Dienstag, 30. September 2014

[Statistik] Für den September!

Heute Abend möchte ich euch bereits meine September-Statistik vorstellen:

Gelesene Bücher: 7
Geschriebene Rezensionen: 7
Rezensionsexemplare: 5
Gekauft: /
Geschenkt bekommen: /
Gewonnen: /
Bücher auf dem SuB (am Ende des Monats): 75


Fazit: Dieser Monat war Lesetechnisch sehr viel besser, als der Vormonat! Dies lag jedoch auch vorallem daran, dass ich 2 Wochen Urlaub hatte und nochmal knapp 2 Wochen mit heftigster Grippe flach lag... Immerhin ist mein SuB gewaltig geschrumpft, was ich ganz gut finde - weiter so, ist mein Motto :D

[Rezension] Erich Ohser - Vater und Sohn - Band 1

Inhalt
Vater und Sohn, die beiden liebenswerten Bildgestalten aus der Feder von Erich Ohser alias e.o.plauen, werden 80 Jahre alt! Pünktlich zu diesem runden Geburtstag gibt es die drei »Klassiker«-Bände mit je 50 Vater und Sohn-Geschichten in attraktiver neuer »Verpackung« und Gestaltung. Ob in den 1930er-Jahren oder heute: Millionen Leser schmunzeln über das herzensgute Paar, das mit viel Menschenliebe und Pfiffigkeit, Fantasie und Spielfreude seine Alltagsabenteuer besteht. (Kurzbeschreibung von www.suedverlag.de)


Fazit
Die "Vater und Sohn" - Zeichnungen von Erich Ohser wurden 1934 das erste Mal in einer Zeitung veröffentlicht und sind bis heute populär. Als ich darauf aufmerksam wurde, dass diese Zeichnungen neu veröffentlicht werden, war ich sofort Feuer und Flamme dafür, denn mit diesen Zeichnugen bin ich quasi aufgewachsen. Schon etwa im Jahre 1994, als ich zarte 5 Jahre alt war, setzte sich meine Oma neben mir auf die Küchenbank und erzählte mir etwas zu den Geschichten von Vater und Sohn. Bis heute muss ich schmunzeln, wenn ich daran denke und aus diesem Grund möchte ich euch meine Gedanken zu diesen wundervollen Zeichnungen einfach mal etwas näher erläutern. 

Wenn ich die erste Seite aufschlage, werde ich direkt ins Geschehen hineingeworfen und bekomme sofort einen Einblick in die Beziehung zwischen Vater und Sohn. In den folgenden Zeichnungen, die trotz ihrer Einfachheit außerordentlich aussagekräftig sind, lernt man nicht nur einige Facetten der beiden "Protagonisten" kennen, sondern wird ebenso von ihrer gegenseitig herzerweichenden Art überwältigt. Auch die Schadenfreude, die die beiden häufig an den Tag legen, bringt einen mehr als einmal zum lachen, genauso wie die Tatsache, dass sowohl Vater, als auch Sohn, außerordentlich schlechte Verlierer sind. In den Zeichnungen wird deutlich, dass sich die beiden sehr ähnlich sind, für jeden Spaß zu haben und einfallsreicher, als so manch anderer. Trotz der Tatsache, dass der Vater mit den Verhaltensweisen seines Sohnes nicht immer einverstanden ist, oft schnell zornig wird und den Sohn bestraft, so hat er doch meist ein schlechtes Gewissen.
Am Ende des Buches erfahren wir etwas über den mittlerweile verstorbenen Autor und seine Bildgeschichten, die schon seit einigen Jahrzehnten durch die Welt geistern. Außerdem ist im Anhang ein Quellenverzeichnis abgedruckt, in dem vermerkt wurde, aus welcher Zeitung die jeweilige Zeichnung kopiert wurde - was ich selbst recht faszinierend finde, denn grundsätzlich ließe sich die Zeitung bestimmt noch irgendwo in einem Berliner Archiv finden. Das wäre doch mal spannend herauszufinden!


Insgesamt kann ich euch dieses wundervolle Buch voller Zeichnungen nur empfehlen, denn auch wenn man keine Kindheitserinnerung damit verbindet, so macht es doch Spaß, in die Geschichten von Vater und Sohn einzutauchen. Nicht immer braucht man dafür Worte, musste ich feststellen, denn trotz ihrer Einfachheit erzählt sich die Geschichte durch die Bilder von selbst und die Zeichnungen sprechen für sich. Jedem Fan toller Geschichten, der nicht unbedingt Farbe und Sprechblasen braucht (wobei es die Zeichnungen von Vater und Sohn auch coloriert gibt!), kann ich dieses wundervolle Büchlein nur empfehlen und ich bin sicher, es wird euch einige tolle Momente bescheren!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Sonntag, 28. September 2014

[SuB-Nachschub] Ein bisschen was für meinen SuB!

Die letzten Tage erreichte mich so einiges an Buch-Nachschub, den ich euch nun gerne vorstellen würde!

Tag der Nacht - Marcel Fenske-Pogrzeba

Tag der Nacht erzählt die Geschichte von Mara, einem jungen Mädchen, dass mit ihrer Mutter nach Schweden zieht, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch statt sich in ihre neue Heimat einzugewöhnen, lässt sie sich von dem Troll Osol in eine mythische Welt voll Geister und Fabelwesen ziehen. Bei einem Unfall tötet sie einen Troll und wird dazu verpflichtet, seine Rolle als Leiter der Seelen einzunehmen. Von diesem Moment an zeigt sie zusammen mit Osol, dem jüngeren Bruder des Toten, den Seelen Verstorbener den Weg nach Nibelheim, dem Reich der Toten. Doch hinter den Kulissen der heilen Welt der Trolle herrscht Verrat und Angst. Der Tod von Osols Bruder löst einen Krieg in der mythischen Welt aus. Die Geschichte bewegt sich zwischen der realen Welt auf der Insel Orust und Jotunheim, der Heimat der Trolle. Während Mara versucht, ihre Aufgabe zu meistern, den Seelen ihren Weg zu leiten, muss sie sich gleichzeitig mit den Konsequenzen ihres Handelns auseinandersetzen. Ihre Mutter gerät in Panik, als ihre Tochter für zwei Tage spurlos verschwindet. Auch in Jotunheim ist nichts mehr wie es war, denn der Tod des Trolls weicht die Grenzen zur Welt der Toten auf. Immer wieder muss sich Mara der Frage stellen, wie viel Menschlichkeit noch in den Seelen der Toten steckt und ob ein Krieg die Lösung für die Bedrohung aus Nibelheim sein kann. In Tag der Nacht werden viele Elemente aus nordischen Sagen aufgegriffen und in ein neues Licht gerückt. Trolle, Hexen, Geister, Elfen und Feen sowie Vogel- und Wolfsmenschen bevölkern Jotunheim, ein Reich zwischen Tradition, Magie und moderner Technologie. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)

Was sich liebt, das rächt sich nicht - Rose Snow
Maya ist wieder Single - und dabei kann es auch gerne bleiben. Denn die chaotische Maya stolpert beinahe prinzipiell von einer Katastrophe in die nächste. Gerade erst hat sich der Ex als Betrüger entpuppt, nun stellt sich heraus, dass die neue Wohnung auch nicht viel besser ist: Umgeben von neurotischen Nachbarn und der verrücktesten Hausordnung der Welt wird die Probezeit zum gelebten Horror. Einziger Lichtblick ist der gutaussehende Nachbar Holger, in den sich Maya auch prompt verliebt. Leider wird aus Wolke sieben ganz schnell Hölle acht – denn Holger hat nicht nur ein Geheimnis, er betrügt Maya auch noch. Grund genug, es ihm so richtig heimzuzahlen. Wie gut, dass Mayas durchgeknallte Freundin eine Racheagentur leitet. Ohne Mayas Zutun entspinnt sich ein verhängnisvoller Plan, der plötzlich verdammt schiefläuft ... (Kurzbeschreibung von www.amazon.de) 


Vater und Sohn, Band 1 - Erich Ohser
Vater und Sohn, die beiden liebenswerten Bildgestalten aus der Feder von Erich Ohser alias e.o.plauen, werden 80 Jahre alt! Pünktlich zu diesem runden Geburtstag gibt es die drei »Klassiker«-Bände mit je 50 Vater und Sohn-Geschichten in attraktiver neuer »Verpackung« und Gestaltung. Ob in den 1930er-Jahren oder heute: Millionen Leser schmunzeln über das herzensgute Paar, das mit viel Menschenliebe und Pfiffigkeit, Fantasie und Spielfreude seine Alltagsabenteuer besteht. (Kurzbeschreibung von www.suedverlag.de)


Magisterium - Der Weg ins Labyrinth - Holly Black / Cassandra Clare
Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium. Der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre zu gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de) 


Moos. Fisch. Rinde. Blatt: Genuss der Landschaft 
- V. Brienza/L. Martini/M. Rathmeyer
Valentino Brienza und Luisa Martini, lieben die Vielfalt, die uns die Natur schenkt. Die beiden, die derzeit auf dem Luxuskreuzfahrtsschiff "Seacloud" kochen, haben über Monate mit verschiedensten Zutaten aus Wald, Wiese, Feld und Wasser experimentiert, um auf ganz neue Geschmacksinspirationen zu kommen. Und der Versuch hat sich gelohnt: Anhand von 60 kreativ-raffinierten Rezepten zeigen die zwei Jungköche mit ihrer Freestyle-Naturküche erfrischende Möglichkeiten auf, Grenzen auszuloten, Genuss neu zu definieren. Mit ungewöhnlichen Zutaten wie Moos, Rinde oder Birkensaft, aber auch Holzkohle und Sägemehl bringen Brienza und Martini Abwechslung in den Haushalt. Und beweisen damit, dass man praktisch alles kulinarisch verwerten kann, was in der Umgebung wächst. Dabei ist ihr Credo: Möglichst nichts wegwerfen, alle Teile verwerten. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de) 

Donnerstag, 25. September 2014

[Ebook - Rezension] Gabriel Namara - Claires Bestrafung



Inhalt
Bob "Oscar" Kisiensky ist ein Junge, der von seiner Mutter stets nur schikaniert wird. Er lernt einzig aus ihren Bestrafungen und Liebe ist für ihn ein Fremdwort - eigentlich, denn er liebt die schöne Nachbarstochter Claire. Doch Claire ist unnerreichbar für ihn, sagt zumindest Bob's Mutter und redet ihm damit ein, dass kleine dicke Jungen niemals eine Chance haben, bei solch hübschen Mädchen. Eines Tages begegnet er Claire auf der Straße und seltsamerweise weiß sie nicht nur ganz genau, was im Hause Ksiensky abläuft, sondern zeigt auch noch eine Menge Mitgefühl, mit dem gepeinigten Jungen. Was Bob nicht weiß: es handelt sich um einen Hinterhalt und das End vom Lied ist, das Bob gefesselt im Keller seines Elternhauses sitzt und seine Hoden mit dem Hammer zertrümmert bekommt - von seiner eigenen Mutter. 

Bald schon ist Bob's bzw. Oscars einziges Ziel die Rache an Claire, doch dafür muss er üben. Üben, bis er gut genug ist, um Claire angemessen zu bestrafen. 

Erster Satz des Buches
"Atme. Er beobachtete das geschundene Reh, wie es da lag und atmete."

Fazit
"Claire's Bestrafung" ist der erste Teil der Trilogie um Claire und Bob/Oscar, von Gabriel Namara. Eigentlich wollte ich mich ja von Ebooks im Allgemeinen eher distanzieren, da ich aktuell keinen Ebook-Reader mehr zur Verfügung habe, mir das Lesen auf dem Iphone zu anstrengend ist und ich mir eigentlich auch keinen Ebook-Reader mehr zulegen wollte. Wie es jedoch in aller Regel so ist, bekommt man genau dann von manchen Büchern vorgeschwärmt oder soviel erzählt, dass man sie einfach lesen MUSS. So war es auch bei "Claire' Bestrafung", der Übeltäter war dieses Mal meine eigene Mutter. Genau wie ich war sie schon immer eine Leseratte, ist jedoch eher im Bereich Krimi/Thriller unterwegs. Im Grunde lese ich dieses Genre auch ganz gerne, muss aber auch wirklich Lust darauf haben, sonst wird das nix, mit dem Buch und mir. Von diesem Roman erzählte sie mir jedoch so viel, dass ich neugierig wurde und einfach anfangen musste zu lesen!

Bob ist ein dicklicher Junge in der Pubertät, der unter den Quälereien seiner Mutter massiv zu leiden hat. Schon zu Beginn des Buches bekommen wir einen Einblick in die Erziehungsmaßnahmen dieser Frau und schon die ersten Seiten versetzen einen als Leser in einen Zustand, der wohl mit nichts besser als Fassungslosigkeit und Kopfschütteln zu beschreiben wäre. Bobs Mutter backt dem Jungen, den sie ohnehin für zu dick hält, einen Schokoladenkuchen, den er ganz aufessen muss - ob er will oder nicht. Tapfer stopft Bob Stück für Stück in sich hinein und als das letzte Stück geschafft ist, übergibt er sich postwendend auf den blankgeputzten Linoleum-Boden. Der Kommentar seiner Mutter, der auf diese Aktion hin folgt ("Du bist so ekelhaft fett. Dicke Jungs kriegen keine hübschen Mädchen. Daran solltest Du denken, wenn Du Dich so vollstopfst, Du verfressenes, kleines Hündchen. Du bist genau wie Dein Vater. GENAU SO wie Dein Vater.") fördert nun auch den Brechreiz des Lesers und ich für meinen Teil fühlte mich ein bisschen schlecht, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Ich wollte wissen, was weiterhin mit Bob passiert. In diesem Stadium empfindet man noch Mitleid, mit dem armen, gequälten, misshandelten Jungen, der wohl sein Leben lang schon nichts als Schikane ertragen musste. Wie ihr vielleicht ahnt, bleibt es nicht dabei, dass Bob nur essen muss, bis es ihm sinngemäß aus den Ohren kommt, er
muss es natürlich auch noch aufwischen. Und am nächsten Morgen nochmal darüber wischen. Und die Küche putzen, während seine Mutter Kuchenteig auf den Boden wirft. Und die Reste auflecken. Ich könnte diese Reihe endlos weiterführen, doch dann würde ich zuviel vorneweg nehmen und ich bin der Meinung, dass ihr dies definitiv mit eigenen Augen lesen solltet. 


Doch wie sagt man so schön? Ein Unglück bleibt selten allein und so trägt es sich zu, dass Bob das wunderschöne Nachbarsmädchen kennenlernt. Wie durch ein Wunder kennt sie seine Situation zuhause, zeigt Mitgefühl, wie es Bob noch nie erlebt hat und nimmt sich seiner an - doch nicht ohne Hintergedanken. Claire führt den armen Jungen hinters Licht und so trägt es sich zu, dass er sich nicht nur verraten und verkauft fühlt, sonder auch noch körperlich darunter leiden muss. Weil Claire behauptet, Bob hätte sie vergewaltigt, wird er von seiner eigenen Mutter bestraft - mit einem Hammerschlag auf seine Hoden. Wir machen einen Zeitsprung und als Bob, der sich nun Oscar nennt, sich wieder etwas erholt hat, beginnt er zu üben. Zu üben für die Rache an Claire. Und das, ist mehr als grausam... Spätestens ab da verliert man dann aber jegliches Mitleid und jegliche Sympathie, für den armen, gequälten Bob, denn ab diesem Zeitpunkt entwickelt er sich zum Serienkiller par excellence. 

Dieser Roman ist vieles.. Grausam. Blutig. Hardcore. Haaresträubend. Nervenkitzelnd. Aber trotz all der Schaurigkeit absolut genial, denn er verliert nie an Spannung und die Handlung zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Man erfährt nicht nur, was Oscar für bösartige Taten begeht, sondern taucht auch noch in das Leben eines der "Opfer" ein, was die ganze Geschichte noch dramatischer macht. Man fühlt sich der Situation viel näher, erlebt alles auf viel lebendigerer Ebene und fragt sich mehr denn je, welch abartige Fantasie dieser Autor mit sich herumträgt. Trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen und dringt ein, in eine Welt voller Gewalt, Tod und Grausamkeit, der man sich nicht so schnell entziehen kann. Dieser Roman ist nichts für zartbeseitete Seelen, bietet aber jedem Hardcore-Horror-Fan einen grandiosen Lesespaß.   


Wertung: 5 von 5 Sterne!

Dienstag, 23. September 2014

[Rezension] Courtney Collins - Unbändig

Inhalt
Australien 1921: Eine Farm steht in Flammen, ein Mann ist tot – und eine junge Frau flieht mit blutverschmierten Händen bei strömendem Regen und peitschendem Sturm in die wilden Berge. Ihr viel zu früh geborenes Kind musste sie zurücklassen. Bald werden Männerbanden ihrer Spur folgen, auf sie ist Kopfgeld ausgesetzt. "Unbändig" erzählt ergreifend und aufwühlend vom Leben, von Freiheit und davon, Frau zu sein. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)

Erster Satz des Buches

"Wer hat nicht schon einmal von Harry Houdini gehört?"

Fazit

"Unbändig" ist ein Roman der Autorin Courtney Collins. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich "Buchflüster" und bekam dieses Buch daher einfach zum Lesen und Bewerten zugesandt. Ich für meinen Teil interessiere mich zwar durchaus für Bücher dieses Genres, hätte mir aber speziell dieses Buch nicht gekauft - was sich im Nachhinein wohl auch bestätigt hat, aber dazu in der Rezension mehr.

Zu Beginn des Romanes befinden wir uns im Jahre 1917, indem die 23-jährige Jessie gerade aus dem Gefängnis rauskommt, indem sie wegen Pferdediebstahl festsaß. Dies gelingt ihr jedoch nur auf Grund eines guten Deals: Sie tauscht ihre Gefängniszeit gegen Arbeitszeit bei Fitzgerald Henry, wo sie Hausarbeiten durchführen soll und für die Arbeit mit den Pferden zuständig ist. Doch Fitz ist kein einfacher Hausherr, denn durch seinen übermäßigen Alkoholkonsum wird er ziemlich brutal und über die Maßen herrschsüchtig. Jessie erträgt all das mit einer Engelsgeduld, denn das letzte, was sie will, ist wieder im Gefängnis landen. Als Jessie schwanger wird, plagt sie sich immer mehr mit Fluchtgedanken und als Fitz sie mit einer hinterhältigen Aktion hinters Licht führt, beschließt sie zu fliehen. Doch mit einer einfachen Flucht ist es nicht getan und so erschlägt sie ihren Peiniger nicht nur, sondern zündet es auch noch an. Doch leider hat Fitz vor seinem Tod ganze Arbeit geleistet und auf Jessie steht bereits ein Kopfgeld aus, was ihr die Flucht nicht wirklich erleichtert. Unterwegs bringt sie schließlich ihr Kind zur Welt, beschließt jedoch, dass es in dieser Welt keinen Platz zum Leben hat, weswegen sie es schließlich ermordet und begräbt. Durch den Blutverlust wird sie schließlich ohnmächtig und so wird sie von einem alten Ehepaar gefunden und wieder aufgepäppelt. Doch das Leben muss auch für Jessie irgendwann weitergehen und so schließt sie sich bald einer Bande Pferdediebe an und ihre Vergangenheit beginnt sie einzuholen...

Ich persönlich konnte mich für diesen Roman so gar nicht erwärmen. Es war langatmig und besonders der erste Teil, in dem Jessies totes Baby aus seiner Sicht berichtet, war ebenso
skurril, wie nervig. Mit dieser Erzählweise konnte ich mich so gar nicht anfreunden und auch die ganze Geschichte an sich fand ich mehr als schleppend. Jessie selbst war mir mit ihrer ganzen Art nicht nur absolut unsympathisch, auch ihre Handlungsweisen konnte ich absolut nicht nachvollziehen (bis auf den Mord an Fitz, zugegeben)! Die Figur des Jack Brown, einem Aborigine, ist eine der wenigen, die mir wirklich sympathisch waren, denn er liebt Jessie nicht nur abgöttisch, sondern macht sich sogar auf die Suche nach ihr, als sie von Kopfgeldjägern gesucht wird.

Insgesamt konnte ich dem Buch also aus oben genannten Gründen nicht wirklich viel abgewinnen und einzig Jack ist ein Faktor dafür, dass ich dem Buch nicht nur einen Stern gebe! Auch die Landschaftsbeschreibungen gefielen mir recht gut, denn sie ließen einem das ganze richtiggehend vor Augen ablaufen und man konnte sich die ganze Geschichte vor dem entsprechenden Hintergrund vorstellen!


Wertung: 2 von 5 Sterne!

Freitag, 19. September 2014

[Rezension] Amanda Frost - Siria - Reihe 03 - So fern wie ein Stern

Inhalt  
Tierarzt Mark wird, wie seine Vorgänger, vom Planeten Siria auf die Erde geschickt, um sich eine Frau zu suchen. Anscheinend hat er jedoch kein besonderes Geschick mit Frauen, denn anders lässt es sich nicht erklären, dass sein Date Elena bei einem Unfall ihr Gedächtnis verliert und völlig orientierungslos im Krankenhaus aufwacht. Da Elena nicht einmal mehr weiß, wer sie ist und auch Mark nur wenig Informationen über sie hat, ist sie erst einmal völlig alleine und in seiner Hilflosigkeit nimmt sich Mark ihrer nicht vor an, sondern bringt sie direkt auf seinen Planeten. Er lässt sie in dem Glauben, dass Siria auf der Erde bekannt ist, er seine Existenz jedoch lieber Geheim hält, weil die beiden Planeten untereinander aber nicht so gut miteinander auskommen. In kürzester Zeit stellt Elena nun nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Töchter auf den Kopf und ständig plagt Mark die Frage: Was passiert, wenn sich Elena wieder an alles erinnern kann?

Erster Satz des Buches

">Papa, bitte lass uns nicht so lange allein", bettelte Carina, während dicke Tränen über die makelloses, blasses Gesicht kullerten und im Licht der untergehenden roten Sonnen glitzerten wie Edelsteine."

Fazit 
"So fern wie ein Stern" ist der dritte Band der Siria-Reihe der Autorin Amanda Frost. Da ich die letzten beiden Romane der Autorin regelrecht verschlungen habe (Rezensionen gibts hier und hier), kam ich natürlich auch dieses Mal nicht drumherum, den dritten Band dieser Reihe zu lesen und bin nun wirklich enttäuscht, dass die Trilogie damit ihren Abschluss gefunden hat! Aber lest selbst...

Nachdem Rafael und Simon bei ihrer Suche nach einer irdischen Frau mehr als erfolgreich waren, ist es nun an Mark, auf die Erde zu reisen und sich dort nach einer Gefährtin umzusehen. Anders als bei Rafael und Simon sucht Mark jedoch weniger die große Liebe, denn an die glaubt er ohnehin nicht, sondern vielmehr eine Mutter für seine Töchter. Wie uns relativ schnell klar wird, scheint der smarte Tierarzt im Allgemeinen eher wenig mit Gefühlen am Hut zu haben und so erhofft er sich eine Frau, die er mag und mit der sein Leben in Ruhe und Frieden verbringen kann, der er aber nicht die große Liebe vorgaukeln muss. Dass er damit eher schlechte Chancen bei Frauen hat, scheint ihm irgendwie nicht ganz so klar zu sein und im großen und ganzen erscheint er sehr naiv, sowohl was die eigene, als auch die Gefühlswelt anderer angeht. Trotzdem wirkt er meist recht sympathisch und so fällt es ihm auch nicht schwer, ein Date mit der schönen Elena zu ergattern, einer drallen rothaarigen, die ihn vom ersten Moment an begeistert. Doch wie das Leben nun mal so spielt, hat Elena noch vor der Ausführung des gemeinsamen Dates einen Unfall, bei dem sie ihr komplettes Gedächtnis verliert. Als sie im Krankenhaus aufwacht, kann sie sich an rein garnichts erinnern und Mark ist der einzige Ansprechpartner, den sie zu diesem Zeitpunkt hat. Durch einen vermeintlichen Geistesblitz inspiriert, erzählt Mark Elena schließlich, dass Siria auf der Erde bekannt sei und jeder von den "Außerirdischen" wüsste, man jedoch in keinem so guten Verhältnis stehe, weswegen er seine Identität gerne geheimhalte. Kurzerhand nutzt er Elenas Vertrauen in ihn und verfrachtet sie schließlich auf seinen Heimatplaneten Siria, wo Elena -wohl schneller als ihm lieb ist- das Herz seiner Töchter gewinnt und sein ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Mark ist ein "Mensch", der mit beiden Beinen fest im Leben steht. Er liebt seinen Beruf als Tierarzt und die Tatsache, dass er das Denken und Handeln von Tieren beeinflussen kann, trägt natürlich dazu bei, dass er dementsprechend erfolgreich ist. Wie schon erwähnt, tut er sich mit Gefühlen im Allgemeinen eher schwer, was ihn zu einem seltsamen Zeitgenossen werden lässt und es als Leser manchmal schwer fällt, Sympathie zu ihm aufzubauen. Trotzdem fällt deutlich auf, dass er zu seinen kleinen Patienten sehr wohl eine Art liebevolle Beziehung aufbaut, denn beobachtet man, wie er mit ihnen umgeht, so wird klar, dass er sehr wohl zu Gefühlen in der Lage ist. In den verschiedenen Situationen des Buches neigt man als Leser stellenweise dazu, in das Buch greifen und Mark mal ordentlich schütteln zu wollen, denn die offensichtlichsten Dinge sind für ihn ein Buch mit sieben Siegeln. Man hofft inständig, dass er doch nochmal die Kurve kriegt und irgendwann endlich bemerkt, dass er vielleicht doch nicht so immun ist, gegen die große Liebe...

Elena, eine absolut sympathische, resolute junge Frau, die ihr Gedächtnis verliert und keine Ahnung hat, wer sie eigentlich ist. Ich persönlich finde, dass sie damit wahnsinnig gut umgeht, ich selbst wäre wahrscheinlich schon am ersten Tag total ausgeflippt. Keine Erinnerung an irgendetwas, nicht einmal den eigenen Namen! Das muss doch schrecklich sein... und dann kommt auch noch ein Mann daher, der Dir erzählt, dass Außerirdische total bekannt seien und die Existenz eines fremden Planeten sowieso?! Auch wenn in Elena irgendwas dagegen ankämpft, dies zu glauben, fügt sie sich ihrem Schicksal und vertraut Mark, so gesehen hat sie ja eigentlich keine andere Wahl. Doch das ist nicht alles: wie es nunmal so ist, verliebt sie sich Hals über Kopf in den störrischen Witwer, obwohl sie es eigentlich nicht so recht wahrhaben will. Doch wie gewinnt man das Herz eines Mannes, der der Meinung ist, keine echten, liebesartigen Gefühle empfinden zu können? 

Auch die anderen, teilweise schon bekannten, auftretenden Charaktere sind wieder herzallerliebst und besonders Marks Töchter haben es mir regelrecht angetan. Die beiden hängen wahnsinnig an Elena und auch wenn Mark's ältere Tochter Tessa sich zu Beginn noch etwas schwer tut, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie Elenas Charme erliegt. 


Insgesamt kann ich euch dieses absolut wundervolle Buch nur empfehlen, denn Amanda Frost entführt euch auch hier wieder in eine fantastische Welt voller neuartiger Tiere, wie Andromeda-Igeln (welche ich auch wahnsinnig gerne auf der Erde hätte!), neuartigen Landschaften mit andersfarbigen Objekten, zwei Sonnen, seltsamen Kleiderordnungen und Fähigkeiten, wie sie auf der Erde wohl niemals vorhanden sein werden (zum Glück?). Die Geschichte an sich überzeugt und lässt einen kaum mit dem Lesen aufhören und die Charaktere hätte man am liebsten bei sich im Wohnzimmer sitzen.



Wertung: 5 von 5 Sterne!

Donnerstag, 18. September 2014

[Ebook-Rezension] Dinah Wieland - Heart Rock (Rockstar Romance)

Inhalt
Als Mila ihre Freundin Lena auf ein Konzert begleitet, ist sie sofort von Gitarrist Alex begeistert und kann ihn, ganz entgegen ihrer Art, kaum aus den Augen lassen. Als die beiden sich dann das erste Mal begegnen, funkt es augenblicklich und obwohl sich Lena nicht viel davon verspricht, finden die beiden zusammen. Doch eine Beziehung mit einem Country-Rock-Gitarrist ist nicht so einfach, denn Alex hat nicht nur eine Menge weiblicher Fans, sondern ist am Wochenende auch noch meist auf Konzerten unterwegs. Da sind Probleme vorprogrammiert und es kommt die Frage auf: Hat ihre junge Liebe überhaupt eine Chance?

Erster Satz des Buches
"Als Mila den Typ in Holzfällerhemd und mit Cowboyhut neben dem Eingang sah, hätte sie sich am liebsten umgedreht und wäre wieder gegangen."

Fazit
"Heart Rock" ist ein Roman der Autorin Dinah Wieland. Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Schätzchen dadurch, dass mich die Autorin selbst anschrieb und fragte, ob ich denn nicht gerne ihren Roman rezensieren möchte. Da mir der Inhalt sofort zusagte, überlegte ich nicht lange und stimme zu.

Eigentlich steht Mila gar nicht auf Country-Rock und eigentlich hat sie auch gar keine Lust auf das Konzert, auf das sie ihre beste Freundin Lena mitschleppt. Dort angekommen findet sie es dort jedoch nicht mehr ganz so übel, denn Gitarrist Alex hat es ihr auf Anhieb angetan - mit seiner tollen Ausstrahlung und dem Lächeln, dass er scheinbar nur ihr zuwirft, versüßt er ihr den kompletten Abend. Als Lena dann auch noch in den VIP-Bereich vorgelassen wird, um der Band einige Interview-Fragen für die Zeitschrift zu stellen, für die sie arbeitet, ist sich Mila erst unsicher, ob sie dort überhaupt Zutritt erhält - doch durch eine List - und Alex selbst - gelangt sie schließlich doch in die heiligen Hallen der Band. Dort begegnet sie Alex und bekommt vor Schüchternheit kaum ein Wort heraus... trotzdem scheint es auch bei ihm zu funken und als Alex zuhause die geschenkte und signierte CD auflegen will, purzelt ein Zettel mit Alex' Telefonnummer heraus. Nach einigem hin und her ruft sie ihn an und von da an nimmt alles seinen Lauf...

Mila ist eine nette und überaus sympathische 24-jährige, die als Azubi in einem kleinen Lektorat arbeitet. Sie wirkt stets etwas unsicher und schüchtern, weiß im Grunde aber genau was sie will und ist in jeglicher Hinsicht überaus konsequent - wenn auch manchmal zu ihrem eigenen Leidwesen. Als sie Alex kennenlernt, ist es um sie geschehen und auch, wenn sie sich selbst nicht so recht an der Seite eines "Stars" sehen kann, lässt sie keine Chance aus, um ihm näherzukommen - mit Erfolg! Als sich die beiden schließlich gefunden haben, kommt man als Leser nicht drumherum, sich mit den beiden zu freuen und es Mila von Herzen zu gönnen. Doch das junge Glück währt nur kurz, denn ein Gespräch, das Mila zufällig mitbekommt, setzt alles aufs Spiel und das Ende ist nahe... Ich persönlich konnte mich in Milas Situation gut hineinversetzen, denn wenn wir mal ehrlich zu uns selbst sind, wäre es wohl für keine von uns einfach, mit einem "Star" eine Beziehung zu führen. Dass da ganz andere Punkte eine Rolle spielen, als bei einer "normalen" Beziehung ist völlig klar und genau dies hat die Autorin in diesem Buch nicht nur vermittelt, sondern quasi am eigenen Leib spüren lassen, denn so ein bisschen tauchen wir ja schon ein, in die Rolle der Mila. 

Auch Lena, Milas beste Freundin und Journalistin, steht ihr immer mit Rat und Tat zur Seite und ist immer für sie da. Sie wirkt durchgehend sympathisch, wenn auch stellenweise etwas bodenständiger als Mila selbst und ich hätte mich gefreut, wenn sie noch etwas häufiger auf der Bildfläche erschienen wäre!

Besagter Alex, Giarrist der Country-Rock-Band Crossroads, ist ein sympathischer, offenherziger Mann Anfang 30 und so "normal", wie man es als Rockstar eben sein kann. Trotzdem wirkt er manchmal etwas jünger, denn sein Verhalten lässt nicht immer unbedingt auf die Reife eines über 30-jährigen Mannes schließen. Manchmal bekommt man den Eindruck, dass er sehr stur ist, vermutlich ist dies aber auch eine Eigenschaft, die man als Rockstar an den Tag legen muss, immerhin schafft man es im Leben meist nur dann ganz nach oben, wenn man eine gewisse Beharrlichkeit an den Tag legt!

Die Geschichte zwischen Mila und Alex ist wunderbar, liebevoll, spannend, faszinierend und manchmal herzzerreißend und ich muss zugeben, dass ich ein bisschen traurig war, als ich die letzten Zeilen dieses wunderbaren Romanes gelesen hatte, denn das bedeutet stets, die Protagonisten alleine ihrem Schicksal zu überlassen. Insgesamt kann ich euch dieses Ebook also wirklich nur empfehlen, denn es ist ein Schatz, der gefunden werden muss :)


Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ein herzliches Dankeschön an die Autorin, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Mittwoch, 10. September 2014

[Rezension] Poppy J. Anderson - New York Titans 08 - Auszeit für die Liebe

Inhalt
Eigentlich könnte man annehmen, dass Profi-Sportler Quinn Atherton alles hat, was man sich nur erträumen kann: Eine fantastische Football-Karriere, eine tolle Wohnung und eine Menge williger Groupies, aus deren Reihen er sich nur eine aussuchen muss. Doch Quinn will nur eines: seine Ex-Frau zurück, die vor 8 Monaten das Haus verließ, ihm keinen Grund dafür nannte und ihn seitdem ignoriert. Doch das ist nicht alles: Bryce will die Scheidung und wartet nur darauf, dass Quinn endlich die Scheidungspapiere unterschreibt. Doch Quinn wäre nicht Quinn, wenn er sich nicht standhaft weigern würde...

Erster Satz des Buches
"Quinn Atherton war genervt."

Fazit
"Auszeit für die Liebe" ist der achte Band der "New York Titans" Reihe der Autorin Poppy J. Anderson. Wie ihr wisst, bin ich leidenschaftliche Anhängerin von Poppy's Romanen, weswegen ich es mir natürlich nicht entgehen lassen kann, jeden ihrer Romane zu lesen. 

Quinn Atherton ist ein erfolgreicher Football-Spieler, der mit seinem Leben von Grund auf zufrieden sei könnte. Er hat eine tolle Wohnung, eine Profi-Sportler-Karriere, verdient eine Menge Geld und könnte jede Nacht einen anderen Groupie in sein Bett lassen, wenn er wollte. Doch wirklich glücklich ist Quinn nicht, denn er vermisst seine Frau Bryce. Diese verließ vor einigen Monaten die gemeinsame Wohnung und hält sich seitdem von ihm fern. Als dann auch noch ganz unverhofft die Scheidungspapiere ins Haus flattern, ist Quinn am Boden zerstört und denkt gar nicht daran, seiner Frau den Gefallen zu tun, diese zu unterschreiben. Dies führt unweigerlich dazu, dass Bryce irgendwann bei ihm auf der Matte steht und ihr recht einfordert, doch auch dies kann Quinn nicht dazu bewegen, die Papiere zu unterschreiben. Stattdessen stellt er sie vor die Wahl: Entweder sie verbringt etwas Zeit mit ihm, während ihres Aufenthaltes in New York, oder aber er stellt sich quer, was die Scheidungspapiere angeht, macht eine große Szene daraus und verdirbt ihr damit die Chance auf ein Comeback im Profi-Reitsport. Das kann Bryce natürlich nicht zulassen und so stimmt sie zu, sich hin und wieder mit ihrem Noch-Ehemann zu treffen und ihre Zeit mit ihm zu verbringen. Quinn verfolgt den Zweck, seine Frau wieder für sich zu gewinnen und gibt bei den Treffen alles, um sie an ihre wunderschöne, gemeinsame Zeit zu erinnern. Dies gestaltet sich jedoch nicht allzu einfach, denn Bryce bleibt sowohl stur, als auch abweisend und verfolgt weiter ihr Ziel, am Ende mit unterschriebenen Papieren nach Hause zu fahren. 

So manches Mal kann uns Quinn nur leid tun, denn die seine zickige und kalte Ehefrau lässt ihm, zumindest nach außen hin keine Chance, auch nur den Grund für ihren Auszug zu erfahren. Stattdessen gibt sie sich kühl und unnahbar, obwohl man sehr deutlich spürt, wie schwer es ihr fällt. Recht schnell bekommt man den Eindruck, dass sie ihren Ehemann noch liebt, was einem im Verlauf des Romanes auch bestätigt wird. Nach und nach erfahren wir die Gründe für ihren Auszug und so sehr ich auch versucht habe, mich in die Protagonistin hineinzuversetzen, so wenig gelang es mir. Sie scheint durchweg egoistisch und stur und anstatt mit ihrem Ehemann zu sprechen, verlässt sie ihn, ohne ihm die Gründe zu nennen. Nur durch Quinns stures Auftreten und seinen Willen, seine Frau zurückzugewinnen, erfährt er die wahren Gründe für ihr Vorgehen und handelt dann dementsprechend, um sie zurückzugewinnen. Grundsätzlich finde ich Bryce als Person nicht mal unsympathisch, immerhin verfolgt sie ihre Ziele, ist hartnäckig und ehrgeizig und das kann man keinem vorwerfen. Außerdem hat sie es in ihrer Familie nicht unbedingt einfach, was wohl auch dazu führt, dass sie sich stets beweisen und ihren Willen durchsetzen muss. Trotzdem gefällt mir ihr Beziehungsverhalten nicht unbedingt und wenn ich ihr Ehemann wäre, wäre ich ihr vermutlich allein schon wegen ihrer Unfähigkeit Probleme zu klären an die Gurgel gegangen.

Quinn ist ein super-sympathischer Mann, der perfekt ins Team der New York Titans passt, das wir ja schon durch die zahlreichen anderen Bände sehr gut kennengelernt haben. Seiner Frau gegenüber verhält er sich stets aufmerksam und liebevoll, er legt ihr die Welt zu Füßen und würde alles tun, um sie zurückzugewinnen und zu halten. Manchmal verhält er sich ein wenig chauvinistisch, meist merkt er das jedoch recht schnell und zieht es ins lächerliche, oder er meint das ganze von Anfang an nicht ernst.

Alles in allem kann ich euch, trotz meiner Kritik, auch diesen Band uneingeschränkt empfehlen. Auch wenn ich mich, zum ersten Mal, nicht wirklich mit der Hauptprotagonistin identifieren konnte, so bringt ihr Verhalten doch irgendwie Pepp in die Geschichte und durch ihre Karriere als Profisportlerin erhalten wir hier einmal eine ganze andere Situation, als in den Vorgängerbänden. Auch die Tatsache, dass wir nicht nur die Endsituation zu Gesicht bekommen, sondern auch die Vorgeschichte erzählt bekommen, gefällt mir sehr gut, denn hier bekommen wir eine etwas andere Seite von Bryce zu Gesicht und sehen nicht nur die zickige, unzufriedene Frau, die sie am Ende darstellt. Abschließend kann ich nur sagen: ein tolles Buch, einer tolles Autorin. Absolut lesenswert!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Dienstag, 9. September 2014

[Ebook-Rezension] Elke Becker - One night in Bangkok

Inhalt
Endlich erfüllt sich Caro einen Traum und fliegt in ihrem Flitterwochen nach Thailand. Allerdings nicht mit ihrem frisch angetrauten Ehemann, denn sie ist frisch geschieden, sondern mit ihren beiden Freundinnen Sonja und Ramona. In Bangkok angekommen, machen sich die 3 erst einmal ein paar schöne Tage, doch schon bald fällt ihnen der attraktive George auf, der oft dort auftaucht, wo auch die Mädels unterwegs sind. Eigentlich wirkt er ganz interessant, doch was soll man schon von Männern halten, die alleine in Thailand unterwegs sind...?

Erster Satz des Buches
"Caros Flitterwochen in Thailand würden anders verlaufen, als bei gewöhnlichen Hochzeitspaaren, dessen war sie sich nur zu deutlich bewusst."

Fazit
"One night in Bangkok" ist ein Roman der Autorin Elke Becker. Wie ihr wisst, lese ich die Romane der Autorin mit Vorliebe und so freute ich mich natürlich, als sie mich einlud, auch ihren neuesten Roman zu lesen. Gestern packte mich dann also der Lesewahn, denn auf Grund meiner Grippe habe ich jede Menge Zeit, und ich verschlang das Buch innerhalb eines halben Tages! 

In diesem Roman werden wir also ins schöne Thailand entführt und begleiten unsere Hauptprotagonistin Caro auf ihren Flitterwochen, der etwas anderen Art. Caro, die wir ja schon aus "Der Mann in Nachbars Garten" (die Rezension findet ihr hier) kannten ist frisch geschieden und beschließt, ihre neu gewonnene Freiheit mit dem Urlaub zu feiern, den sie sich schon vor 15 Jahren als Hochzeitsreise gewünscht hatte. Die 3 Damen machen sich also auf die Reise nach Thailand und sind schon bald gefangen, vom Zauber dieses wundervollen, exotischen Landes. Elke Becker gelingt es dabei, nicht nur die Begeistertung der Reisenenden einzufangen und wiederzugeben, sondern verzaubert auch uns als Leser, sodass wir uns wünschen, ein bisschen mehr an dieser Reise teilhaben zu können. Die Landschafts- und Stadtbeschreibungen sind so detailiert und liebevoll geschildert, dass man sich alles im kleinsten Detail vorstellen kann und sogar ich, die nie groß den Wunsch hatte Urlaub in Thailand zu machen, gerne mal dorthin reisen und alles mit eigenen Augen sehen würde! Speziell die beschriebene Sky Bar in Bangkok würde mich wahnsinnig reizen, denn allein die Aussicht muss ein Traum sein - und wo sieht man sonst schon eine Bar im 64. Stock? 

Die Hauptprotagonistin Caro ist eine sympathische Frau in den Dreißigern, eigenständig, eigensinnig und voller Unternehmerdrang. Man merkt, wie sehr es ihr zugesetzt haben muss, von ihrem Mann klein gehalten worden zu sein und wie sehr sie sich danach sehnt, endlich ihr Leben so zu Leben, wie sie es möchte. Mit ihrer eigenen kleinen Cateringfirma ist sie glücklich und hat sich zumindest so schonmal einen ihrer Träume erfüllt, auch wenn ihr, damals noch, Ehemann davon nur wenig begeistert war. Caro erfüllt sich mit der Reise nach Bangkok einen Traum und als sie durch Zufall den Amerikaner George kennenlernt, den sie eigentlich schon als Sextourist abgestempelt hat, ist das Gefühlschaos perfekt, denn er entpuppt sich nicht nur als höflich und umgänglich, sondern scheint ein echter Traummann zu sein! Genau deswegen ist Caro auch am Boden zerstört, als George abreisen muss und braucht lange, um ihn auch nur halbwegs aus ihrem Gedächtnis zu verbannen. Doch wie das Leben so ist, ist nicht immer alles so wie es scheint und Caro erlebt eine freudige Überraschung, mit der niemand gerechnet hätte. Diese Überraschung lässt den Leser freudig und voller Erwartung schmunzeln und man glaubt schon fast, das alles gut wird. Aber was wäre ein guter Roman ohne überraschende Wendung?

Caros Freundinnen sind so lebensnah, wie auch sympathisch gestaltet und man könnte sich gut und gerne vorstellen, dass genau diese Frauen irgendwo auf der Welt herumlaufen. Sonja, die Tollpatschige der drei Freundinnen, stolpert und fällt, wo sie nur kann, erträgt aber immerhin das ein oder andere Witzchen darüber, während Ramona weniger auffällt. Beide sind sie immer für Caro da, muntern sie auf, unternehmen alles gewünschte mit ihr und sind ihr einfach gute Freundinnen. Trotzdem, oder genau deswegen, bleibt die ein oder andere Stichelei natürlich nicht aus und genau das macht diesen Roman so realitätsnah und absolut lesenswert (Stichwort: Fußmassage)!

Alles in allem kann ich euch dieses kleine Schätzchen nur ans Herz legen, denn hier bekommt ihr alles, was man von einem guten Buch erwartet: wundervolle Landschaftsbeschreibungen, eine Prise guten Humor, ein Kännchen Liebe und einen Eimer voller guter Freundschaft. Also: LESEN!

Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ein herzliches Dankeschön an die Autorin, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!



Übrigens: Aktuell gibt es diesen Roman noch zum Einführungspreis von 0,99€ bei Amazon! -> Klick!

Und das ist für alle, die ebenfalls sofort einen Ohrwurm beim Titel-lesen hatten :D

 

Montag, 1. September 2014

[Statistik] Für den August!

Guten Abend, liebe Leser/innen und Mitblogger/innen, hier die Statistik für den August :)
Gelesene Bücher: 4
Geschriebene Rezensionen: 4

Rezensionsexemplare: 2

Gekauft: 1
Geschenkt bekommen: /
Gewonnen: /

Bücher auf dem SuB (am Ende des Monats): 87


Fazit: Ein klein wenig mehr hab ich dann doch gelesen, im Gegensatz zum Juli, jedoch nur wenig. Meine letzte Ferienwoche versuche ich nun aber zu nutzen, um meinen SuB noch ein wenig zu dezimieren!