zu entdecken, und es ist gleichfalls möglich, Chaos hinter einer augenscheinlichen Ordnung wiederzufinden. Ordnung und Chaos sind schlüpfrige Begriffe. Sie sind wie Zwillinge, die manchmal die Kleider tauschen. Ordnung und Chaos mischen und überlappen sich hier und da; die Dinge sind oft komplizierter - oder einfacher-; als sie dem ersten Anschein nach wirken. Und häufig kommt es auf den eigenen Blickwinkel an." 

"Angst verzerrt die Welt. Angst lässt uns Dämonen sehen, wo es nur Schatten gibt."

Erster Satz des Buches
"Sie griffen mich in Dover auf, als ich wieder einreisen wollte."

Fazit 
Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Roman des Autors Gavin Extence. Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Roman nur deswegen, weil ich als Buchflüsterer auserwählt wurde und dieses Buch somit zugeschickt bekam. 

Alex Woods begegnet uns zu Beginn des Buches als 17 jähriger, der, wie oben beschrieben, mit einer Menge Cannabis und einer Urne voller Asche an der Grenze von Dover erwischt wird. Daraufhin verhält er sich sehr seltsam, was ihm noch zusätzlich den Unmut des Zollbeamten einbringt. Als er schließlich in einer Gefängniszelle landet und dort erklären muss, weswegen er die Asche eines Toten und diese Menge Cannabis mit sich führt, gibt er Antworten, die kein normaler Mensch akzeptieren würde und erzählt von seiner diagnostizierten partiellen Epilepsie, die ihm noch immer Probleme bereitet. Die Beamten glauben ihm natürlich nicht und so beginnt Alex schließlich damit, die Geschichte seines Lebens zu erzählen. Dabei erleben wir viel wundersames, wie auch interessantes und wir lernen in ihm einen Menschen kennen, der uns ganz deutlich zeigt, wie schwer es Menschen haben, die einfach anders sind. Außerdem wird seine Form der Epilepsie sehr gut erklärt, was für mich, als vielseitig und besonders medizinisch interessierter Mensch, natürlich spannend war. Ein bisschen tauchen wir hier auch in die Psychologie ein, denn besonders seine Angst vor den epileptischen Anfällen lösen bei Alex die Probleme aus und auch sonst geht es viel um das menschliche Denken, Handeln und Fühlen. Zusätzlich philosophiert der kleine (und später große Alex) über viele Dinge und so manchen philosophischen Satz muss man zweimal Lesen, damit einem die wahre Bedeutung tatsächlich bewusst wird - oder manchmal entdeckt man ganz neue Sichtweisen! Fakt ist, das man sich für dieses Buch Zeit nehmen muss und es nicht von heute auf morgen schnell durchlesen kann, sonst verliert man den Blick für das Wesentliche. Somit würde die Geschichte des Alex Woods nur eine oberflächliche Anneinanderreihung seltsamer Gegebenheiten und Gedanken eines jungen Mannes bleiben, die niemand recht nachvollziehen kann.

Auf den ersten Blick wirkt dieses Buch sehr kryptisch und sehr durcheinander - und ich muss euch leider sagen: genau das bleibt es auch. Aber das ist genau das, was diesem Buch so einen wundervollen Charme verleiht und der mich dazu veranlasst hat, dieses Buch zu lesen und zu lieben. Es ist geprägt von einem grandiosen, sarkastischen Humor und auch wenn der schräge Start des Buches eher dazu veranlasst, etwas skeptischer an die Sache heranzugehen, so muss man einfach dranbleiben, denn sonst verpasst man etwas. 

Was Alex Humor angeht, so waren wir voll auf einer Wellenlänge, denn mit Sarkasmus kann ich sehr viel anfangen. So vergleicht er einen seiner Mitschüler zwischenzeitlich mit Hitler, denn: der war früher sicher auch Boshaft und keiner hätte gedacht, dass mal aus ihm wird, was aus ihm wurde. 

Mr. Peterson, den der Junge im Verlauf des Buches kennenlernt und als Freund gewinnt (und dessen Asche er zu Beginn des Buches auch mit sich führt), wirkt zu Beginn wie ein etwas kauziger alter Mann, entpuppt sich aber recht schnell als intelligenter, warmherziger Mensch mit klarem Verstand. 

Insgesamt kann ich euch dieses Buch nur empfehlen - auch wenn es etwas anders ist, als viele von euch vielleicht erwarten würden, anders als andere Jugendromane und anders, als jedes Buch, das man zuvor gelesen hat. Aber ich denke, man muss es einfach selbst gelesen haben, um zu verstehen, wie ich das meine. 



Wertung: 5 von 5 Sterne!

Dienstag, 18. Februar 2014

[Ebook-Rezension] Kerstin Michelsen - Frau Berger wird unsichtbar

Inhalt
Dies ist die Geschichte zweier Menschen, die in völlig unterschiedlichen Zeiten aufgewachsen sind und einander trotzdem brauchen, um den Schritt in eine neues Leben wagen zu können. Die Geschichte von David, dem blutjungen Studenten und Hannelore, der hochbetagten alten Dame, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben und einander nur zufällig begegnen - und doch das Leben des anderen nachhaltig beeinflussen.

Zitate
"Einmal sagte sie, das endlose Überlegen bringe ihrer Erfahrung nach nichts - gerade bei wichtigen Entscheidungen sei es manchmal das Beste, dem Bauchgefühl zu folgen."

Erster Satz des Buches
">Kann ich Ihnen helfen<, fragte ich und so lernte ich Frau Berger aus dem zweiten Stock kennen."

Fazit
"Frau Berger wird unsichtbar" ist ein Roman der Autorin Kerstin Michelsen, die dem aufmerksamen Leser meines Blog's schon das ein oder andere mal aufgefallen sein dürfte - denn bisher habe ich jedes ihrer Bücher gelesen (auch wenn ich eines davon nie öffentlich rezensiert habe). 

Im Grunde genommen geht es in dieser Geschichte hauptsächlich um Hannelore Berger (wie sie nach ihrer Hochzeit heißt), deren Leben in verschiedenen Lebensabschnitten und durch verschiedene Personen durchleuchtet wird. So lernen wir die alte Dame deutlich besser kennen und können uns ein gutes Bild davon machen, wer sie einmal war und auch ein wenig davon, wer sie heute ist. In den Abschnitten, in denen sie uns in der "heutigen Zeit" begegnet, lernen wir eine alte Dame kennen, die überaus sympathisch zu sein scheint, wenn auch - mal mehr, mal weniger - zerstreut. Alles was sie tut, ist für sie wahnsinnig anstrengend, alles ist eine Last und auf Grund ihres fortgeschrittenen Alters fällt ihr vieles schwer. Dazu kommt, dass ihre einzige Tochter und deren Familie in Südafrika lebt und ihr deswegen nicht mal für kleinste Tätigkeiten zu Hand gehen kann. Dementsprechend einsam fühlt sich Hannelore und selbst über diese große Distanz hat sie oft das Gefühl, nur zur Last zu fallen und für ihre Tochter mehr Ballast zu sein, als nützlich. Trotzdem lebt sie scheinbar nur für die Anrufe ihrer Tochter, auch wenn diese zugegebenermaßen recht spärlich stattfinden. 

Die junge Hannelore lernen wir als Mädchen der Kriegszeit kennen, in der sie sich scheinbar heftig in den verheirateten Nachbar verliebt, der als Soldat an der Front ist. Als er für einige Zeit nach Hause zu Frau und Kindern zurückkehrt, beginnen die beiden eine heimliche Liebschaft, die jedoch nur von kurzer Dauer ist - mit gravierenden Folgen. Als der Nachbar dann zurück an der Front ist, ist Hannelore im Glauben, dass er zurückkommen wird und hofft, voller Naivität, dass er dann seine Frau und seine Kinder im Stich lässt und ein neues Leben mit ihr beginnt. 

Wir lernen vieles über Hannelores Leben und erfahren viel über ihre Gefühlswelt, sowohl in der heutigen Zeit, als auch damals. Manchmal kam ich mir beim Lesen so vor, als ob mir eine Frau, die meine Oma sein könnte, ihre persönliche Geschichte gibt, oder mich in ihren geheimen Tagebüchern blättern lässt. Man taucht ein in eine Welt, die sowohl die Vergangenheit, als auch die Gegenwart umfasst und fühlt sich dort als Zuschauer wahrhaftig wohl. Auch Hannelores Gefühle kann man wahnsinnig gut nachvollziehen, sowohl ihre naive und kindliche Art (vorallem weil man bedenken muss, in welcher Zeit sie aufgewachsen ist!), als auch ihre tattrige Art, ihre Einsamkeit und das Gefühl, jedem und immer zur Last zu fallen.

Mir persönlich war Hannelore überaus sympathisch, sie wirkt, wie die nette Omi von nebenan und ehrlich gesagt würde ich mir wünschen, dass ich solch eine Oma hätte. Durch meine Arbeit im Krankenhaus habe ich jeden Tag mit einer Menge alten Menschen zu tun und ich muss zugeben, dass das Bild, das die Autorin von Hannelore entworfen hat, perfekt auf viele der Menschen zutrifft, die ich tagtäglich sehe. Überall die Einsamkeit, das Gefühl zur Last zu fallen und die Freude, wenn sich jemand doch mal wirklich Zeit nimmt, für ein kurzes Gespräch.


Hannelores Tochter Rosemarie lebt seit vielen Jahren in Südafrika und hat sich dort ein eigenes Leben und eine Familie aufgebaut. Durch ihre Gedankengänge, an denen wir hin und wieder teilhaben dürfen, erkennen wir recht deutlich, dass sie sich in einem Zwiespalt befindet, bezüglich der Gefühle gegenüber ihrer Mutter. Einerseits vermisst sie sie schrecklich und hat Sehnsucht nach ihrer Zuneigung, andererseits empfindet sie Verachtung. Die Verachtung rührt daher, da sie als Kind sehr oft alleine gelassen wurde und "nur" Oma Clara zur Verfügung stand. In einer Episode erleben wir dann auch hautnah, wie Rosemarie ihre Kindheit sogar "schöndenkt" und sich einbildet, ihre Mutter wäre da gewesen, statt Oma Clara. Mir persönlich war Rosemarie zwar nicht unsympathisch, ich konnte ihre Abneigung gegenüber ihrer Mutter durchaus nachvollziehen, genauso aber auch die Sehnsucht und der Zwiespalt, in dem sie sich stets wiederfinden muss, trotzdem kam sie eigentlich zu wenig vor, um sich ein richtiges Bild von ihr zu machen.

Student David, der uns direkt im zweiten Kapitel begegnet ist zu Beginn ein Mensch, der in den Tag hinein lebt, viele Liebschaften pflegt und sein Studium vernachlässigt. Von Verantwortung will er nichts wissen und sucht für sich selbst wohl immer den angenehmsten und schönsten Weg. Als er durch Zufall unserer Hannelore Berger begegnet und durch eine seltene Anwandlung plötzlich Hilfsbereit wird (wobei ich nicht glaube, dass er das vorher nicht war, es trat nur nicht zum Vorschein!), erkennt er, dass die Gegenwart älterer Menschen durchaus angenehm sein kann! Bald darauf werden ihm die Besuche bei Frau Berger jedoch wieder zur Pflicht und er bekommt das Gefühl, Verantwortung zu übernehmen - was er aber scheut. Einerseits empfindet er ein gewisses Pflichtbewusstsein, der alten Dame gegenüber, sowie eine gewisse Zuneigung, andererseits liebt er sein Lotterleben und möchte dies auch nicht aufgeben. Innerhalb des Romanes macht David jedoch eine Verwandlung durch, einen Sprung in der Entwicklung und bemerkt, dass ihm das doch ganz gut tut. David war mir von Anfang an sympathisch, denn irgendwie war mir klar, das kein schlechter Kerl hinter dem feierwütigen Studenten steckt, auch wenn er die neu gewonne Freiheit, weitab des Elternhauses, genießt. Als David dann erkennt, was in ihm steckt, wurde er mir sogar noch ein Stück sympathischer und ich bin froh, dass er sich tatsächlich so weiterentwickeln konnte!


Insgesamt vermittelt diese Geschichte gleichermaßen eine gewisse Niedergeschlagenheit, wie auch eine Lebhaftigkeit, die man in meiner Rezension nun vielleicht nicht besonders gut erkennen kann, die das Buch aber trotz der eher nachdenklicheren Thematik bunt und interessant gestaltet. In den verschiedenen Kapiteln wechseln die Erzähler-Protagonisten, sodass man in jeden der wichtigen Charaktere (Rosemarie, Hannelore und David) hinein"schauen" kann und das zu verschiedenen Zeiten. Man macht wahre Jahrzehnt-Sprünge und erlebt zwar verschiedene Personen zu verschiedenen Zeiten, jedoch nie die gleiche Situation aus verschiedener Sicht (was ich gut so finde). Ich persönlich kann euch, aus meiner Sicht, diesen Roman wärmstens ans Herz legen, denn er regt zum Nachdenken an, macht Spaß beim Lesen und lässt uns unsere ältere Generation vielleicht mal mit ganz anderen Augen sehen - was nie verkehrt sein kann.

Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ein herzliches Dankeschön an die Autorin, für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplares!

Sonntag, 16. Februar 2014

[SuB-Nachschub] Neues für den Stapel!

In den letzten Tagen trudelten bei mir einige Bücher ein, die ich euch gerne vorstellen würde. Bei allen dreien handelt es sich um Rezensionsexemplare, eines davon bekam ich, weil ich Buchflüsterer bei buecher.de bin. 

Butler/Moseley - Schmerzen verstehen
Schmerzen zeigen häufig eine schwer therapierbare Symptomatik. Patienten können jedoch selbst den Schmerz beeinflussen, wenn sie die dahinter stehenden Prozesse besser verstehen – dafür gibt es wissenschaftliche Belege. Das Buch setzt hier an und vermittelt den aktuellen Wissensstand zur Entstehung und Verarbeitung von akutem und chronischem Schmerz. Die Autoren machen die komplexen Inhalte in spannenden Geschichten verständlich und leiten Patienten an, ihre Schmerzen – mit oder ohne therapeutische Begleitung - zu lindern oder sogar zu überwinden. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)


Kira Gembri - Für immer, zwischen Schatten und Licht
Fünf Monate nach der verhängnisvollen Nacht im Steinbruch ist Lily mit Rasmus immer noch überglücklich. Nun will sie ihm endlich die "drei magischen Worte" sagen. Welche Gelegenheit wäre dafür wohl passender als ein Schulausflug zum Zelten? Die romantische Stimmung wird jedoch durch eine unheilvolle Nachricht zerstört: Abermals droht ein Kampf zwischen Schatten und Licht. Dann taucht auch noch ein verflixt hübsches Mädchen aus Rasmus‘ Vergangenheit auf, und die Situation beginnt, Lily endgültig über den Kopf zu wachsen ...  (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)


Gavin Extence - Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Leben keinen Plan hat

Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen. Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte. Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat … (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)




Dienstag, 4. Februar 2014

[Rezension] Michael Bundy Roth - Schmetterlingspoesie Band 1 und Band 2

Inhalt
“Ich fuhr schon immer (viel zu schnell) Motorrad, verlor auf der Straße viele Freunde, und wechselte dann auf die Rennstrecke, wo ich mich seit über 20 Jahren ausschließlich rumtreibe.

Und seit mehr als drei Jahren schreibe ich auch noch Gedichte. Diese für mich früher undenkbare Kombination habe ich Eric zu verdanken, einem Freund, der mich im September 2009, am Tag, an dem er mit seiner Yamaha verunglückt war, als Schmetterling “besucht” hat, – auf dem Lausitzring. Damals wusste ich aber noch nicht, dass er es war.
Bis er sich eine Woche später, kurz vor seiner Beerdigung, auf genau dieselbe Weise von seiner Schwester und seiner Mutter verabschiedete. 

Seitdem glaube ich nicht mehr an den Tod, – und seitdem schreibe ich jeden Tag Gedichte. Woher sie kommen, weiß ich nicht, – und es ist mir auch egal…Vielleicht ist es meine Aufgabe in diesem Leben, Erics Botschaft, dass keiner jemals wirklich geht, an die Menschen weiterzugeben, und wenn nur eines der 100 Gedichte in diesem Büchlein einem einzigen Menschen da draußen in einem dunklen Moment ein kleines bisschen Hoffnung schenken kann, dann hat es sich für mich schon gelohnt, es zu schreiben." (Kurzbeschreibung von amazon.de)

Ausschnitte 


Band 1:

>Wahre Liebe<
Wahre Liebe ist die,
bei der die Schmetterlinge
erst nur leise flattern,
um eines Tages loszufliegen
und die Seele zu berühren.

>An allen Tagen<
Weint nicht, wenn mein Herz aufhört zu
schlagen.
Ich bin nicht im Körper. ich bin in der Seele,
ich pass auf euch auf, in dunkler Nacht 
und an allen Tagen.

Band 2:

>Musik<
Wenn Worte nicht mehr reichen
kommt die Musik ins Spiel,
sie setzt im Herzen Zeichen,
nimmt nichts und gibt unendlich viel.

>Seelenorte<
Es gibt so seelenreiche Orte,
sie erzähl'n uns ohne Worte,
Geschichten, die uns tief berühren,
die das Herz auf neue Wege führen...

Fazit

Als ich die Tage mein Bücherregal sortierte, sprangen mir die beiden Gedichtbände von Michael Bundy Roth wieder ins Auge, die ich vor gut einem Jahr von ihm zugesandt bekam. Damals las ich diese Bände mit Hingabe und nahm mir vor, sie erst zu rezensieren, wenn ich das ganze etwas sacken gelassen hatte. Auf diesem Weg ist es jedoch irgendwie verloren gegangen, was ich sehr schade finde, denn diese Gedichtbände sollte man unbedingt sein Eigen nennen. So nahm ich sie mir also wieder zur Hand und las die beiden Büchlein nach und nach noch einmal durch.

Eigentlich bin ich nicht der Mensch, der sich hinsetzt und Gedichte liest, doch diese sind etwas ganz besonderes. Sie erzählen eine Geschichte, berühren, regen zum nachdenken und zum philosophieren ein und lassen uns intensiv über das Leben nach dem Tod nachdenken. Der Autor lässt uns hier an seinen privatesten Gedanken und Empfindungen teilhaben und ermöglicht uns so einen Weg zu uns selbst, zu unseren Gedanken und Gefühlen und vielleicht zu Dingen, die wir tief verborgen in uns tragen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Gedichtbände einiges bei Menschen bewegen, die jemanden verloren haben, denn der Autor beschäftigt sich viel mit dem Tod und dem Leben danach. Sein Glauben, dass die Seele des Verstorbenen als Schmetterling weiter auf der Erde wandelt und uns immer wieder begegnet finde ich wunderschön und seitdem begegne ich Schmetterlingen im Allgemeinen mit anderen Augen. Jedes Mal, wenn ich einen sehe, halte ich kurz inne und frage mich, wem ich hier begegne, auf seiner kleinen, ureigenen Reise.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Tipp: Besucht doch einmal die Homepage: www.schmetterlingspoesie.de !
 

Ein ganz herzliches Dankeschön an Michael Bundy Roth, für das Überlassen dieser beiden Exemplare!


Montag, 3. Februar 2014

[Rezension] Poppy J. Anderson - New York Titans 03 - Verliebt in der Nachspielzeit

Inhalt
Hannah Dubois ist gerade die ersten Wochen in New York City, als sie in einen Unfall verwickelt wird: Paparazzi, die eigentlich John Brennan ablichten wollen, rammen das Taxi der jungen Frau und sie wird verletzt. Was sie jedoch nicht weiß ist, dass John Brennan der aktuelle Coach und ehemalige Quarterback der New York Titans ist und somit versteht sie den ganzen Trouble um seine Persönlichkeit nicht. John jedoch kümmert sich ritterlich um die verunfallte und dabei lernen sich die beiden besser kennen. Über kurz oder lange verliebt sie sich heftig in den bildschönen Mann, doch die junge Beziehung der beiden Verliebten droht an den aufdringlichen Fans und Journalisten zu zerbrechen...

Erster Satz des Buches
"An das furchtbare Verkehrschaos in New York City hatte sich Hannah Dubois in den letzten Wochen noch nicht gewöhnen können."

Zitate 
">John Brennan [...] Er war Quarterback für die New York Titans und später für die Dallas Cowboys, aber hier in New York ist er ein Held, er hat den Superbowl gewonnen.< 
>Guter Mann, ich habe keine Ahnung, wovon Sie reden, aber ich interessiere mich nicht für Baseball!<
[...]
>Baseball?< Der Taxifahrer würgte und schien beinahe zu ersticken, während der Unbekannte lauthals lachen musste."

Fazit  
"Verliebt in der Nachspielzeit" ist der dritte Band der Serie "New York Titans" von Poppy J. Anderson, welcher Inhaltlich jedoch vor Band 1 und 2 spielt. Grundsätzlich kann man diesen Roman auch unabhängig von den anderen Bänden lesen, wenn man jedoch (wie ich) leicht verwirrbar ist (da bereits bekannte Figuren als neu auftreten), sollte man ihn vor den ersten beiden lesen. 

Hannah Dubois ist 29 Jahre alt und gerade erst nach New York City gekommen. Sie erhofft sich ein Stipendium der Gesellschaft für amerikanische Diplomatieforschung und ist gerade auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch, als das Taxi, in dem sie sitzt, einen Unfall baut. Eigentliches Ziel der Paparazzi, welche den Wagen des Fahrers gerammt hatten, war der aktuelle Coach und ehemalige Quarterback der New York Titans, John Brennan. Dieser kümmert sich nun aufopfernd um die Verunfallte und bringt sie sogar zu ihrem Vorstellungsgespräch, als sie sich weigert, ein Krankenhaus aufzusuchen. Durch diesen Vorfall - und Johns Hartnäckigkeit - lernen sich die beiden schließlich immer besser kennen und schließlich auch lieben, doch die junge Beziehung der beiden hat es nicht leicht: Überall Paparazzi, anstrengende Fans und auch die Presse, die Hannah ständig mit Johns Ex-Freundin Chrissy vergleicht, macht den beiden das Leben schwer.

Hannah ist, was ihr Studium angeht, eine unglaublich zuverlässige und selbstsichere junge Frau, die das ganze mit großer Leidenschaft angeht und der man die Begeisterung wahrlich anmerkt. In der Beziehung zu John ist sie jedoch das krasse Gegenteil: sie ist unsicher und wenig selbstbewusst, fühlt sich fehl am Platze und versteht gar nicht, was solch ein Mann an einer Frau wie ihr finden sollte. Als die Presse dann, mehr oder weniger unbewusst, noch Salz in die Wunde streut, in dem sie Hannah mit der hübschen und vollschlanken Ex-Freundin von John vergleicht, ist das Chaos perfekt, denn Hannah findet sich selbst alles andere als ansehnlich. Sie selbst ist eine Frau mit Kurven, mit Ecken und Kanten, eigentlich eine ganz normale Frau also, die sich jedoch nicht gut genug fühlt, für die Berühmtheit, die sie an Land gezogen hat. Ich persönlich konnte mich sehr gut in die Lage der guten Hannah hineinversetzen, denn ihre Gefühle sind wohl für jeden von uns nachvollziehbar. Jeder von uns befand sich sicherlich schon einmal in einer Phase, in der er sich selbst (besonders im Vergleich zu anderen) absolut unzulänglich, unansehnlich und nichtssagend fand und den eigenen Wert nicht erkennen konnte - wenn dann noch jemand ankommt, der das ganze quasi noch bestätigt und einem seine persönlichen "Macken" vor Augen führt, dann würde sich wohl ein jeder von uns am liebsten unter der Bettdecke verkriechen. Aus diesem Grund fand ich es absolut berührend und wundervoll, wie sich John den Gefühlen seiner Freundin annimmt und wie er versucht, zum einen auf sie einzugehen und zum anderen ihre Bedenken hinsichtlich ihrer Eignung als seine Freundin zu zerstreuen.

John Brennen, der heiß begehrte Coach der New York Titans, wirkt schon direkt bei der ersten Begegnung wahnsinnig sympathisch und liebenswert und allein wenn man dabei "zuschaut", wie nett er sich um Hannah kümmert, kommt einem als Leserin schon ein schwärmerisches "hach" über die Lippen. John wirkt das ganze Buch über selbstsicher, sympathisch und fürchterlich vernarrt in seinen Job, was man allein daran merkt, wie sehr er davon schwärmt. Dass Hannah ihm trotzdem das allerwichtigste ist, merkt sie lange Zeit lang nicht, redet sich ein, dass er andere Frauen trifft und sie nicht gut genug sei. Trotzdem ist die Beziehung der beiden gerade zu Anfang sehr harmonisch und einfach nur zuckersüß und ich würde mir wünschen, dass es bei jedem genau so ablaufen sollte - bis auf gewisse Ausnahmen, die ihr im Buch nachlesen könnt! 

Auch die Nebencharaktere, die einem immer wieder begegnen (in Form von Teamkameraden, Verwandten und Freunden der Protagonisten), sind sympathisch und besonders wenn man schon die beiden Vorgängerromane gelesen hat, freut man sich, wenn einige Charaktere zumindst einmal namentlich erwähnt werden - weil man instinktiv schmunzelt, wenn man an deren Geschichte denkt. 

Die Geschichte an sich ist wieder eine absolut grandiose Liebesgeschichte, ganz im Stile unserer Poppy J. Anderson. Wer auf turbulente aber absolut romantische Lovestorys steht, aber auch vor kleinen Ausflügen in die Sportler-Welt nicht zurückschreckt, dem kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen. Die Protagonisten sind durch die Bank weg extrem sympathisch und jeder passt in seine Rolle - auch wenn man den ein oder anderen vielleicht in eine Schublade steckt und später bemerkt, dass man sich geirrt hat (z.B. bei Chrissy - Johns Ex' Freundin)!

Wertung: 5 von 5 Sternen!

Samstag, 1. Februar 2014

[Statistik] Januar 2014

Guten Morgen ihr Lieben! 
Heute, am ersten Tag des neuen Monats, möchte ich euch meine Januar Statistik vorstellen (die zu meinem Bedauern jedoch recht mager ausfällt). Ich habe nur ein Buch gelesen, zu dem ich zwar eine Rezension verfasst habe, die ich jedoch noch nicht veröffentlichen kann, da es sich dabei um das private Manuskript einer Autorin handelt. Trotzdem möchte ich es dazuzählen.
 
Gelesene Bücher: 1
Geschriebene Rezensionen: (1)

Gelesene Seiten: 389
Gekaufte Bücher:  0
Rezensionsexemplare: 1

Geschenkt bekommen: 0
Gewonnen: 0
Bücher auf dem SUB (am Ende des Monats):  95

Fazit: In diesem Monat bin ich nur sehr wenig zum Lesen gekommen, das wird sich aber wieder ändern! Ein fester Vorsatz, dem ich gestern schon sehr gut nachgekommen bin.. wenns so weitergeht, kommt schon bald die erste Februar-Rezension! :) Ziel ist auf jedenfall, alte Bücher auszusortieren, den SuB zu minimieren und mehr zu lesen!


Übrigens: Mein Blog besteht jetzt nun schon ganze 2 Jahre! <3