Montag, 31. März 2014

[Statistik] Für den März!

Guten Morgen ihr Lieben!

Hier meine Statistik für den März: 
  

Gelesene Bücher: 4
Geschriebene Rezensionen: 4

Gelesene Seiten: 888
Gekaufte Bücher: 2
Rezensionsexemplare: 3

Geschenkt bekommen: 0 
Gewonnen: 0
Bücher auf dem SUB (am Ende des Monats):  94


Fazit:

Langsam gehts mit dem Lesen wieder bergauf und ich hoffe sehr, dass ich mich auch in den Folgemonaten wieder mehr meinem Blog widmen kann :) 

[SuB-Nachschub] Ein letztes Mal für den März!

Wie ihr vielleicht wisst, liebe ich die Romane von Poppy J. Anderson und aus diesem Grunde habe ich mir vor einigen Tagen einen Roman bestellt, den ich euch nun gerne vorstellen würde:

Poppy J. Anderson - Kein Mann für die Ersatzbank
Bobby O'Connor ist alles, was man sein muss, um erfolgreicher Sportagent zu sein - Kumpeltyp, großmäulig, blitzgescheit und extrem tough! Nur ist Bobby O'Connor kein Typ, sondern eine Frau. Eine Frau, die sich problemlos in dieser Männerdomäne durchsetzt und sogar mit verknallten Footballspielern umgehen kann. Jack Armstrong lernt die coole Sportagentin kennen und wird sehr schnell ihr bester Kumpel. Wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er manchmal sogar, dass sie eine Frau ist. Doch plötzlich kann er gar nicht anders, als daran zu denken, dass sie eine Frau ist - eine süße und extrem anziehende Frau ... (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)
 
 

Samstag, 29. März 2014

[Rezension] Poppy J. Anderson - New York Titans 04 - Verbotene Küsse in der Halbzeit

Inhalt
Erin Hamilton studiert eigentlich Psychologie, doch zur Zeit nimmt sie zwangsweise eine Auszeit und versucht durch Kindersitting ein wenig Geld zu verdienen, damit sie anschließend wieder nach Stanford zurückkehren kann. Leider läuft es in Erins Leben nicht besonders gut, ihre Freundin und Mitbewohnerin Jess macht ihr mit ihren wechselnden Männergeschichten das Leben schwer und für ihre Schwester Holly ist ihre anstehende Hochzeit das allerwichtigste. Durch einen mehr oder weniger glücklichen Zufall bietet die vermittelnde Agentur Erin einen Job bei Tom Peacock an, einem berühmten Footballer der New York Titans. Schon bei ihrer ersten Begegnung wirkt Tom ziemlich arrogant und man merkt schnell, dass er seine vierjährige Tochter nur an Erin abschieben möchte, um sein Junggesellenleben weiterzuführen. Doch da hat er die Rechnung ohne Erin gemacht, denn sie zwingt ihn, sich um seine Tochter zu kümmern...

Erster Satz des Buches
"Tom Peacock überließ nur selten etwas dem Zufall."

Fazit
"Verbotene Küsse in der Halbzeit" ist der vierte Roman der New York Titans Reihe von Poppy J. Anderson. Durch die Autorin selbst bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden und da ich von den vorherigen Romanen so begeistert war, freute ich mich schon sehr darauf, diesen Roman zu lesen. 

Direkt zu Beginn des Buches begegnen wir Tom Peacock in seiner Wohnung, der gerade dabei ist, eine Überraschungsparty für einen Teamkollegen auszurichten, dessen Vertrag verlängert wurde. In seinen Vorbereitungen klingelt es plötzlich an der Tür und Tom, der davon ausgeht, dass seine Football - Kollegen eine Stripperin bestellt haben, bittet die rothaarige Frau im Bibliothekaren-Kostüm herein. In der Kommunikation der beiden läuft einiges schief (sehr zur Belustigung des Lesers!) und so endet der Besuch damit, dass Tom eine schallende Ohrfeige einstecken muss und erfährt, dass seine vermeindliche Stripperin keine andere war, als das neue Kindermädchen seiner Tochter. Später erfährt Tom dann, dass seine Tochter ganze 10 Wochen bei ihm verbringen soll, weil die Mutter des Mädchens mit ihrem neuen Freund in Urlaub fahren möchte. Tom wirkt zu Beginn wie ein arroganter, selbstsüchtiger Footballspieler, der nichts anderes im Sinn hat, als sein eigenes Vergnügen und der sich keinen Deut um seine Tochter schert. Er zahlt regelmäßig Alimente und schickt seiner Tochter Zoey Geschenke zu allen möglichen Anlässen, doch besucht hat er sie bisher nur selten.Dementsprechend geschockt ist er, als er vom wochenlangen Besuch seiner Tochter erfährt und da er bisher nur wenig mit Kindern am Hut hatte, ist er entsprechend unbeholfen im Umgang mit der Kleinen. 

Zu Beginn versucht Tom eher, seine Tochter dem Kindermädchen Erin zuzuschieben, doch die steckt ihm recht schnell klare Grenzen ab und zwingt ihn, sich mit seiner Tochter auseinanderzusetzen. Als er dies jedoch tut, wirkt er völlig unbeholfen und verliert schnell die Geduld, wenn etwas nicht ganz so klappt, wie er sich das vorstellt. Trotzdem wirkt er irgendwie sympathisch und mit der Zeit tut er einem fast leid, denn trotz seiner Bemühungen braucht er sehr lange, um ein "gutes Händchen" für seine Tochter zu entwickeln. Als sich dies jedoch etwas legt, sind die beiden absolut niedlich zusammen und schnell sind die Anfangsschwierigkeiten verziehen. 

Ab und an bekommen wir, zum Glück, auch einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der vierjährigen Zoey, was ich persönlich sehr gut fand. Ihre Gefühle sind absolut nachvollziehbar und absolut angepasst an das Alter der Kleinen. Im ersten Kapitel, in dem Zoey zu Wort kommt wird uns ihre Gefühlswelt besonders ans Herz gelegt, denn sie versteht nicht, wieso ihr Papa sie scheinbar nicht "haben will", sich nicht um sie kümmert und nie mit ihr kuschelt. Ihre Mutter vermisst sie zwar, jedoch traut sie sich nicht, sie anzurufen oder gar nach Hause zu wollen, denn dann müsste sie sich von ihrer Mutter wieder vorwerfen lassen, dass sie "egoitilich" sei, wie Zoey egoistisch sein ausdrückt. Aber Zoey will ja, dass Mama sie liebt hat und deswegen versucht sie zu vergessen, dass sie sie vermisst. Im späteren Verlauf der Geschichte fragt sich Zoey dann allerdings, was sie Mama getan hat, weil diese sich so gar nicht meldet. 

Zoey Mutter Jennifer, die uns im Verlauf der Geschichte glücklicherweise nur selten begegnet, ist eine fürchterliche Frau, die aus allem versucht Kapital zu schlagen. Sie kümmert sich zwar um ihre Tochter, doch sie hat oft ziemliche "berührungsängste" ihrer Tochter gegenüber, denn dabei könnte sie sich ja ihr schickes Kleidchen schmutzig machen. Zudem scheint sie ihre Tochter gar nicht zu kennen, denn sonst wüsste sie, dass diese keine Kleider tragen möchte, besonders keine Rosafarbenen. Dies interessiert sie aber offensichtlich auch nicht besonders und ihr neuer Freund Henry ist ihr wichtiger, als ihrere eigene Tochter. Anstatt sie mit in Urlaub zu nehmen, schiebt sie die Kleine einfach ein paar Wochen zu ihrem Vater ab, den sie kaum kennt und dementsprechend zurückhaltend und schüchtern verhält sich Zoey zu Beginn. Einzig mit Erin kommt Zoey relativ schnell sehr gut zurecht und die beiden verhalten sich absolut toll zusammen. 

Erin war mir direkt sympathisch, auch wenn sie stellenweise wirklich etwas wie die strenge Lehrerin von nebenan wirkt. Mit Zoey kann sie wunderbar umgehen und im Umgang mit Tom weiß sie sich durchzusetzen, wie kein anderer. Nach und nach erfahren wir auch etwas über ihre Vergangenheit und verstehen somit auch ihr Verhalten und ihre Gedankengänge viel besser.  

In diesem Roman kommt der Sport zwar etwas kürzer, als in den Vorgängerromanen, dies soll jedoch nicht nachteilig sein, denn nicht nur die Geschichte zwischen Tom, Zoey und Erin nimmt viel Platz ein, sondern auch Erins persönliche Geschichte und ihre Familie/Mitbewohnerin tritt oft auf den Plan, was ich sehr gut fand. Die Geschichte war nicht nur mitreißend und lustig, sondern auch gefühlvoll und ist wieder durchsetzt von unglaublich sympathischen Charakteren und jeder Menge Herz. Ich persönlich konnte dieses Buch kaum aus den Händen legen und freue mich jetzt schon umso mehr auf die Geschichte von Dupree, die uns im 5. Band erzählt wird. 

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Ein herzliches Dankeschön an die Autorin, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Mittwoch, 26. März 2014

[Ebook-Rezension] Liane Mars - Das Band der Magie

Inhalt
Die 17-jährige Aeri lebt alleine im Wald, in einer winzigen Holzhütte und versorgt sich seit 10 Jahren komplett selbst. Die einzige Gesellschaft die ihr bleibt, ist Meeha - ein possierliches Tierchen, das immer wieder Farbe, Form und Tierart wechseln kann, je nach Bedarf. Seit einiger Zeit spürt Aeri, dass etwas um ihre Hütte schleicht und eines Tages entdeckt sie einen riesigen Wolf. Sie nimmt all ihren Mut zusammen und macht sich auf, bewaffnet mit Pfeil und Bogen, den Eindringling endlich zur Strecke zu bringen. Unterwegs wird sie von einem Usurpator angegriffen, einer Art riesigem, weißen Bären mit doppelten Walross-Hauern und der Wolf, den sie ursprünglich töten wollte, kommt ihr unerwartet zu Hilfe. So ergibt es sich, dass das Waldmädchen und der einsame Wolf sowas wie Freunde werden und bald schon versuchen die beiden gemeinsam, die ureigenen Geheimnisse zu lösen. Was sie jedoch nicht wissen: Wird das Geheimnis des Wolfes gelüftet, muss er sterben...

Zitate
>Keelin<, setzte ich irgendwann an, die ersten Worte seit Stunden. Der nächste Satz hätte etwas Erhabenes sein sollen - zum Beispiel: Du bist der König der Tiere, ich verneige mich vor Dir. Oder: Das war das Fanastischste, was ich je erlebt habe, ich danke Dir. Oder: Die Schönheit, die uns umgibt, lässt mich sprachlos zurück, ich liebe Dich dafür. Aber mir fielen zu der Situation nur dumme Sprüche ein. Und so sagte ich stattdessen: >Krass! Das war ja so viel Idylle, da hätte man glatt kotzen können. Brrruah!"

Erster Satz des Buches
"Ich hatte ihn schon seit Wochen im Visier."

Fazit 
"Das Band der Magie" ist ein Roman der Autorin Liane Mars. Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch, weil mich die Autorin selbst anschrieb und fragte, ob ich denn gerne ihr Buch rezensieren würde - was ich dankend annahm. 

Bereits die ersten Zeilen des Romanes konnten mich fesseln und entführten mich gnadenlos in den tiefen Wald, in dem die 17 jährige Aeri in einer einsamen Waldhütte haust. Tag für Tag schlägt sich alleine durch und versucht, irgendwie über die Runden zu kommen - was ihr auf Grund der jahrelangen Übung meist auch recht gut gelingt. Direkt zu Beginn begegnen wir ihr in einer Situation, in der sie sich zu einer Handlung entschließt, die ihr ganzes Leben verändern soll: sie beschließt, den streundenden Wolf zu jagen, der seit einiger Zeit um ihre Hütte schleicht. Gesagt, getan. Als Aeri dem Wolf schließlich in den Wald folgt und ihn mit Pfeil und Bogen verletzt, übersieht sie aus lauter Jagdtrieb einen gefährlichen Ursupator, der ihr gefährlich auf die Pelle rückt. Plötzlich bemerkt Aeri, dass der Wolf ihr zu Hilfe eilt und sich einen tödlichen Kampf mit dem riesigen Bärenähnlichen Geschöpf liefert! Als der Wolf ihn schließlich zur Strecke bringen kann, ist er lebesgefährlich verletzt und Aeri beschließt, ihren Lebensretter zu versorgen. Der Weg zur Hütte ist langsam und beschwerlich, aber sie schafft es, den halb besinnungslosen Wolf dorthin zu bringen, wo sie ihn erst einmal notdürfig in ihrer Hütte verarztet - ganz zum Leidwesen ihrer Ziege und dem kleinen Wesen Meeha, das Farbe, Form und Tierart nach Belieben wechseln kann. 

Aeri war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte mich wahnsinnig gut in ihre Situation hineinversetzen. Wenn man sie ein wenig besser "kennt" merkt man recht schnell, wie einsam sie sich in ihrer Waldhütte fühlt und wie sehr sie sich den Kontakt zu anderen Menschen wünscht. Doch wenn sie ins Dorf kommt, wird sie stets nur weggejagt, verpöhnt und verschmäht, was ihr ziemlich aufs Gemüt schlägt - besonders, weil sie die Gründe nicht nachvollziehen kann und so gerne mehr über ihre Herkunft erfahren würde! Als sie sich aufmacht den Wolf zu jagen, hat Aeri wohl große Angst, doch als er sich als Lebensretter entpuppt, legt sie ihre Angst ab und versucht ihr bestes, um den kranken Wolf gesund zu pflegen. Im Laufe der Zeit wird ihr der Wolf Keelin, dessen Name sie schließlich durch einen Kniff herausfindet, immer mehr zum Freund und nimmt ihr ein bisschen die Einsamkeit, was Aeri verdammt gut tut. Oft hat sie das Gefühl, dass der Wolf viel menschlicher ist, als sie zu Beginn dachte, doch er hat seine Phasen und mal ist er mehr Tier, manchmal mehr Mensch. In guten Phasen kann sie sich nahezu mit ihm unterhalten und er reagiert auf ihre Worte, in schlechten versteht er die einfachsten Hinweise nicht. Fakt ist jedoch, dass der Wolf sehr an Aeri hängt, denn wo auch immer er hingeht, er kommt stets zurück. Auch als Aeri sehr krank wird, wärmt er sie und gibt sich alle Mühe, ihre Gesundung zu unterstützen. 

Eines Tages begegnet Aeri zufällig zwei Männern im Wald, die sich auf die Suche nach Keelin gemacht haben und ist zuerst sehr misstrauisch. Irgendetwas in ihr sagt ihr jedoch, dass sie keine Gefahr zu erwarten hat. Durch das Gespräch mit den beiden erfährt sie, dass ihre Vermutung, Keelin habe etwas menschliches an sich,gar nicht so weit hergeholt ist, wie sie glaubt...

Insgesamt habe ich diesen Roman regelrecht verschlungen, denn er war richtiggehend packend, spannend, interessant und wahnsinnig vereinnahmend. Mit einer guten Mischung aus Humor, fantastischen Elementen und berührenden Elementen (positiv, wie negativ) konnte mich Liane Mars von ihrem Roman begeistern und der Vergleich mit Maggie Stiefvaters "Nach dem Sommer..." - Trilogie ist meiner Ansicht nach nicht zu hoch gegriffen. Wer diese Trilogie verschlungen hat, wird auch "Das Band der Magie" lieben! Trotz ähnlicher Thematik ist dieser Roman kein billiger Abklatsch, sondern ein wundervolles Buch, das mit viel Liebe und Herz geschrieben wurde.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Sonntag, 23. März 2014

[Rezension] Fiona McFarlane - Nachts, wenn der Tiger kommt

Inhalt
Wenn verborgene Ängste Wirklichkeit werden:
Die betagte Ruth wohnt in einem entlegenen Haus am Meer. Seit dem Tod ihres Mannes ziehen ihre Tage gleichförmig dahin, allein vom Rhythmus der Wellen und dem Klang des Windes geprägt. Eines Tages steht eine vom Staat geschickte Pflegekraft vor der Tür. Die tüchtige Frida übernimmt schnell das Regime, sie kümmert sich um Geldangelegenheiten und die Medikamente, sodass die alte Dame das Haus gar nicht mehr verlassen muss. Langsam entgleitet Ruth das Gefühl für die Realität: Gegenstände verschwinden, ein leerstehendes Zimmer scheint bewohnt, nachts schleicht ein blutrünstiger Tiger durchs Haus … und ist Frida wirklich die, für die sie sich ausgibt? (Kurzbeschreibung: www.amazon.de)


Erster Satz des Buches
"Um vier Uhr morgens wurde Ruth wach, und ihr schlaftrunkenes Hirn sagte >Tiger<."

Fazit
"Nachts, wenn der Tiger kommt" ist ein Roman der Autorin Fiona McFarlane. An dieses Buch gelangte ich deswegen, weil ich einer der Buecher.de Buchflüsterer bin und man mich mit diesem Buch als Leseexemplar überraschte. Wenn ich ehrlich bin, fällt dieses Buch unter die Kategorie "was, was ich mir nicht selbst aussuchen würde", jedoch habe ich bereits einige Bücher gelesen, die unter dieselbe Kategorie fallen würden - mit den besten Erfahrungen! Also schlug ich recht unvoreingenommen dieses Buch auf und Begann zu lesen. 

Zu Beginn startete das ganze auch recht interessant, denn eine ältere Dame, die im Bett liegt und Nachts das Gefühl hat, einen Tiger in ihrem Wohnzimmer zu hören, der begegnet man wirklich nicht alle Tage. Zu Beginn lernen wir also die alte Dame, mit Namen Ruth, etwas besser kennen und erfahren etwas davon, wie sie lebt. Sie wirkt von Anfang an sehr nett und sympathisch, wenn auch etwas seltsam und schrullig. Was mir besonders aufgefallen ist, sind die Macken, die sich Ruth so angeeignet hat, denn man könnte fast meinen, dass sie gewissen Zwängen unterliegt. Wenn sie beispielsweise die Treppe nach oben steigt, so muss es immer mit dem linken Bein beginnen und mit dem rechten abschließen und auch ihre Tabletten, die sie täglich einnimmt, wirken besser, wenn sie sie auf eine bestimmte Art und Weise einnimmt. Alles in allem wirkt sie also ein wenig zwanghaft, in ihrer Einsamkeit und manchmal tut sie einem ein wenig leid. Eines Tages kommt eine Fremde Frau in die Gegend, die sich als Frida vorstellt. Frida soll eine Art Haushaltshilfe für Ruth darstellen und so beginnt sich ihr Leben neu zu ordnen. Frida wirkte auf mich von Anfang an ein wenig seltsam, steif und etwas herrisch und man fragt sich tatsächlich, ob sie das darstellt, was sie vorgibt zu sein: eine einfache Haushaltshilfe, die einer alten Dame das Leben leichter machen möchte. 

Wie oben erwähnt, fand ich die ganze Geschichte zu Anfang recht interessant und auch dieser "übernatürliche" Touch des nächtlichen Tigerbesuches gefiel mir außerordentlich gut. Im Verlaufe dessen erfahren wir jedoch jede Menge aus Ruth's vergangenem Leben und genau da fangen die Probleme für mich an: Grundsätzlich bin ich sehr interessiert an geschichtlichen Daten, persönlichen Erlebnissen der Charaktere und allerlei Hintergrundinformationen, doch in diesem Buch nimmt dies nicht nur überhand, sondern der generelle Erzählstil der Vergangenheit sagte mir überhaupt nicht zu. Manche Szenen wurden unnatürlich ausgedehnt und auch der Inhalt von Ruths Vergangenheits-Episoden konnte mich nicht wirklich überzeugen. Zwischendurch schwenkt man dann wieder zurück in die Gegenwart, wo man jedoch nicht besonders lange verweilt, denn Ruth erzählt Frida sehr viel von ihrer Vergangenheit. Bei einem Telefongespräch, das Ruth mit ihrem Sohn führt, schweift sie einmal auch so extrem gedanklich ab, dass es für mich absolut nicht mehr nachvollziehbar war. Nach langem hin und her überlegen habe ich mich dann dazu entschlossen, das Buch nach etwas mehr als 110 gelesenen Seiten zuzuklappen und für mich als beendet zu erklären, denn: lesen sollte Spaß machen und wenn es sich zur Quälerei entwickelt, dann ist es einfach nicht das richtige. Alles in allem möchte ich dieses Buch einfach nicht bewerten, denn im Grunde will ich nicht behaupten, dass es ein schlechtes Buch ist - es entspricht nur absolut nicht dem, was ich normalerweise favorisiere.


Wertung: keine, da nicht beendet. 

Ein herzliches Dankeschön an den Verlag, für die Bereitstellung dieses Leseexemplares, sowie buecher.de!

Freitag, 21. März 2014

[SuB-Nachschub] Ein kleiner Nachschub!

Seit langem habe ich mir mal wieder selbst ein Buch gekauft, nämlich Band 11 einer von mir sehr favorisierten Reihe: Der Betsy Taylor Reihe!

Mary Janice Davidson - Betsy Taylor 11 - Wer zweimal stirbt ist länger tot
Betsy Taylor trauert um ihren verstorbenen Freund Marc. Zugleich kämpft sie jedoch auch mit Familienproblemen der besonderen Art. Ihre Halbschwester Laura will Satans Gehilfin werden. Und dazu muss sie Betsy töten ... (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)

Montag, 17. März 2014

[Fachbuch-Rezension] David Butler/G. Lorimer Moseley - Schmerzen verstehen

 Inhalt
Schmerzen zeigen häufig eine schwer therapierbare Symptomatik. Patienten können jedoch selbst den Schmerz beeinflussen, wenn sie die dahinter stehenden Prozesse besser verstehen – dafür gibt es wissenschaftliche Belege. Das Buch setzt hier an und vermittelt den aktuellen Wissensstand zur Entstehung und Verarbeitung von akutem und chronischem Schmerz. Die Autoren machen die komplexen Inhalte in spannenden Geschichten verständlich und leiten Patienten an, ihre Schmerzen – mit oder ohne therapeutische Begleitung - zu lindern oder sogar zu überwinden. (Kurzbeschreibung www.amazon.de)

Fazit
Bei dem Buch "Schmerzen verstehen" handelt es sich nicht ausschließlich um ein Fachbuch, viel mehr um eine Erklärung dessen, wie Schmerzen entstehen, was dabei im Körper passiert, wie das Gehirn damit verknüpft ist, etc. und das in gut verständlicher und einfacher Sprache. Aus diesem Grunde ist es für einige von euch vielleicht besonders interessant, denn Schmerzen hatten wir alle schon einmal und besonders die chronischen Schmerzpatienten wären vielleicht etwas glücklicher, wenn sie verstehen würden, was in ihrem Körper vorgeht und könnten vielleicht sogar etwas besser damit umgehen? Ich als angehende Physiotherapeutin im letzten Ausbildungsjahr habe mich im vergangenen halben Jahr sehr viel mit Schmerz auseinandersetzen müssen, denn Schmerz ist etwas, was besonders die Patienten eines Physiotherapeuten in aller Regel begleiten. Ich persönlich finde dieses Thema jedoch nicht nur fachlich gesehen überaus interessant, sondern auch von der menschlichen Seite her und vielleicht kann ich dem ein oder anderen von euch hiermit ein Werkzeug an die Hand geben, welches euch oder Bekannten, Freunden, Verwandten helfen kann, besser mit Schmerzen umzugehen. Denn ist es nicht so, dass wir Dinge, die wir verstehen, besser akzeptieren können?

Das Buch ist in verschiedene große Untergruppen und Kapitel unterteilt, welche das Buch sehr viel übersichtlicher gestalten. Die Untergruppen möchte ich euch im folgenden näher Beschreiben und jeweils kurz beurteilen.

1. "Ohne Schmerz kein Preis"
(c) Springer Verlag, "Schmerzen verstehen"
Im ersten Kapitel möchten uns die Autoren näher bringen, was dieses Buch überhaupt für Ziele hat und für welche Personen und Personenkreise es sich eignet. Ich für meinen Teil kann ihnen hierbei nur zustimmen: das Buch eignet sich sowohl für Fachpersonal, als auch für Patienten! Es ist in einer einfachen, gut verständlichen Sprache verfasst und soll dabei unterstützten, Schmerzen besser verstehen zu können und bei der Auswahl der Therapiemethode mitwirken und entscheiden zu können.

Schmerzen sind niemals angenehm und doch umso wichtiger, denn sie teilen uns mit, wenn eine Verletzung stattfindet oder schon stattgefunden hat, und "warnen" uns, damit wir uns nicht noch schlimmer verletzen. Manchmal erlebt man sehr skurrile Schmerzwahrnehmungen, denkt man doch nur einmal daran, dass beispielsweise Soldaten im Krieg schwer verletzt werden, aber in diesem Moment wenig oder sogar keine Schmerzen verspüren! Genauso verspüren wir aber auch Schmerzen, wenn wir beispielsweise unter heftigem Liebeskummer leiden, doch eine körperliche Verletzung im Sinne einer Gewebsschädigung tritt hier nicht auf. In der ersten Unterkategorie "Ohne Schmerz kein Preis", bekommen wir einige solcher Beispiele vorgetragen, die uns zeigen, wie wahnsinnig komplex dieser ganze Schmerzmechanismus und -wahrnehmungs"kram" eigentlich ist und dass wir uns das manchmal wahrscheinlich viel einfacher vorstellen, als es tatsächlich ist. Man erklärt uns, dass wir Schmerzen als normal betrachten sollen, da sie uns warnen und somit gesund halten. 


Doch ganz so einfach ist es leider auch nicht: Der Körper nimmt einen Sinnesreiz auf und muss ihn dann erst einmal im zentralen Nervensystem analysieren und das ist eine große Angelegenheit, an der viele Stationen beteiligt sind. Welche Erfahrungen haben wir mit Schmerzen gemacht, welche Emotionen verknüpfen wir damit? Dieses Kapitel beschreibt sehr anschaulich, was die wesentlichen Unterschiede sind, wenn sich beispielsweise ein Geiger und ein Tänzer an einem Finger verletzen - die Folgen im Bezug auf den Schmerz sind nämlich völlig andere... denn die Psyche des jeweiligen mischt kräftig mit.

Auch in die Welt der Phantomschmerzen erhalten wir einen kurzen Einblick, ebenso wie sich Alter, Geschlecht und Kultur auf Schmerzen auswirken können, was ich persönlich mehr als interessant fand. Gerade was die Phantomschmerzen angeht, so bin ich doch ein sehr neugieriger Zeitgenosse, denn fragen wir uns nicht alle, wie etwas Schmerzen kann, was gar nicht mehr da ist? Was die verschiedenen Faktoren angeht, die unser Schmerzempfinden beeinträchtigen können, so ist es recht heftig zu lesen, wie sich das alles auswirken kann - aber ich will euch hier nicht zuviel verraten. 

Alles in allem fand ich dieses erste Kapitel außerordentlich spannend und zusammenfassend wurden wir über folgendes informiert: Schmerz ist etwas normales, der Schmerz steht nicht immer direkt im Zusammenhang mit dem Ausmaß der Verletzung oder Gewebsschädigung (man denke an den Soldaten und den Liebeskummer!), die Schmerz"erfahrung" bzw. das -erleben hängt von vielen Faktoren ab und Phantomschmerzen gibt es nur deswegen, weil sich das Gehirn an das Körperteil "erinnert".


2. "Wie aus Gefahrensignalen Schmerzen werden"
(c) Springer Verlag, "Schmerzen verstehen"
Im zweiten Kapitel erläutern uns die Autoren erst einmal, dass unser Körper in erster Linie ein Gefahrenmeldesystem besitzt, welches dafür zuständig ist, unser Gehirn zu informieren, wenn der Körper in Gefahr ist. Wir erfahren, wie es funktioniert, wie es sich auswirken kann, wenn dieses System fehlerhaft arbeitet oder sogar ganz fehlt (zum Beispiel von Geburt an) und das wir nicht zwangsläufig Schmerzen verspüren müssen, wenn dieses System aktiviert wird.

Unser Körper besteht nicht nur aus unzähligen, verschiedenen Arten von Körperzellen, sondern enthält auch verschiedene Arten von Rezeptoren, die jeweils auf andere Reize reagieren. So sind für mechanische, chemische oder Temperatur - Reize verschiedene Rezeptoren vorhanden, die dann durch einige Vorgänge dem Gehirn melden, welch ein Reiz vorliegt. Dies wird in diesem Kapitel ganz genau erklärt, allerdings nicht auf Fach-Chinesisch, sondern in einer gut verständlichen Wortwahl - man braucht quasi keine Vorkenntnisse. 


Sensoren in unserem Gehirn reagieren vor allem auf chemische Botenstoffe, aber auch durch Gedanken jeglicher Art können unser Alarmsystem in Aufruhr bringen. Was diese Sensoren genau bewirken und wieso sie für unser Überleben so wichtig sind, erfahren wir in diesem zweiten Kapitel. Anhand eines sehr interessanten Zahnarzt-Beispiels wird beispielsweise auch ganz kurz erläutert, wie die Schmerzhemmung funktioniert. Außerdem erfahren wir, wieso wir an manchen Tagen wehleidiger sind, als an anderen und wieso das ein Hoffnungsschimmer für chronische Schmerzpatienten sein kann!

Bleibt die Frage bestehen: Wie werden aus Gefahrensignalen überhaupt Schmerzen? Nun, es gibt bestimmte Nerven in unseren Geweben, die auf alle Arten von Reizen reagieren, seien die chemischer, thermischer oder mechanischer Natur. Diese senden dann ein Signal ans Rückenmark, wo es weiter verarbeitet und eventuell ans Gehirn geleitet wird. Doch - entsteht daraus direkt Schmerz? Nein, denn erst weitere Vorgänge im Gehirn sind notwendig, um dies zu entscheiden. 

Insgesamt beschäftigt sich dieses Kapitel hauptsächlich damit, wie die Vorgänge der Schmerzentstehung funktionieren, was dafür entscheidend ist, das wir Schmerzen spüren, wie die Reizweiterleitung funktioniert, wo und wie entschieden wird, ob wir Schmerzen verspüren, oder nur einen Reiz und vieles mehr. Dieses Kapitel geht zwar nicht ganz so sehr in die Tiefe, ist jedoch relativ komplex und man muss sich Zeit nehmen, es zu lesen und darüber nachzudenken.


3. "Gefahrenrezeptoren - die erste Verteidigungslinie"
(c) Springer Verlag, "Schmerzen verstehen"
Kapitel 3 beschäftigt sich zuerst einmal damit, wie die Heilungsprozesse in den verschiedenen Geweben des Körpers vonstatten gehen. Was passiert und welche Empfindungen nehmen wir dabei wahr? 

Außerdem erklären uns die Autoren, warum es bei manchen Schmerzarten günstig sein kann, sich zu bewegen (und warum) und warum eine Entzündung im Falle der Wundheilung nicht nur normal, sondern sogar gewünscht ist! Ganz im Gegensatz zu unserer alltäglichen Annahme, das eine Entzündung etwas schlechtes ist, gehört sie nämlich grundsätzlich zur Heilung dazu! Anhand von plausiblen Beispieln erklären sich viele Dinge von selbst und durch einfache Worte wird das ganze noch unterstrichen. 

Sehen wir uns die Sache nun etwas genauer an und fragen uns, was das Gehirn bei einer Verletzung und der beginnenden Heilung tut! Unbewusst gehen uns mehr Gedanken durch den Kopf, als uns bewusst ist und das Gehirn beginnt unverzüglich, über den Ernstfall bzw. das weitere vorgehen zu spekulieren. Zusätzlich steuert/startet es alle weiteren Prozesse, die im Körper ablaufen müssen, damit eine zuverlässige Wundheilung möglich ist. Habe ich euch neugierig gemacht? Mehr Infos darüber gibt es in Kapitel 3!

Was haben die Muskeln eigentlich mit den Schmerzen zu tun? Wie die Autoren richtig anmerken, bekommen wir in den Medien unzählige Mittel gegen Muskelschmerzen und -beschwerden angepriesen, doch was ist eigentlich die Wahrheit, über unsere Muskulatur? Können wir unsere Muskulatur so einfach gefährlich verletzen und wie lange kann es dauern, bis Muskelkater auftritt? Welchen Zweck verfolgt eine veränderte Muskelarbeit in Gefahrensituationen?

Lernen wir doch unsere Bandscheiben etwas näher kennen: Butler/Moseley sind der Meinung, dass "Bandscheibe" eine ungünstige Bezeichnung für etwas ist, das so flexibel ist. Auch die anatomischen Abbildungen, die wir landläufig kennen, werden der Bandscheibe eigentlich nicht gerecht. Die Autoren sind vielmehr der Meinung, das "Lebendige anpassungsfähige Energieumwandler" (LAEU) die definitiv bessere Bezeichnung dafür wäre - und damit haben sie recht! Wir erfahren einiges, über diesen wichtigen Teil unseres Körpers, unter anderem, dass sie in einem natürlichen Prozess des Alterns degenerieren, was jedoch nicht unweigerlich zu Schmerzen führen muss - auf dem Röntgen-oder MRT Bild jedoch deutlich sichtbar ist. So haben 30% aller Personen mit vorgewölbten Bandscheiben, keinerlei Rückenschmerzen!

Desweiteren lernen wir einiges über unsere Haut, unsere Weichteile, wie unsere Knochen und Gelenken zu Schmerzen beitragen können und weswegen Bewegung und regelmäßiger Druck für die Gesundheit der Gelenke so wichtig ist. Wir erfahren, was passiert, wenn ein Nerv verletzt wird, wie sie sich im Alter verändern und was man unter einem Hinterwurzelganglion versteht! Sehr interessant ist auch der Abschnitt, in dem uns erzählt wird, welche Symptome sonst auftreten können und was uns sonst so auffallen könnte, wenn wir unter Nervenschmerzen leiden.


4. "Wenn Schmerzen bestehen bleiben"
(c) Springer Verlag, "Schmerzen verstehen"
Kapitel 4 erklärt uns zu Beginn erst einmal, dass Schmerzen zwar im Gehirn entstehen, jedoch nie nur eingebildet sind - Schmerzen sind immer real. Wie ist das nun, wenn Schmerzen, trotz abgeschlossener Wundheilung bestehen bleiben? Das sich die Heilung verschiedener Gewebe unterscheiden kann, dürfte uns allen klar sein, doch was passiert im Gehirn, wenn der Schmerz nach Beendigung tatsächlich noch besteht? Was versteht man unter einer Allodynie oder einer Hyperalgesie und wie kommt es dazu? 

Bevor sich die Autoren nun den Vorgängen im Gehirn widmen, schauen sie sich mit uns gemeinsam erst einmal die Vorgänge im Rückenmark an, denn diese muss man verstanden haben, bevor man eine Etage höher rutscht. Oben angekommen, erfahren wir, dass sich das Gehirn stetig verändert. Nicht nur in Gefahrensituationen, in denen es reagieren muss, sondern auch so. Wenn man sich den folgenden Text nun so durchliest, dann erfährt man, dass das Gehirn in der Lage ist, ganz gut auf uns aufzupassen, manchmal sogar in Form eines Schmerzgedächtnisses. Was das ist? Das werdet ihr beim Lesen erfahren. 

Was ist eigentlich ein Homunkulus? Bereits weiter vorne im Buch wurde uns dies erklärt und nun bekommen wir einen Einblick, was mit dem Homunkulus passiert, wenn Schmerzen anhalten. Eine sehr sehr interessante "Geschichte", die mich wirklich sehr fasziniert hat!

Besonders schön fand ich in diesem Kapitel (und auch immer auftretend), der Vergleich mit dem Orchester im Gehirn. Dieses Orchester spielt bei bleibenden Schmerzen immer und immer dieselbe Melodie, die Musiker werden müde und krank, es werden weniger Platten verkauft. Sinnbildlich stand dies dafür, dass sich der Schmerz zunehmend auf das ganze Leben auswirkt und es kollossal beeinträchtigt. 

Für chronische Schmerzpatienten wird es in diesem Kapitel dann auch nochmal richtig spannend, denn es geht unter anderem darum, was im Gehirn vor sich geht, wenn selbst der Gedanke an eine Bewegung schon einen Schmerz auslösen kann und die Tatsache, dass dabei nicht einmal eine Gewebeschädigung zu Grunde liegen muss!

Außerdem erfahren wir etwas über das Nervensystem, das Hormonsystem, sowie das Immunsystem und wie sich diese Systeme auf die Schmerzen auswirken können!

5. "Wie geht es Ihnen?"
(c) Springer Verlag, "Schmerzen verstehen"
"Wie geht es Ihnen, in Kapitel 5?" Nun, hier werden wir als Leser in die Welt der Schmerz-management-modelle eingeführt, für diejenigen unter uns, die sich jeden Tag mit Schmerzen herumplagen müssen, dürfte dieses, sowie das nachfolgende Kapitel nun am interessantesten sein. Was für uns alle immer klar sein sollte, ist die Tatsache, dass unser Schmerz tatsächlich nur uns gehört: wir haushalten damit und entscheiden für uns alleine, was richtig und gut ist und welcher Fachmann letztendlich daran "herumdoktern" darf. Wir bekommen einige Richtlinien mit auf den Weg gegeben, die wir beherzigen sollten und diese fand ich persönlich sehr gut und auch wichtig! 

Außerdem werden wir hier in die Praxismodelle der Schmerzen eingeführt, das heißt, einen Einblick in die Modelle, die im Gesundheitswesen hauptsächlich bekannt sind und auf denen die Arbeit der einzelnen Vertreter dann aufbaut. Uns begegnet ein Orchester-Modell, ein Zwiebelschichtenmodell, sowie ein auf Angst basiertes Modell, ein Evolutionsmodell und ein Modell der klinischen Entscheidungsfindung. Ich für meinen Teil konnte diese Modelle sehr gut nachempfinden und auf jedenfall gefallen daran finden - und auch jemand, der unter chronischen Schmerzen leidet, ist sicher gut beraten, mit diesen Modellen. Besonders spannend fand ich speziell diese "Angst-Modelle", denn diese trifft man in der Praxis sehr häufig an. Außerdem ist uns häufig wohl gar nicht bewusst, welchen Raum wir unserer Angst doch zum entfalten geben - und da ist Aufklärung wohl die beste Methode!

Wichtig ist auch, das wir unser persönliches Verhältnis zum Schmerz überdenken, ein Punkt, der in Kapitel 5 sehr schön behandelt wird und wirklich zum nachdenken anregen. 

 
6. "Leistungsstarke Strategien des Schmerzmanagements"
(c) Springer Verlag, "Schmerzen verstehen"
Kommen wir zu Kapitel 6, dem letzten, dieses Buches. Der erste Schritt, ein erfolgreiches Schmerzmanagement durchzuführen, ist und bleibt die Aufklärung. Ohne das Wissen, was in unserem Körper passiert, und welche Wege man selbst einschlagen kann, kann wohl niemand von uns tatsächlich mit seinen Schmerzen umgehen, oder sie tatsächlich akzeptieren. Auch in diesem Kapitel bekommen wir wieder mehrere Wege offen gelegt, wie wir aufgreifen können, wenn wir unter Schmerzen leiden, die bestehen bleiben. Dieser erste und weiter Schritte werden sehr ausführlich und verständlich beschrieben und auch Punkte aus den ersten Kapiteln (wie z.B. die Tatsache, dass Schmerz nicht zwangsläufig eine Gewebsschädigung mit sich bringen muss) aufgegriffen und wiederholt. Kleine Beispiele und nette Anregungen runden das ganze ab, sodass sich ein Mensch mit chronischen Schmerzen gut beraten fühlen kann, zumindest aus meiner Sicht!

Gesamtfazit
Ich für meinen Teil konnte aus diesem tollen Buch so einiges für die Zukunft mitnehmen - für meine Patienten und deren Angehörige, aber auch für mich, denn man weiß ja nie, in welcher Situation man sich früher oder später einmal wiederfinden wird. Nun ist es bei diesem Buch so, dass man ganz klar sagen muss, dass es sich um eine Art Fachbuch handelt - es ist zwar recht einfach zu lesen und verlangt keinerlei Vorkenntnisse - ist jedoch von der Thematik her teilweise sehr viel und schwierig, sodass man sich dafür wahrlich Zeit lassen muss, um das ganze sowohl zu Verarbeiten, als auch tatsächlich zu verstehen. Ich persönlich habe mir zwischendurch immer wieder Notizen dazu gemacht, denn dann kann ich das ganze besser verinnerlichen und für mich selbst annehmen. Besonders toll fand ich an diesem Exemplar die vielen Bilder, die teilweise sehr aussagekräftig und passend zur Thematik gewählt waren. Ich hoffe sehr, dass ich dem ein oder anderen hier ein Buch näher bringen konnte, das dass Leben etwas zu erleichtern vermag, oder einfach Interesse wecken konnte. Ich würde mich sehr freuen, vom ein oder anderen zu erfahren, was er denn von diesem Buch hält, bzw. ob tatsächlich der ein oder andere chronische Schmerzpatient mit diesem Buch zurechtkam und darin Hilfe fand! Schreibt mir doch einfach einen kurzen Kommentar oder auch gerne eine Email!

Bewertung: 5 von 5 Sternen!

Ein herzliches Dankeschön an den Springer Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!


Mittwoch, 12. März 2014

[SuB-Nachschub] Ein paar Rezi-Exemplare in meinem Briefkasten!

Guten Abend, werte Leserschaft!
Eigentlich hatte ich ja geplant meinen SuB etwas abzubauen, irgendwie kommt mir aber momentan immer was dazwischen, sodass ich kaum zum lesen komme. Zusätzlich schneien auch noch Rezensionsexemplare ins Haus, über die ich mich aber immer sehr freue. Ein Buch wurde mir vom Verlag angeboten, eines bekam ich von der Autorin direkt und das dritte bekam ich überraschend - denn wie ihr euch erinnert, gehöre ich ja zu den Buchflüsterern von buecher.de!

Leja Reicht - Konfetti im Haar


Gedichte über die 5 Jahreszeiten der Liebe Eine Sammlung moderner junger Liebes-Lyrik im Retro-Romantik-Stil ... lassen sie sich bezaubern ... Wörter Woanders, Wörter Wogegen, Wörter Für Mehr und Wörter, die Weise sind, Wohingegen… (Kurzbeschreibung von der Verlagsseite)





Poppy J. Anderson - Knallharte Schale, zuckersüßer Kerl
Dupree Williams ist ein knallharter Footballspieler, der bei seinen Gegnern Angst und Schrecken auslöst. Nicht umsonst gilt er als "menschlicher Bulldozer". Doch niemand kann sich vorstellen, dass Dupree unter extremer Schüchternheit leidet und nicht weiß, wie er mit Frauen sprechen soll. Zu sehr nagt ein Erlebnis aus seiner Collegezeit an ihm. Meistens kaschiert er seine Unsicherheit mit einer großmäuligen Art und gerät prompt an Sarah, die ihm mit einem gezielten Tritt zu verstehen gibt, dass sie arrogante, großmäulige und aufdringliche Typen nicht leiden kann. Der Spaß fängt erst an, als Sarah einen Bericht über Dupree schreiben soll, da er das Aushängeschild der New Yorker Brustkrebshilfe ist, für die sie arbeitet. Zwar mag Sarah keine arroganten, großmäuligen und aufdringlichen Typen, aber das ist Dupree ja auch eigentlich gar nicht ... (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)


Fiona McFarlane - Nachts, wenn der Tiger kommt
Wenn verborgene Ängste Wirklichkeit werden

Die betagte Ruth wohnt in einem entlegenen Haus am Meer. Seit dem Tod ihres Mannes ziehen ihre Tage gleichförmig dahin, allein vom Rhythmus der Wellen und dem Klang des Windes geprägt. Eines Tages steht eine vom Staat geschickte Pflegekraft vor der Tür. Die tüchtige Frida übernimmt schnell das Regime, sie kümmert sich um Geldangelegenheiten und die Medikamente, sodass die alte Dame das Haus gar nicht mehr verlassen muss. Langsam entgleitet Ruth das Gefühl für die Realität: Gegenstände verschwinden, ein leerstehendes Zimmer scheint bewohnt, nachts schleicht ein blutrünstiger Tiger durchs Haus … und ist Frida wirklich die, für die sie sich ausgibt?
(Kurzbeschreibung von www.amazon.de)