Mittwoch, 30. April 2014

[SuB-Nachschub] Ein klitzekleiner Nachschub! :)

Da ich heute Morgen den ersten Roman von "Jojo Moyes" zu Ende gelesen habe, musste ich nun unbedingt den nächsten Roman mein Eigen nennen, auch wenn dieser inhaltlich nichts mit dem ersten Roman zu tun hat. Diesen möchte ich euch hier nun kurz vorstellen:

Jojo Moyes - Eine Handvoll Worte
1960. Jennifer Stirling müsste eigentlich glücklich sein: Sie führt ein sorgloses Leben an der Seite ihres wohlhabenden Mannes. Doch ihr Herz gehört einem anderen – und er bittet sie, alles für ihn aufzugeben.

2003. Ellie Haworth hat ihren Traumjob gefunden: Sie ist Journalistin bei einer der führenden Zeitungen Londons. Eigentlich müsste sie glücklich sein. Doch der Mann, den sie liebt, gehört einer anderen.

Eines Tages fällt Ellie im Archiv ein jahrzehntealter Brief in die Hände: Der unbekannte Absender bittet seine Geliebte, ihren Ehemann zu verlassen und mit ihm nach New York zu gehen. Als Ellie diese Zeilen liest, ist sie erschüttert. Was ist aus den beiden und ihrer Liebe geworden? Sie stellt Nachforschungen an und stößt auf Jennifer: eine Frau, die alles verloren hat. Alles, außer einer Handvoll kostbarer Worte. Wer die Liebe nicht kennt, kennt nichts. Wer sie hat, hat alles. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)


Montag, 28. April 2014

[SuB-Nachschub] Endlich wieder neuer Lesestoff!

Heute möchte ich euch mal wieder meinen neusten Buch-Nachschub vorstellen! Eines der Bücher hat mir mein Schatz zu Ostern geschenkt (Jojo Moyes' Roman), eines bekam ich von der Autorin selbst (Chiara Ravenna) und eines erhielt ich, weil ich zu den Buchflüsterern gehöre (Kirsty Wark's Roman). Ein bisschen bin ich schon am lesen, trotzdem möchte ich euch die Bücher erst einmal vorstellen - sonst hab ich wieder schneller rezensiert, als erzählt, was es neues gibt! 

Jojo Moyes - Ein ganzes halbes Jahr
Lou & Will. Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird. Eine Frau und ein Mann. Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)
Chiara Ravenna - Il Tedesco
Chiara ist eine junge Italienerin, die auf einem Weingut in der Emilia Romagna, in Italien, aufgewachsen ist. In ihrem Roman erzählt sie ihre Geschichte, die, beeinflusst durch ein Erlebnis in ihrer frühen Jugend, immer wieder zu ereignisreichen Wendungen führt. Dazu kommt ein geheimnisvoller Mann aus der Vergangenheit, der plötzlich wieder auftaucht und die Familie zu bedrohen scheint. Durch ihre deutsche Mutter hat Chiara die Sprache als einziges ihrer Geschwister gelernt. Das kommt ihr in ihrem Beruf als Architektin zugute. Sie restauriert alte Landhäuser, die meist von Deutschen gekauft werden. Aber auch das „dolce vita“, die langen Sommer, Tage am Meer und gutes italienisches Essen kommen nicht zu kurz. Chiaras ganz eigene Auffassung, wie man zum Beispiel einen heißen Sommertag gestalten sollte, nimmt den Leser mit auf eine amüsante Reise. Dort am Meer ist es auch, wo sie „il Tedesco“, den Deutschen, kennenlernt, der beginnt, ihr ganzes, von ihrer Familie durchgeplantes Leben auf den Kopf zu stellen. Neben wunderbaren Einblicken in das „echte“ italienische Leben, gibt es auch dramatische Abschnitte, die für genug Spannung sorgen, um dann wieder ein ausgiebiges Abendessen im Kreis einer italienischen Familie genießen zu dürfen. Die Geschichte spielt in der Emilia Romagna und auf Sizilien und macht kurze Ausflüge in das Italien der Generation vor Chiara, in eine Zeit, als ihre Eltern ihr Glück erst in der Ferne ganz im Süden Italiens, suchen mussten, um es schließlich doch zu Hause zu finden. Das Buch ist die oft heitere, aber auch spannende und zuweilen dramatische Geschichte einer jungen Frau, die zwischen den Traditionen einer alteingesessnen italienischen Großfamilie und dem Kampf um ihre Freiheit und ihr persönliches Glück viele Wege gehen muss. Dabei verliert sie jedoch nie ihren Humor und behält immer den Blick für die schönen und wichtigen Momente im Leben.
(Kurzbeschreibung von www.amazon.de)
Kirsty Wark - Der Gesang der Wellen nach dem Sturm
Auf der kleinen sturmumtosten Insel Arran, im Westen Schottlands, lebt Elizabeth Pringle. Die alte Dame weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und es an der Zeit ist, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und sich von der Seele zu schreiben, woran sie seit Jahrzehnten so schwer zu tragen hat. Kurze Zeit später erlebt Martha die Über­raschung ihres Lebens: Eine Unbekannte namens Elizabeth Pringle hat ihrer kranken Mutter ein Haus auf Arran vermacht. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)

Donnerstag, 17. April 2014

[Rezension] Holly Bourne - This is not a love story

Inhalt
Die 17-jährige Penny Lawson glaubt weder an die Liebe, noch an Seelenverwandtschaft - bis sie bei einem Konzert den Gitarristen Noah kennenlernt und er ihr von da an nicht mehr aus dem Kopf geht. Zwar lässt sie ihn zu Beginn abblitzen, die Anziehungskraft ist jedoch zu groß und sie bemerkt, dass es ohne Noah doch nicht geht. Doch die Umstände werden immer seltsamer und die Liebe der beiden immer größer...
 

Erster Satz des Buches
"Der Tag begann wie jeder andere auch: Mit einem Sonnenaufgang."

Zitate
"Jahrestage waren schon etwas verrücktes: Man hielt inne an einem bestimmten Datum, einem kleinen Quadrat im Kalender, auf das man entweder voller Furcht oder voller Vorfreude hingelebt hatte. Gewöhnlich war das Leben doch ein einziges "So, und was kommt jetzt?", "Der Nächste bitte", und "Wo zum Teufel soll mich das hinführen?" Doch an Jahrestagen legte man eine Pause ein und schaute zurück, wie auf ein Theaterstück aus der eigenen Vergangenheit, das einem durchs Gedächtnis tanzt."

Fazit 
"This is not a love story" ist der Debüt-Roman der Autorin Holly Bourne. Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch, weil der dtv-Verlag wieder eine ganz tolle Aktion für Blogger gestartet hat: Man sollte beschreiben, weswegen man ausgerechnet dieses Buch lesen und rezensieren möchte! Gesagt, getan! Kurz darauf erhielt ich dann die Nachricht, dass ich das Buch gewonnen hätte - worüber ich mich sehr gefreut habe, denn manchmal lese auch ich ganz gerne ein richtig "schnulziges" Buch.

Wir begegnen also Penny, einem 17-jährigen, äußerst zynischen jungen Mädchen, das nicht an die Liebe glaubt und alle Jungen grausig findet. Seit etwa 2 Jahren leidet sie unter Panikattacken, die immer wieder auftreten, man weiß jedoch nicht ganz so genau, woran dies liegt. Seitdem befindet sie sich jedoch in Psychologischer Behandlung, auch wenn sie ihrem Therapeuten meistens irgendwelche anderen Dinge erzählt, aber niemals das, was sie tatsächlich belastet. Ich persönlich konnte mich mit Penny absolut identifizieren: Sie ist zynisch, spöttisch, wenig zu beeindrucken und absolut bodenständig. Im Vergleich zu ihren Freundinnen, Lizzie, Ruth und Amanda, die unterschiedlicher nicht sein könnten, scheint Penny (neben ihrer Freundin Lizzie) noch am normalsten zu sein, kann sich jedoch trotz der Unterschiede immer auf ihre Mädels verlassen. Ruth war mir persönlich am unsympathischten aus diesem 4er-Gespann, denn sie scheint nur auf ihren Vorteil bedacht, muss stets im Mittelpunkt stehen und wehe, jemand stiehlt ihr die Show! Amanda hingegen war eher unauffällig und schüchtern, sodass man sich kein wirkliches Bild von ihr machen konnte. Lizzie ist wohl mit Fug und Recht Pennys beste Freundin - sie kümmert sich stets um sie, verteidigt sie auch ab und an gegen Ruth und steht vorallem immer hinter ihr! 

Als Penny also mit ihren Freundinnen mal wieder auf die sogenannte "Band-Night" geht, bei der immer wieder regionale Bands spielen, passiert es ihr, dass sie unter einer Panikattacke zusammenbricht, gerade als die Band zu spielen beginnt. Amanda und Lizzie schleppen sie nach draußen und umsorgen sie liebevoll, Ruth hingegen bleibt im Konzertsaal und macht dem Gitarristen nicht nur schöne Augen, sondern nutzt Pennys Ohnmacht schamlos aus, um sich über sie lustig zu machen, nur um sich bei Penny sieht rot und geigt Ruth, sowie Gitarrist Noah, der sich inzwischen Ruth angeschlossen hat, die Meinung - und zwar gehörig. Dieser Dialog war einfach nur genial und ich musste lauthals lachen - richtig so!

Noah versucht daraufhin mit Penny in Kontakt zu kommen, da er sich schuldig fühlt, doch sie lässt ihn erstmal abblitzen, obwohl er, im Gegensatz zur restlichen männlichen Bevölkerung irgendwie Eindruck auf sie macht. Über kurz oder lang lernen sich die beiden dann besser kennen und lieben, doch diese Liebe wird sich als mehr als schwierig herausstellen...

Wenn man also zu lesen beginnt, erwartet man in erster Linie einen Liebesroman von seiner schönsten Seite, doch hier wird man überrascht: Bei diesem Roman handelt es sich nicht nur um einen Liebesroman, sondern auch fantastische Elemente ranken sich durch die Geschichte! Manch einer würde hier vielleicht so etwas wie Vampire, Geister, Werwölfe, magische Zaubertränke oder dergleichen erwarten, doch das ist in diesem Buch - zum Glück nicht der Fall. Viel mehr geht es hier um eine Art Geheimorganisation, die etwas überwacht, allerdings ist zu Beginn des Romanes noch nicht ganz klar, was genau sie überwacht. Genau das finden wir aber im Laufe des Romanes heraus und ab da wird es zusätzlich noch spannend! Ich muss zugeben, dass dieser Roman zwischenzeitlich etwas in die Länge gezogen wird und ich mich irgendwann auch fragte, wieso man das ganze so künstlich verlängert - danach ging es dann aber bald schon rund und trotz dieser eher langweiligen Episode konnte mich dieses Buch mehr begeistern, als ich es am Anfang erwartet hätte. Besonders der Schluss, an dem viele Dinge klarer werden, ist an Herzschmerz, Dramatik, Sehnsüchten und Gefühlen kaum zu überbieten und ich kann euch gar nicht sagen, was in dieser Zeit alles in meinem Kopf vorging: dazu war es einfach zuviel! Perfekter hätten man dieses Ende, meiner Meinung nach, nicht schreiben können, denn es rundet etwas ab und verleiht dem ganzen etwas so endgültiges, das man es hinnehmen muss - ob man will, oder nicht.

Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ich hätte noch 5 Leseproben zu vergeben, zu diesem Buch! Bei Interesse einfach einen kurzen Kommentar unter diesen Post verfassen :)

Freitag, 11. April 2014

[Rezension] Michael Schofield - Ich will doch bloß sterben, Papa

Inhalt
Die vierjährige Tochter von Michael und Susan Schofield hat seit ihrer Geburt seltsame Fantasiefreunde und ist um einiges intelligenter, als andere Kinder. Die Eltern vermuten, dass ihr Kind unter einer frühkindlichen Schizophrenie leidet, doch die Ärzte behaupten, das wäre bei ihrem Alter unvorstellbar. Als Janni dann sechs Jahre alt ist, wird tatsächlich Schizophrenie diagnostiziert, doch an der schwierigen Welt, in der Janni, ihr Bruder und ihre Eltern leben müssen, ändert das nur wenig. Michael und Susan setzen alles dran, ihre Kinder zu beschützen und beiden ein möglichst "normales" Leben zu ermöglichen und gehen dabei weit über ihre Grenzen hinaus...

Erster Satz des Buches
"Schizophrenie ist ein wenig wie Krebs."

Zitate
"Schizophrenie ist kein Todesurteil. Es ist eine Krankheit, mit der man umgehen kann und muss. Und sie ist Teil des unendlich vielfältigen Regenbogens des Menschseins. Ich wünsche mir, dass Jani diesen Regenbogen sieht. Und ich wünsche mir, dass Sie diesen Regenbogen sehen. Darum habe ich dieses Buch geschrieben. Dies ist kein Requiem für ein Kind. Es ist eine Reise aus der Finsternis ins Licht."
 

Fazit 
"Ich will doch bloß sterben, Papa", ist eine wahre Geschichte, die der Autor und Hauptbeteiligte Michael Schofield erzählt. Aufmerksam geworden bin ich auf die Geschichte der Schofields durch einen Zeitungsartikel, in dem der Vater von seiner schizophrenen Tochter berichet und ein paar Ausschnitte aus dem Buch zu lesen sind. Das hat mich von Anfang an beeindruckt, interessiert und neugierig gemacht und so fragte ich beim Kösel Verlag an, ob ich ein Rezensionsexemplar bekommen könnte. 

Bevor wir mit dem eigentlichen "Roman" beginnen, lesen wir ein Vorwort des Vaters, der sich dazu äußert, weswegen er dieses Buch überhaupt geschrieben hat. Das Zitat, welches ich mir oben herausgesucht habe, stammt aus dem Vorwort des Vaters und beschreibt ganz gut, wie er versucht, mit der Krankheit seiner Tochter umzugehen. Anschließend tauchen wir direkt in die Welt der kleinen Janni ein, die zu Beginn der Erzählung gerade mal 3 Jahre alt ist. Die Kleine ist bereits den ganzen Tag mit ihrem Vater unterwegs, da dieser versucht, sie bei Laune zu halten und so auszupowern, dass sie abends schlafen kann. Bei Janni ist dies nicht so einfach, denn sie scheint eine unbändige Energie zu besitzen und bevor diese nicht ausgelaugt ist, ist an Schlaf gar nicht zu denken. Irgendwann finden wir uns also mit Vater Michael und Janni in einem Spielzeugladen und die kleine versucht der Verkäuferin glaubhaft zu machen, dass sie zuhause 7 Ratten hätten. Natürlich ist dies nicht der Fall, doch Janni lügt nicht - für sie existieren diese Ratten tatsächlich. Die Verkäuferin spielt das Spielchen erst einmal mit und macht dann den Fehler zu fragen, ob sich Janni gerne Dinge ausdenkt - woraufhin die 3 - jährige völlig durchdreht, wie immer, wenn man ihre Welt als Fantasie abstempelt. Sie reißt alles aus den Regalen und spielt sich als reinster Berserker auf. Immer wenn solche Vorfälle auftreten, hofft Michael stets aufs neue, dass alle Menschen Jannis Welt unterstützen und brav "mitspielen", damit Janni nicht durchdreht.. doch meiner Ansicht nach ist das etwas viel verlangt. Niemand weiß von Jannis Problemen (eine Erkrankung ist bis dato ja noch nicht diagnostiziert) und somit ahnt niemand, was er mit einer,eigentlich völlig normalen, Reaktion auslösen wird. 

Eigentlich ist Janni hochbegabt, wie sich mit der Zeit herausstellt: Sie kann sich bereits mit 18 Monaten in vollständigen Sätzen und völlig grammatikalisch einwandfrei artikulieren und bei einer IQ Messung ergibt sich ein Wert von 146. Leider lässt sich mit ihrem Genie nicht alles erklären und auch wenn Michael und Mutter Susan oft hoffen, dass Janni irgendwann einen Nobelpreis erlangt oder ein kleiner Einstein wird, so ist diese Hoffnung doch sehr weit hergeholt. Janni hat verschiedene Eigenarten, die sie sich nicht nehmen lässt, so geht sie zum Beispiel niemals auf Toilette, sondern macht in eine Windel, die sie jedoch nur zum Verrichten des Geschäfts anzieht und danach sofort wieder aus. Was sie nicht will, dazu bekommt man sie nicht und so bekommt Janni IMMER ihren Willen durchgesetzt. Auch dies führt, bekanntermaßen, zwangsläufig zu Problemen und so haben die Eltern der Kleinen sie schon recht früh nicht mehr im Griff - was nicht nur an ihrer Schizophrenie liegt. 

Im Laufe von Jannis Geschichte landet sie mehrmal in psychiatrischen Einrichtungen und wird dort, mehr oder weniger, gründlich untersucht. Der Neurologe behauptet sogar, sie hätte ADHS und wäre aus diesem Grund so unerträglich - eine Tatsache, die mir ein recht ungläubiges Lachen entlockte. Da wäre sie mal wieder, die momentane Allerweltsdiagnose. Lächerlich!

Interessant sind vorallem die Gefühle von Jannis Vater Michael, denn die bekommen wir am meisten und vorallem am deutlichsten mit. Er bildet sich ein, dass nur er einen Zugang zu Janni hat und am besten mit ihr in ihre Welt eintauchen kann. Zwischenzeitlich entwickelt er sogar einen regelrechten Hass auf seine Frau, weil diese unter Jannis Kapriolen kapituliert und versucht, sie in eine Psychiatrie einzuweisen. Selbst als Janni selbst äußert, dass sie dort wohl besser aufgehoben wäre, streikt Michael und so wirkt die realitätsferne Tochter manchmal vernünftiger, als ihr Vater. Auch wenn man ihn zu Beginn recht gut versteht und auch seine Taten nachvollziehen kann, er will ja seiner Tochter nur helfen, so versinkt man doch schon bald in tiefem Unverständnis und nimmt an, dass Michael selbst die Tragweite der Handlungen seiner Tochter nicht versteht. Selbst dann, als Janni immer wieder versucht auf ihren frisch geborenen kleinen Bruder loszugehen, beschützt er sie und will sie von allem freisprechen. 

Als Janni schließlich 6 Jahre alt ist, wird endlich die Diagnose gestellt: Sie leidet unter frühkindlicher Schizophrenie. Ab da geht es dann endlich bergauf, doch ich als Leserin konnte nur bedingt aufatmen. Zu oft hatte ich den Impuls das Kind zu schütteln, abzugeben oder einfach nur anzubrüllen. Als Janni zwischenzeitlich versucht, sich selbst das Leben zu nehmen, muss ich gestehen, dass ich gehofft habe, dass sie es irgendwann schafft, denn dann hätte die Familie endlich Erlösung erfahren. Es muss verdammt schwierig sein, solch ein Kind großzuziehen und sich jeden Tag aufs neue den unterschiedlichsten Herausforderungen stellen zu müssen!

Nachdem ich dieses Buch zu Ende gelesen hatte, brauchte ich erst einmal etwas Zeit, damit sich das ganze setzen konnte, denn es gibt einfach Bücher, über die man erst einmal nachdenken muss. "Ich will doch bloß sterben, Papa" ist kein Roman, keine Fiktion, sondern die Geschichte einer Familie, die einen erschüttert, einen in eine Fassungslosigkeit hineinschubst und in eine Hilflosigkeit führt, aus der man nur schwerlich wieder herausfindet. Man durchlebt eine ganze Reihe von Gefühlen und fragt sich, wie die Familie mit ihrer Situation so umgehen kann, wie sie es schaffen, ohne zu zerbrechen und immer nur am Rande des Abgrundes zu balancieren, ohne abzustürzen. Wenn ich mir meine Inhaltsangabe von oben durchlese, so erschließt sich daraus im keinster Weise die Dramatik, die dieses Buch beeinhaltet und so mancher wird sich fragen, was an diesem Buch so interessant ist, doch das ist nicht so einfach zu erklären. Bücher, die vom Leben pychisch Erkrankter erzählen gibt es sicherlich wie Sand am Meer, doch dieses hier ist eines das heraussticht. Vielleicht liegt es an der Erzählweise des Vaters, vielleicht aber auch am sehr jungen Alter der Erkrankten, so richtig kann man das im Grunde gar nicht sagen. Alles in allem kann ich euch dieses Buch aus tiefster Seele empfehlen: es berührt, es wühlt auf und bringt uns vorallem alle wohl sehr stark dazu, mal über unser eigenes Leben nachzudenken und zu bemerken, wie froh wir eigentlich sein können, dass es uns und unseren Lieben "so gut" geht.



Wertung: 5 von 5 Sterne!

Ein herzliches Dankeschön an den Kösel-Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Mittwoch, 9. April 2014

[SuB-Nachschub] Ein bisschen was für den SuB!


Die liebe Poppy J. Anderson ließ mir wieder ein Rezensionsexemplar, eine Postkarte, ein Lesezeichen und ein tolles Armbändchen zukommen und eines ihrer Bücher habe ich mir gekauft. Außerdem bekam ich ein Buch von einer Blogger-Aktion, mit 5 tollen Leseproben! Wer interesse daran hat - melden! Die Bücher möchte ich euch hier nun kurz vorstellen:

Poppy J. Anderson - New York Titans 07 - Unverhofft verliebt
Mit den Männern klappt es einfach nicht! Frustriert muss Claire erkennen, dass sie nicht der Typ Frau ist, den Männer heiraten wollen. Schön und gut ... sie haben nichts gegen einen Flirt mit der umwerfenden Rothaarigen einzuwenden und sind auch ganz sicher nicht abgeneigt, ihr das Kleid vom kurvenreichen Körper zu schälen, aber eine langfristige Beziehung scheint in weiter Ferne zu liegen. Doch Claire hat die Nase voll davon, nach Mr. Perfect zu suchen, und beschließt, auch ohne einen Mann an ihrer Seite das Glück zu finden und ein Baby zu bekommen. Wozu gibt es schließlich Samenbanken? Wenn sich Frauen mit Kreditkarten Schuhe und Taschen kaufen können, dann sollte es doch auch möglich sein, die Visa-Karte für den Kinderwunsch zu benutzen! Ihr Entschluss steht fest, doch dann hat ein One-Night-Stand mit dem wortkargen Grant Folgen, die den Einsatz der Kreditkarte unnötig machen ... (Kurzbeschreibung von der Autorenhomepage)

Poppy J. Anderson - Beim zweiten Mal küsst es sich besser
Eigentlich hatte Kate vorgehabt, sich in der osttexanischen Kleinstadt, in der sie aufgewachsen ist, von dem Schock zu erholen, ihren Verlobten nackt auf ihrer Couch mit der gemeinsamen Nachbarin erwischt zu haben, und etwas Abstand zwischen sich und das Großstadtchaos von Los Angeles zu bringen. Dass ihre Großmutter die besten Kuchen der Welt backt, ist da nur von Vorteil, schließlich wünscht sich Kate, etwas bemuttert und umsorgt zu werden. Unglücklicherweise findet sie sich prompt im Kleinstadttratsch wieder, da ihr ein Flirt mit dem Highschoolfootballtrainer Hugh unterstellt wird! Ausgerechnet mit Hugh, ihrem ehemals besten Freund, der das Privileg besessen hatte, ihr nicht nur den ersten Kuss zu geben, sondern auch andere erste Male mit ihr zu erleben. Doch mit der ersten Liebe ist es wie mit einem Kuchenrezept. Manchmal klappt es beim ersten Anlauf nicht, doch dafür schmeckt der zweite Versuch köstlich. (Kurzbeschreibung von der Autorenhomepage)

Holly Bourne - This is not a love story


An die wahre Liebe oder gar an Seelenverwandtschaft hat die 17-jährige Penny nie geglaubt. Bis sie eines Abends bei einem Konzertbesuch auf Noah trifft. Wie ein Magnet fühlt sie sich von ihm angezogen – und Noah geht es anscheinend nicht anders. Sie spürt die gewaltige Kraft der Gefühle und lässt Noah doch mit dem ihr eigenen Sarkasmus abblitzen. Erst als sie sich ein paar Monate später wiedersehen, ist klar: Penny und Noah können nicht voneinander lassen. Doch je näher sie sich kommen, desto gefährlicher scheint ihre Leidenschaft für sie und ihre Umgebung zu sein . . . Ist diese Liebe zu groß für sie? (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)


Montag, 7. April 2014

[Rezension] Poppy J. Anderson - New York Titans 06 - Kein Mann für die Ersatzbank

Inhalt
Bobby O'Connor ist eine erfolgreiche Sportagentin, die sich in der Männerwelt gut zu behaupten weiß. Von allen geachtet und eher als Kumpeltyp angesehen, kommt sie in ihrem Job super zurecht und auch vor riesigen Footballern, die ein Auge auf sie geworfen haben, macht ihre großmäulige Art nicht halt. Als Jack Armstrong die taffe Frau kennenlernt, werden die beiden schnell beste Freunde, doch irgendwann fällt Jack auf, dass Bobby eine sehr attraktive Frau ist...

Erster Satz des Buches

">Kannst Du mir nochmal erklären, weshalb wir das Spiel jetzt bei mir schauen müssen?<"

Fazit 

"Kein Mann für die Ersatzbank" ist ein Roman der Autorin Poppy J. Anderson und Band 6 der "New York Titans" - Reihe. Bei diesem Roman handelt es sich, im Gegensatz zu den anderen Geschichten um eine Kurzgeschichte. Wie euch mittlerweile sicherlich bekannt sein dürfte, bin ich brennender Anhänger der New York Titans Romane, weswegen ich mir auch diesen Band nicht entgehen lassen durfte.

Im Vergleich zu den anderen Romanen geht es hier nicht um einen der Titan's Spieler, sondern um die Sportagentin Bobby O'Connor, die den Spieler Quinn Atherton vertritt. Die New York Titan's Spieler kommen zwar zweitrangig ab und an vor, die Hauptprotagonistin ist jedoch Roberta "Bobby" O'Connor. Durch einen Zufall, und ihren Arbeitskollegen Mike, lernt Bobby den Staatsanwalt Jack Armstrong kennen, mit dem sie sich recht schnell anfreundet. Insgesamt ist Bobby eher nicht "typisch Frau", zumindest nicht die Art, wie sie selbst das typische "Weibsvolk" beschreibt. Sie ist ganz und gar nicht bescheiden, findet zurückhaltende Bescheidenheit ganz fürchterlich, hat einen derben Humor und ist viel eher ein Kumpeltyp, doch genau das hat sie von Anfang an wahnsinnig sympathisch gemacht, denn auch ich fühle mich oft, wie Bobby: mit Frauen kann ich nicht viel Anfangen und die meisten meiner Freunde sind Männer, denn mit ihnen ist das Leben definitiv einfacher. Aus ihrer Sicht gesehen bin ich also auch keine typische Frau und soll ich euch was sagen? Das ist gut so! 

Privat hat Bobby mit dieser Art jedoch ein ziemlich großes Problem, denn keiner ihrer männlichen Freunde nimmt sie wirklich als Frau war und ihre Umgebung macht es ihr da auch nicht wirklich einfacher. 

Als Bobby dann Jack kennenlernt, verstehen sich die beiden sofort blendend und als er ihr sogar eine Wohnung vermittelt, werden die beiden richtig dicke Freunde. Sie beginnen regelmäßig zusammen zu joggen und Basketball zu spielen und verstehen sich immer und immer besser. Und genau da fangen die Probleme an...

Jack und Bobby sind das perfekte Team - beide schlagfertig und mit absolut grandiosem Humor, die sich absolut perfekt ergänzen! Es macht Spaß, den beiden zuzuschauen und ihre Dialoge zu lesen, den nicht nur einmal muss man bei den hitzigen Debatten der beiden Schmunzeln. Als sich die beiden dann nach ein paar (vielen) Drinks näherkommen und im Bett landen, ist das Chaos am nächsten Morgen perfekt, denn eigentlich weiß Bobby, dass sie niemand wirklich als Frau wahrnimmt und geht davon aus, dass sie nur ein One-Night-Stand für zwischendurch war. Natürlich hat sie Angst, die Freundschaft mit Jack zu zerstören, weswegen sie die Fronten schnell klärt und ihm sagt, dass für sie nur eine Freundschaft in Frage kommt. Trotzdem herrscht ab diesem Zeitpunkt eine gewisse Spannung zwischen den beiden, die auch Bobby nicht leugnen kann.

Jack war mir zu Beginn eigentlich sehr sympathisch und seine lustige und lockere Art konnte er auch durch das Buch hinweg immer wieder beweisen. Normalerweise verstehe ich auch recht viel Spaß und bin für kleine Sticheleien absolut zu haben, aber es gibt eine Szene, in der Jack seinen Arbeitskollegen besucht und dessen Frau versucht, ihn mit ihrer Cousine Holly zu verkuppeln. In dieser Situation wirkt Jack auf mich einfach nur total arrogant und fürchterlich, auch wenn ich seine Gedankengänge, bezüglich Holly, durchaus nachvollziehen kann. Trotz dieses kleinen "Faux pas" bleibt er aber durchaus sympathisch und man kann ihm seinen kleinen Aussetzer durchaus noch verzeihen - kann ja jedem Mal passieren. 

Insgesamt muss ich sagen, dass dieser Roman zwar irgendwie ein typischer Poppy J. Anderson Roman ist, aber trotzdem etwas am typischen Charme der übrigen Titans-Romane einbüßen musste. Man merkt ziemlich deutlich, dass dieser Roman eine reine Unterhaltungsliteratur darstellen soll, denn von den tiefgreifenden Themen, die in den letzten Romanen immer vertreten waren (z.B. im Roman zuvor das "Brustkrebs-Thema"), ist hier nichts zu sehen. 

Wertung: 4 von 5 Sterne!

[SuB-Nachschub] Ein klitzekleines Rezensionsexemplar!

Durch einen Zeitungsartikel bin ich auf die Geschichte von Michael Schofield aufmerksam geworden und habe dann direkt mein Glück beim Verlag versucht und auch ein Rezensionsexemplar bekommen! :)

Michael Schofield - Ich will doch bloß sterben, Papa
Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die damit konfrontierten Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei so etwas unvorstellbar. Doch der Verdacht bestätigt sich: Bei dem inzwischen sechsjährigen Mädchen wird Schizophrenie diagnostiziert. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Eine Ratte flüstert ihr ein, ihren Bruder zu misshandeln, eine Katze sagt ihr, sie solle sich selbst töten, eine Stimme in ihr drängt sie dazu, aus dem Fenster zu springen. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie auseinanderzubrechen droht.

Diese packende Geschichte ist dramatisch und Mut machend zugleich. Sie lässt hoffen, dass die bedingungslose elterliche Liebe Jani künftig ein halbwegs lebenswertes Leben ermöglichen wird. (Kurzbeschreibung: www.amazon.de)

Donnerstag, 3. April 2014

[Rezension] Poppy J. Anderson - New York Titans 05 - Knallharte Schale, zuckersüßer Kerl

Inhalt
Eigentlich geht die Allgemeinheit von New York davon aus, dass es sich bei Dupree Williams um einen knallharten Footballspieler handelt, der bei seinen Gegnern nur Angst und Schrecken auslöst. Doch keiner weiß, dass es sich bei Dupree um einen eher schüchternen Zeitgenossen handelt, der seine Unsicherheit in der Öffentlichkeit zu überspielen versucht. Als er die hübsche Sarah gerne kennenlernen möchte, passiert ihm ein dummer Fehler: er verlässt sich auf seinen Teamkameraden Blake und übernimmt seine Form der Anmachspürche. Ein fataler Fehler, wie er an seinem demolierten Intimbereich schnell feststellen muss. Als sich Sarah später dann auch noch als Ansprechpartnerin für die New Yorker Brustkrebshilfe herausstellt, die Dupree seit Jahren unterstützt und Dupree eine Kampagne mit ihr besprechen soll, ist das Chaos natürlich perfekt...

Zitate

"Dupree mochte nicht sehr erfahren sein, dennoch war ihm sofort klar gewesen, was die ältere Dame mit dem verlebten Gesicht von ihm wollte. Ein Blick auf ihr Profilbild hatte in ihm den Wunsch ausgelöst, sich die Augäpfel mit einer Gabel zu amputieren und schreiend durch die Wohnung zu rennen. Auf dem Bild hatte ihr grellrot gefärbtes Haar nicht nur so ausgesehen, als hätte sie es in einen Toaster gesteckt, nein, die alte Dame hatte durchsichtige Unterwäsche getragen und sich anscheinend nicht daran gestört, dass sich niemand mehr vorzustellen brauchte, wie sie wohl nackt aussah, denn das hatte sich bereits erledigt."

Erster Satz des Buches

"Schwarze Jungen, die in Alabma aufwachsen, fünf jüngere Geschwister haben und sich kaum an den Vater erinnern können, der mit der Flasche Jack Daniels und der siebzehnjährigen Nachbarstochter auf dem Beifahrersitz abhaut, während die hochschwangere Ehefrau den Küchenfußboden putzt haben nur eine Möglichkeit, diesem Elend zu entkommen: Football."

Fazit
"Knallharte Schale, zuckersüßer Kerl" ist ein Roman der Autorin Poppy J. Anderson. Da ich von den Geschichten dieser Autorin überaus begeistert bin, komme ich natürlich nicht drumherum ihre Romane nach und nach zu lesen und zu rezensieren und meine Begeisterung mit euch zu teilen. Auch dieses Buch bekam ich wieder als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt, wofür ich mich noch einmal recht herzlich bei Poppy J. Anderson bedanken möchte!




Zuerst einmal muss ich wirklich sagen, dass ich mich gefreut habe, als ich erfahren habe, dass sich Band 5 der "New York Titans"-Reihe um Dupree dreht, denn der sympathische und zurückhaltende Footballer war mir in den letzten Romanen bereits so ans Herz gewachsen, dass ich auf seine Geschichte richtig gespannt war! Und ich kann Poppys Mutter, die die Autorin zu Beginn zitiert nur zustimmen: 


"Dieser junge Mann verdient eine eigene Geschichte. Endlich möchte ich einmal lesen, dass auch ein nicht perfekt aussehender Adonis sein Liebesglück finden kann. Die Welt ist nicht voll von Models und Schauspielern." 

Jawoll, ja! 

Zu Beginn der Geschichte erfahren wir also erst einmal etwas über Duprees doch recht schwierige Kindheit, mit 5 Geschwistern und keinem Vater - denn der zog es vor, mit der 17 jährigen Nachbarin zu verschwinden, als Duprees Mutter hochschwanger war. Unter dieser Tatsache litt Dupree sehr lange, denn der Spott der Gemeinde war dieser Familie sicher. Letztlich wurde die Tatsache, dass Duprees Vater durchbrannte, nur noch davon getoppt, dass der Prediger der Gemeinde irgendwann durchdrehte und sich auf einer Beerdigung nackt als Messias ausgab - woraufhin er in die Geschlossene eingeliefert wurde. Doch wie so oft ist, ist auch dies nicht der einzige Faktor, weswegen Dupree keine leichte Kindheit hatte: auch wegen seines außergewöhnlichen Namens wurde er stets gehänselt, ebenso deswegen, weil er aus einem der ärmsten Viertel kam und stets die abgetragenste Kleidung trug. Auch sein zurückhaltendes Wesen trugen nicht gerade dazu bei, dass er sich bei der Allgemeinheit besonders behaupten konnte. 


In der Schule wurde der einfühlsame Junge gemobbt und erhielt wenig Zuspruch, er war immer Außenseiter, was sich nur bedingt besserte, als er ins Football-Team aufgenommen wurde. Dort konnte er sich dann zumindest auf dem Spielfeld mit den Teamkollegen arrangieren, außerhalb dessen war er jedoch nach wie vor der Außenseiter. Was die Autorin hier beschreibt, ist auch heutzutage leider noch sehr typisch - bist Du anders, als die anderen, oder hast nicht das Geld um Dich anzupassen, bist Du meist Opfer von Mobbing und Hänseleien und, daraus resultierend, ziemlich einsam. Ich finde es sehr schade, dass so etwas wirklich vorherrschen muss und ich kann mich in Dupree ziemlich gut einfühlen - es muss wahrhaft schrecklich sein, wenn man so behandelt wird! 



Als Dupree die Schule verlässt und ins Team der New York Titans aufgenommen wird, bessert sich seine Situation schlagartig, denn er findet Freunde, wird in eine Gemeinschaft aufgenommen und fühlt sich dort auch sofort pudelwohl. Auch wenn er von seinen Teamkollegen, insbesondere Blake, häufig aufgezogen wird, ist dies nichts im Vergleich zu seiner Kindheit und immerhin hat er im Team auch noch Julian, der sich Dupree gegenüber verhält, als wäre er sein großer Bruder. Wenn man Duprees Geschichte so betrachtet, dann freut man sich richtig für ihn und findet es toll, dass er sich bei den Titans so extrem wohl fühlen kann. Zwar entdeckt man im Verlauf der Geschichte immer wieder kleine "Unzufriedenheiten", aber im großen und ganzen wirkt Dupree sehr viel glücklicher! 



Dupree als Person wirkt von außen auf viele vielleicht angsteinflößend, nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen seiner Statur. Lernt man den netten Riesen dann aber etwas besser kennen, bemerkt man, dass hinter der "Harten Schale" tatsächlich ein "Zuckersüßer Kerl" steckt, er ist gütig, warmherzig, liebevoll und selbstlos. Nicht nur einmal hatte ich das Bedürfnis, den Großen zu bemuttern oder knuddeln zu wollen (- auch wenn er das nicht gerne hören würde)! Seine Schüchternheit, insbesondere Frauen gegenüber, ist nicht nur absolut niedlich, sondern auch absolut verständlich, wenn man denn seine Geschichte kennt. Als er die hübsche Sarah gerne näher kennenlernen möchte, sich aber auf Grund seiner Schüchternheit ziemlich unbeholfen benimmt, macht er den Fehler auf seinen Teamkameraden Blake zu hören - und bringt sich in eine ziemlich peinliche Situation, die mit einem Tritt in die Weichteile endet.


Der herzensgute Dupree vertritt seit 2 Jahren die Brustkrebshilfe von New York und dummerweise ist ausgerechnet die Vorsitzende, die sich gemeinsam mit ihm um eine Kampagne kümmern soll. Verständlicherweise ist sie zuerst ziemlich zurückhaltend und kratzbürstig drauf, versucht ihm möglichst aus dem Weg zu gehen und ihm nur zu begegnen, wenn sie gar keine andere Wahl mehr hat. Irgendwann kann sie einem Gespräch mit ihm jedoch nicht mehr entgehen und muss bemerken, dass Dupree vielleicht doch gar nicht so überheblich, arrogant und sexistisch ist, wie sie ihn zu Beginn eingeschätzt hatte...

Sarah war mir direkt sympathisch und im Laufe der Geschichte lernen wir sie ziemlich gut kennen. Ihre Vergangenheit trägt einen großen Teil dazu bei, wie sie sich heute verhält und hat ihr innerstes zutiefst geprägt. Ich persönlich bewundere Frauen wie Sarah sehr und wenn ich könnte, würde ich ihr meinen tiefsten Respekt aussprechen. Warum? Das werdet ihr in der Geschichte erfahren! Auf jedenfall bleibt noch zu sagen, dass Sarah trotz ihrer Vorgeschichte irgendwann über ihren Schatten springen kann, was sie nicht bereuen wird.



Was mir in diesem Roman sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass wir besonders über Julian und Liv, den Protagonisten aus den ersten Titans-Band, mehr erfahren, denn diese beiden sind mir doch ziemlich ans Herz gewachsen. Auch Erin und Tom sind wieder mit Zoey vertreten, wodurch auch Duprees Geschick mit Kindern deutlich zutage gebracht werden kann. Selbstlos wie er ist, kauft er sogar zwei Hundebabys, die er dann, nach Zoeys Vorschlag Pippa und Poppy nennt. Herzergreifend süß! Bei der Namenswahl musste ich dann doch etwas schmunzeln - Poppy scheint ja ein recht eigenwilliges "Bürschchen" zu sein... ein männliches Pendant zur Autorin? 



Auch das Thema Brustkrebs wird von der Autorin ebenso sensibel wie offensiv angegangen, was ich sehr sehr gut fand. Auch wird deutlich, dass es sich hierbei nicht nur um ein "Frauenthema" handelt, denn zu den meisten Frauen gehört auch ein Mann, der von dieser Erkrankung dann auch mehr oder weniger betroffen ist. Ich finde, dass wir uns alle mehr damit auseinandersetzen und hellhörig werden sollten, wenn solche Kampagnen durch die Medien ziehen, denn jeder kann davon betroffen sein - Frauen und Männer.

Insgesamt kann ich euch diesen Roman wirklich ans Herz legen, wie ihr an meinem ewigen Monolog vielleicht schon erahnen konntet! Er besticht mit einem grandiosen Humor, wunderbaren Charakteren und einer teilweise sehr ernsten Thematik, die zum Nachdenken anregt. 



Bewertung: 5 von 5 Sternen!

Ein herzliches Dankeschön an die Autorin, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Mittwoch, 2. April 2014

[News] Neue Blog-Domain!

Heute darf ich euch voller Stolz präsentieren, dass mein Blog nun eine völlig eigene .de Domain "sein eigen" nennen kann: 


Zwar erreicht ihr meinen Blog auch weiterhin unter der bekannten Adresse, aber die .de Domain ist schon schick - und vielleicht etwas einprägsamer, als die mit dem .blogspot zwischendrin :D