Samstag, 28. Februar 2015

[SuB-Nachschub] Noch ein paar SuB-Nachzügler zum Ende des Monats!

Die letzen Tage trudelten noch ein paar Büchlein bei mir zuhause ein, die ich euch nun vorstellen möchte! Bis auf eines sind alle Rezensionsexemplare. Vielleicht kennt ihr ja das ein oder andere schon und möchtet mir in einem kurzen Kommentar erzählen, wie ihr es fandet?


Carla Bari/Rachel Lane - Die runden Bücher: Kuchen und Tartes
Lust auf köstlichen Kuchen? Wählen Sie aus über 55 Rezepten Ihre liebsten Kuchen und Tartes aus. Vom klassischen Apfel-, Pflaumen- und Kirschkuchen hin zu himmlischen Zitronen-, Schokoladen- und Birnentartes finden Sie in diesem Buch alles, was das Kuchenherz begehrt. Die Rezepte sind ganz leicht umzusetzen und das Ergebnis: einfach nur wunderbar. Denn Glück ist Selbstgebackenes! (Kurzbeschreibung: www.amazon.de)

Anna Todd - After 01 - After passion
Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington State University trifft sie Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Und er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war. (Kurzbeschreibung: www.amazon.de)


Patrick Rothfuss - Die Musik der Stille
Die Universität von Imre ist weithin bekannt für ihre Gelehrsamkeit. Die besten Köpfe zieht sie an, die Rätsel der Wissenschaft, des Handwerks und der Alchemie zu entschlüsseln. Aber tief unter dem lebendigen Treiben in ihren Hallen erstreckt sich ein Netz verlassener Räume und alter Gänge. Im Herzen dieses höhlenartigen Labyrinths lebt das Mädchen Auri. Das »Unterding« ist ihr Zuhause. Die kalte, trügerische Rationalität der Menschen, die über ihr leben, hat sie hinter sich gelassen und sie dringt tief in das Geheimnis der Dinge ein. Eine Geschichte voll betörender Bilder und magischer Spuren, wie sie nur Patrick Rothfuss erzählen kann. »Die Musik der Stille« fügt der Welt der Königsmörder-Chronik eine ganz eigene, faszinierende Geschichte hinzu. (Kurzbeschreibung: www.amazon.de)

Patrick Rothfuss - Königsmörder-Chroniken 1 - Der Name des Windes
»Vielleicht habt ihr von mir gehört« ... von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot - »sie haben einfach die falschen Lieder gesungen«. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken. 
Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen ... und ein schüchterner Liebhaber. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)


[Ebook-Rezension] Amelie Murmann - BitterSweets - Feinde mit gewissen Vorzügen

Inhalt
Sophia und Tobias sind Erzfeinde. Eigentlich. Als sie dann aber anlässlich des Schüleraustausches mit Argentinien einen Tanzwettbewerb gemeinsam bestreiten müssen (und auch noch ausgerechnet Tango!), müssen die beiden mehr Zeit miteinander verbringen, als ihnen lieb ist. Und da merken die beiden, dass sie sich vielleicht doch nicht so sehr hassen...

Info's zum Buch:
Seitenzahl: 73
Verlag: BitterSweet
Preis: 1,49 € (E-Book)


Erster Satz des Buches
"Aua! Du solltest mich führen, nicht mich umrennen, Du Idiot!"

Fazit
"Feinde mit gewissen Vorzügen" ist ein "E-Short" aus der BitterSweet Reihe des Carlsen-Verlages von der Autorin Amelie Murmann. Vor einiger Zeit entdeckte ich zufällig, dass man das E-Short im Zuge einer Aktion kostenfrei herunterzuladen konnte und so überlegte ich nicht lange und klickte auf "download". 

Beginnen wir also mit dem Lesen, so finden wir uns an einer Stelle in der Zukunft wieder, in der Sophia und Tobias bereits dabei sind, Tango zu tanzen. Am Ende des kurzen Kapitels wundert sich Sophia dann über diesen Umstand um spult erst einmal "zurück zum Anfang" um zu verstehen, wie es überhaupt zu dieser Tragödie kam. 

So werden wir direkt hineingeworfen, in die Geschichte von Sophia und Tobias, zwei Jugendliche, die sich gegenseitig abgrundtief verabscheuen. Sie geben sich die größte Mühe, sich gegenseitig das Leben schwer zu machen und empfinden das reinste Vergnügen dabei - aus diesem Grund finden sie sich auch des öfteren beim Schulleiter wieder, der krampfhaft versucht, die Feindschaft zwischen den beiden Streithähnen in den Griff zu bekommen. Der Debattierclub, den die beiden in der Schule besuchen, ist natürlich ein gefundenes Fressen, um sich dort immer wieder Paroli zu bieten - leider dürfen wir so eine Episode in dieser Kurzgeschichte jedoch nicht miterleben, was ich etwas schade fand. Als sich Austauschschüler aus Argentinien ankündigen, will die Schule einen Tangowettbewerb ins Leben rufen, um den Argentiniern ein bisschen näher zu kommen und sich den Gegebenheiten der Austauschschule anzupassen. Da die Schüler im Sportunterricht dafür trainieren, bekommt der Sportlehrer durch Zufall die einmalige Gelegenheit, dafür zu sorgen, dass die beiden Kontrahenten zusammen tanzen müssen - was sich als nicht ganz einfaches Unterfangen herausstellt und für jede Menge Zickereien sorgt...

Tobias und Sophia lernen wir nur oberflächlich kennen und wer großen Tiefgang in dieser Geschichte erwartet, ist auf dem Holzweg. Die Geschichte ist interessant gestaltet und ganz nett zu lesen, auch wenn ich Sophia nicht zwangsläufig extrem sympathisch fand. Tatsächlich neigt sie oft zu Zickereien und ein bisschen fragt man sich, wieso Tobias sich dann früher oder später doch für sie zu interessieren beginnt. Trotzdem ist sie nicht unerträglich und so kommt durch ihre direkte Art etwas Schwung in die Gespräche - was einem schon das ein oder andere Lächeln ins Gesicht zaubert. Tobias hätte ich ganz gerne etwas näher "kennengelernt", denn er wirkt trotz seiner Streitereien mit Sophia stets sympathisch. 

Die Austauschschüler, die sporadisch auftauchen waren, bis auf eine Ausnahme, unhöflich, unsympathisch, arrogant und nicht besonders daran interessiert, sich mit den deutschen Schülern auseinanderzusetzen, eine Tatsache, die dazu führte, dass diese umso mehr den Tango-Wettbewerb gewinnen wollten. Verständlicherweise! Die Wette, die sich zum Schluss zwischen den Argentiniern und den Deutschen entspinnt, finde ich eine tolle Idee und das Ergebnis ist extrem belustigend!

Der Schreibstil der Autorin wirkt ein bisschen ungelenk, nach einigen Zeit kann man sich jedoch gut hineinfinden. Besonders gut gefiel mir die Tatsache, dass die Kapitel so angeordnet bzw. benannt waren, dass sie den jeweiligen  "Beziehungsstand" der beiden wiedergeben konnten: Feinde, Partner, Verbündete, Verschworene, Freunde, "Es ist kompliziert". Insgesamt finde ich diese Kurzgeschichte dennoch lesenswert und möchte sie wie folgt bewerten: Wertung: 4 von 5 Sterne!

Freitag, 27. Februar 2015

[Rezension] Kitty French - Verbotene Versuchung

Inhalt
Sophie Black ist nicht nur unglücklich in ihrem Job, sie vermutet auch noch, dass ihr Mann Dan sie betrügt - und trotzdem verschließt sie davor die Augen. Als sie die Anzeige der Firma Knight Inc. entdeckt - einem Unternehmen der Unterhaltungsindustrie für Erwachsene - beschließt sie, dass sich an ihrem Leben etwas ändern muss und bewirbt sich kurzerhand auf die Stelle der Chefassistentin. Schon vom ersten Moment an fühlt sie sich zu ihrem Chef Lucien hingezogen und auch er kann ihr nicht widerstehen. So beginnen die beiden eine heiße Affäre und Sophie erfährt bei ihm das erste Mal, was es bedeutet, wahre Lust und wahre Leidenschaft zu empfinden...

Info's zum Buch:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Egmont-Lyx
Preis: 9,99€ (Taschenbuch) / 8,99€ (E-Book)

Erster Satz des Buches
">Was kann ich bloß tun, damit mein Lebenslauf interessanter klingt, Kara? Ich würde mich auch nicht einstellen, wenn dies hier auf meinem Schreibtisch landen würde.<"

Fazit
"Verbotene Versuchung" ist der erste Band der Reihe um Sophie und Lucien von Kitty French. Aufmerksam geworden bin ich auf diese Reihe mehr durch Zufall, da der Verlag kurz vor Valentinstag Werbung für Band 3 dieser Reihe gemacht hatte. Band 1 sprach mich also sofort an und ich fragte beim Verlag nach, ob es denn möglich sei, ein Rezensionsexemplar zu erhalten - was es auch war :)

Auf der ersten Seite begegnen wir Sophie, die gerade dabei ist, mit ihrer besten Freundin Kara an ihrem Lebenslauf zu feilen. Die beiden überlegen, wie sie etwas mehr Pepp in die ganze Sache bringen können und so basteln sie eine Zeit lang daran herum. Eigentlich wenig davon überzeugt etwas erreicht zu haben, bringt Sophie den Umschlag mit ihrer Bewerbung also zur Post - nicht aber, ohne einen Kuss auf den Umschlag zu drücken!

Kurze Zeit darauf wird sie tatsächlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und ist völlig aus dem Häuschen. Nach einigen Stylingtipps ihrer Freundin, einem misslungenen Abendessen mit ihrem Mann (der sich danach für 10 Tage auf Geschäftsreise verkrümelt), dem Kleid ihrer Freundin Kara und mit einer Menge Aufregung, findet sich Sophie schließlich zu  ihrem Vorstellungsgespräch ein, jedoch zwei Stunden zu früh. Aus lauter Aufregung tingelt sie die verbleibende Zeit umher, bis es endlich soweit ist, das Gebäude zu betreten. Dort wird sie recht schnell zu einem attraktiven jungen Mann vorgelassen, der sich als Lucien Knight herausstellt. Das Vorstellungsgespräch entpuppt sich als schwierige Angelegenheit, denn Lucien ist nicht die Art Chef, wie Sophie sie kennt: er ist nicht distanziert oder zurückhaltend, sondern offen, direkt und fordernd. Sophie sieht sich schon an ihren Grenzen, reißt sich aber dann doch noch am Riemen und bekommt tatsächlich die Assistentenstelle an Lucien Knight's Seite. Vom ersten Moment an knistert es zwischen den beiden und schon nach kurzer Zeit beginnen die beiden eine heiße Affäre. Doch auch wenn Sophie ziemlich sicher weiß, dass ihr Mann sie betrügt, so ist sie immer noch verheiratet und steht vor der Entscheidung, wie sie sich nun weiter verhalten soll...

Sophie Black ist eine gelangweilte, frustrierte Ehefrau und Arbeitnehmerin, die weder mit ihrem Job, noch ihrer Ehe noch besonders glücklich ist. Auch wenn sie schon länger die Vermutung hat, dass ihr Mann sie betrügt, so verschließt sie doch lieber die Augen davor und nimmt es, wie es ist. Sophie ist eine Frau, die mit ihrem Leben unglücklich ist und deswegen versucht, zumindest an ihrer Arbeitswelt etwas zu ändern. Aus diesem Grund bewirbt sie sich bei der Firma Knight Inc., einem Unternehmen der Unterhaltungsindustrie für Erwachsene und hofft, so etwas aus ihrem tristen und langweiligen Leben ausbrechen zu können. Ihrem Mann erzählt sie vorerst nichts davon, denn eigentlich glaubt sie selbst nicht, dass sie eine Chance hat, den Chef von sich zu überzeugen. Als sie schließlich doch zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, versucht sie, es sich am letzten gemeinsamen Abend mit ihrem Mann (der dann auf Geschäftsreise geht) noch etwas gemütlich mit ihm zu machen und ihm von ihren Karriereplänen zu erzählen, doch weder ihre Kommunikations- noch ihre Annäherungsversuche werden von ihm wahrgenommen oder gar gewürdigt. So reist er also am nächsten Tag ohne ein Wort des Abschiedes ab... und lässt eine frustrierte und niedergeschlagene Ehefrau zurück. Als Leser erscheint einem das Verhältnis zwischen Sophie und Dan mehr als gesplittet, weswegen man für ihn auch keine großartige Sympathie entwickeln kann. Auch in der kurzen Szene, in der wir ihn kennenlernen wirkt er abgelenkt, distanziert, desinteressiert und ist in Gedanken eigentlich schon unterwegs. Sophie hingegen kann einem eher leid tun, denn ihre verzweifelten Versuche, wieder etwas Schwung in ihre eingeschlafene Beziehung zu bringen, scheitern kläglich. Später lernen wir sie etwas genauer kennen und auch da begegnet sie uns eher als verschlossene, prüde, junge Frau, die bereits errötet, wenn sie nur den Produktkatalog der Erotikbranche durchblättert. Dass sie damit als persönliche Assistentin des Chefs eines solchen Konzerns nicht gerade punkten kann, wird ihr schnell klar, doch der Wille, aus sich herauszugehen, ist größer als die Scham: und so gibt Sophie ihr bestes, um sich den Job zu angeln, was ihr schließlich auch gelingt. Im Laufe des Romanes entwickelt sie sich weiter, auch wenn sie selbst die ein oder andere Entwicklung eher mit Schamgefühlen und Selbstzweifeln verfolgt... Sophie ist eine interessante Persönlichkeit, die viele Facetten aufzeigt und ich bin sehr gespannt, was sie in den Folgeromanen noch von sich preisgeben wird. 

Lucien Knight ist das Paradebeispiel dessen, was sich der gemeine Leser unter dem CEO einer großen Erotikfirma vorstellt: Sexy, geheimnisvoll, wahnsinnig Leidenschaftlich und angezogen von dem, was er selbst nicht ist: der Unschuld. Als Lucien Sophie das erste Mal begegnet ist er überzeugt davon, dass mehr in ihr steckt, als sie auf den ersten Blick preisgibt, oder gar selbst von sich weiß. Laut Lucien ist sie ist eine überaus leidenschaftliche Frau, gefangen im Körper eines prüden Püppchens, doch was wäre unser männlicher Hauptprotagonist für einer, wenn er daran nichts ändern wollen würde? So gibt sich Lucien alle Mühe, Sophie aus der Reserve zu locken, auch, wenn er sie dafür ein ums andere Mal nicht nur ziemlich in Verlegenheit bringt, sondern sie auch in die Enge treibt. Lucien Knight ist ein Mann, der überaus Leidenschaftlich ist, von der Liebe an sich jedoch scheinbar nicht viel hält. Trotz dieser Tatsache und einigen Verhaltensweisen, die ihn unnahbar erscheinen lassen, so fällt uns gegen Ende des Buches dann doch auf, dass auch ein Lucien Knight nicht dafür gefeit ist, Gefühle zu haben, auch wenn man es anfangs vielleicht nicht vermuten würde. Auch sind sie nicht unbedingt romantischer Natur, aber irgendetwas fühlt auch ein Lucien Knight - zum Glück! Ich persönlich fand Mr. Knight gleichzeitig sympathisch, wie auch etwas suspekt, denn er neigt etwas dazu, sehr von sich überzeugt zu sein, wenn auch auf sehr charmante Art und Weise. 

Insgesamt muss ich sagen, dass sich die Ähnlichkeit zu Shades of Grey nicht leugnen lässt, nur, dass Sophie im Gegensatz zu Ana Steele nicht gerade von ihrer "inneren Göttin" spricht. Trotzdem fand ich dieses Buch durchaus interessant und auch wenn es die Handlung vermuten lässt, ist es nicht komplett an Shades of Grey angelehnt - lediglich die Ähnlichkeit fällt auf. Was mir im späteren Teil des Buches sehr missfiel war die Tatsache, dass die Handlung etwas zu Wünschen übrig ließ, ganz zu Gunsten der sexuellen Tätigkeit. An sich waren sie Sex-Szenen sehr ansprechend formuliert und in keinster Weise anstößig, jedoch kamen sie gegen Ende deutlich zu oft vor. Stellenweise fehlte die Handlung komplett und um es etwas überspitzt darzustellen, hatte da dann jeder gute Porno noch mehr Story. Zum Glück gab sich das ganze nach einer Zeit wieder und gegen Ende erwartet uns ein ziemlich mieser Cliffhanger, der uns nach Band 2 hungern lässt. Abschließend muss ich nun aber noch erwähnen, dass mich Sophies prüde Art am Anfang doch ziemlich die Augen rollen ließ und ich vor Verzweiflung stellenweise schon an meiner jeweiligen Sitzunterlage kratzte, wenn ihr das Wort "Klitoris" mal wieder nicht über die Lippen kam oder sie bei einer pikanten Szene mit Lucien besonders geschickt um anstößige Worte herum formuliert. WAAH! Alles in allem kann ich dieses Buch aber trotzdem empfehlen, denn es ist trotz allem lesenswert.

Wertung: 4 von 5 Sterne!

Ein herzliches Dankeschön an den Verlag Egmont-Lyx für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

[Gewinnspiel-Teilnahme] Gewinnspiel von Lesedelfin - mitmachen!

Der Blog "Lesedelfin" feierte am 01.02 seinen 6. Blogger-Geburtstag und hinsichtlich dessen gibt es nun ein tolles Gewinnspiel, mit tollen Gewinnen! :) 
Dieses Gewinnspiel ist jedoch erst ab 10 Teilnehmern aktiv, also: mitmachen! 



1. Kennst Du die zwei Bücher, die man gewinnen kann?
Gehört habe ich bisher nur vom ersten Buch, allerdings schon vor einer Ewigkeit. Da wurden die Bücher noch unter "...und der Preis ist Dein Leben" vertrieben. 

2. Wenn ja, hast Du sie schon gelesen (rezensiert?) - Wenn nein, wieso möchtest Du sie lesen?
Ghostbound: Liebe über den Tod hinaus klingt verdammt spannend und auch die Tatsache, dass der erschossene Cop als Geist zurückkommt sagt mir ziemlich zu. Irgendwie erinnert es mich ja spontan ein wenig an den Film "Ghost - Nachricht von Sam" und da ich diesen Film unglaublich toll fand, interessiert mich dieses Buch dann umso mehr!

Mind Ripper: Ich mag Dystopische Romane und wer weiß, woher uns unsere Technologie in einigen Jahren oder Jahrzehnten noch führen wird? Aus diesem Grund finde ich dieses Buch ganz interessant und bin gespannt, was sich die Autorin dabei so hat einfallen lassen!

3. Was liest Du aktuell? Was gefällt Dir besonders daran/weniger besonders? Würdest Du es weiterempfehlen?

Aktuell lese ich "Wer die Lilie träumt" von Maggie Stiefvater. Dabei handelt es sich um den zweiten Band um die "Raven Boys". Besonders gut gefällt mir dabei einfach Maggie Stiefvaters Schreibweise. Ich liebe ihre Art sich auszudrücken, ihre Beschreibungen und ihre fantastischen Ideen. Was das Buch an sich angeht, so finde ich die Geschichte recht interessant und außergewöhnlich, jedoch habe ich stellenweise das Gefühl, dass es etwas künstlich in die Länge gezogen wird, da das ganze als Tetralogie erscheinen soll! Empfehlen würde ich es aber trotzdem, denn trotz des "Streckes" enthält es definitiv spannende Aspekte - allerdings sollte man vorher den ersten Band "Wen der Rabe ruft" gelesen haben. 

4. Präsentiere Dein absolutes Lieblingsbuch. Nur eins :D
Nur eins? Och menno :(

Ich entscheide mich aber für "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes. Ich liebe dieses Buch und es hat mich mehr berührt und aufgewühlt, als viele andere Bücher, die ich trotzdem zu meinen Lieblingen zählen würde. Es ist realistisch, ehrlich, berührend, erschreckend... und ich hatte mehr als einmal Gänsehaut beim Lesen. Es hat mich gefesselt, weil es durchaus realistisch ist, was dort passiert und da ich schon mit Behinderten zusammengearbeitet habe, weiß ich, dass vieles, was in diesem Buch beschrieben wird, nicht unbedingt an den Haaren herbeigezogen ist. Ich könnte hier jetzt noch unsagbar viel schwärmen, aber ich glaube, meine Rezension ist dabei recht aussagekräftig :).


5. Ergänze folgende drei Sätze.
Bloggen bedeutet für mich, die Liebe zum Lesen und Schreiben mit anderen zu teilen und meine Gefühle beim Lesen zum Ausdruck bringen zu können.

Liebe bedeutet für mich Freiheit

Am liebsten blogge ich, wenn mich ein Buch so richtig umgehauen hat und mir die Worte nur so aus den Fingern fließen.


Die Zusatzaufgabe: (freiwillig):
Zeige uns Deine drei liebsten Buchzitate und begründe, wieso Du sie magst/liebst


"Man entscheidet nicht immer richtig, auch wenn man gute Absichten hat. Manchmal tut man aus Not heraus Dinge, die falsch sind. Manchmal tut man etwas nicht, weil es falsch sein könnte und macht damit den größten Fehler. Und manchmal muss man einfach etwas riskieren, ohne hundertprozentig zu wissen, wie es ausgeht."
(Dark Canopy - Jennifer Benkau)

Ich mag dieses Zitat aus dem Grund sehr, weil es einfach wahr ist. Man tut viele Dinge in seinem Leben, dessen Konsequenzen man vorher nicht abschätzen kann und deren Tragweite einem vorher nicht bewusst ist. Trotzdem müssen wir uns tagtäglich für oder gegen etwas entscheiden und dadurch kann sich unser ganzes Leben verändern...


Es gibt einen Ort im Universum, an dem sich alle großen künstlerischen Ideen bündeln, sich aneinander reiben und neue erzeugen' sagte er jetzt mit leiser Stimme. 'Die kreative Dichte dieses Ortes muß enorm sein - ein unsichtbarer Planet mit Meeren aus Musik, mit Flüssen aus purer Inspiration und mit Vulkanen, die Gedanken speien, umzuckt von Geistesblitzen.'
(Die Stadt der träumenden Bücher - Walter Moers)

Walter Moers hat viele, unsagbar tolle Bücher geschrieben, aber dieses Zitat gefällt mir nach wie vor besonders gut. Die Vorstellung, dass irgendwo tatsächlich solch ein Ort existieren könnte, ich wundervoll und lädt ein, ein wenig davon zu träumen...


Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.
(Der kleine Prinz - Antoine de Saint-Exupery)

Der kleine Prinz ist ein ganz besonderes Buch für mich. Es hat mich berührt und sehr zum nachdenken gemacht, denn viele Dinge, die der kleine Prinz hier anspricht, haben wir tatsächlich schon vergessen. Die Vorstellung, dass irgendwo auf einem kleinen Stern am Nachthimmel jemand sitzt, der mich anlächelt, weil er immer bei mir ist und mich immer zum lachen bringen kann, ist so wunderschön und zaubert mir jedes Mal wieder direkt ein Lächeln ins Gesicht.



Freitag, 20. Februar 2015

[Rezension] Birgit Hasselbusch - Der Mann im Heuhaufen

Inhalt
Die 34-jährige Charlotte (Charly) liebt ihre Altbauwohnung in der Innenstadt, in der sie gemeinsam mit ihrem Freund Kai wohnt. Auch wenn das ganze eher etwas beengt ist, lässt es sich dort gut leben - denkt Charly. Ganz anders Kai, denn urplötzlich überrascht er seine Freundin mit einer Besichtigung eines freistehenden Häuschens im Schwarzwaldstil und das auch noch am Stadtrand - ohne sie zu fragen und mit ihren Eltern. Charly ist mehr als "not amused" und verzieht sich erst einmal zu einer alten Bekannten nach Berlin. Auf dem Rückweg begegnet ihr im Zug plötzlich ein Mann: ER. Jetzt ist es für Charly an der Zeit zu überdenken, ob sie mit ihrem Leben eigentlich noch glücklich ist, so wie es ist und sie kommt zu dem Schluss, dass sie nicht nur ihre Mutter, sondern ihren Freund Kai vielleicht gar nicht mehr so sehr braucht. Viel mehr braucht sie die Kontaktdaten des Unbekannten aus dem Zug und so setzt sie alles daran, ihn zu finden...

Erster Satz des Buches
"Ich war eher der träge Typ."

Zitate
"Wie aus dem Nichts war er aufgetaucht. Der Mann, mit dem ich spontan hundertsechzig werden wollte. Entweder jeder für sich, oder zusammengerechnet. Das war mir egal. Denn ja, ich hatte mich verliebt. Und nein, er hieß nicht Kai. Vor dem war ich ja geflüchtet, weil ich auch nach einer einsamen Nacht in unserer Wohnung immer noch keine Lust auf ein Wiedersehen hatte."

Fazit
"Der Mann im Heuhaufen" ist ein Roman der Autorin Birgit Hasselbusch. Über Blogg Dein Buch bin ich auf den Roman aufmerksam geworden und bewarb mich spontan um ein Rezensionsexemplar. Glücklicherweise wurde ich ausgewählt und durfte kurze Zeit später schon das Buch in den Händen halten!

Charlotte, die von niemandem so genannt wird, außer ihrer Mutter, ist eine 34-jährige Frau, die sich selbst als eher träge und gemütlich bezeichnet. Anstatt den schwierigen Weg zu wählen und sich einzugestehen, dass sie mit ihrer Beziehung vielleicht unglücklich sein könnte, genießt sie die Sicherheit ihrer 5-jährigen Beziehung und nimmt die Macken ihres Freundes erst einmal so hin. Bis zu dem Tage, als er versucht, sie mit einer "Hausbesichtigung" zu überraschen. Dies trifft so gar nicht Charles Geschmack, denn ihre Altbauwohnung in der Innenstadt zieht sie einem Schwalzwaldhäuschen am Stadtrand definitiv - und das nicht nur, weil ihre Eltern ebenfalls der Besichtigung beiwohnen und ihre Mutter gedanklich schon das Kinderzimmer einrichtet. Wütend darüber, dass sie weder nach ihrer Meinung gefragt wurde, noch ob sie überhaupt ausziehen möchte, packt sie am nächsten Morgen also schließlich ihre Sachen und reist kurzerhand zu einer alten Bekannten nach Berlin - was nicht weniger in einem Fiasko endet. Völlig entnervt und frustriert macht sich Charly also wieder auf den Heimweg, obwohl sie im Grunde keine große Lust hat, ihrem Freund zu begegnen. Im Zug von Berlin nach Hamburg begegnet ihr dann ein Mann, der ihr spontan gefällt. Sehr gefällt. 1,5 Stunden unterhalten sich die beiden über Gott und die Welt, Sesambrezeln und Friseure mit seltsamen Namen und man könnte fast sagen, dass sich Charly Hals über Kopf in einen unbekannten verliebt - aber das ist natürlich völlig übertrieben...oder? 


Charly geht der Unbekannte einfach nicht aus dem Kopf und setzt nun alles daran, die Identität des Mannes zu lüften. Dabei setzt sie nicht nur ihre beste Freundin Ines auf den Fall an, sondern auch deren Nachbar (und Ex-Polizist) Andreas. Doch so leicht will sich der gute Mann nicht finden lassen... ob es für die beiden doch ein Wiedersehen gibt? Erinnert er sich überhaupt noch an sie, falls sie sich bei ihm meldet? Um das zu erfahren, solltet ihr unbedingt dieses Buch lesen!


Charly ist eine sehr sympathische junge Frau, die sich selbst für unglaublich träge hält und sich scheinbar lieber mit einer unbequemen Situation zurechtfindet, als etwas daran zu ändern. Dass sie das genaue Gegenteil ist, wird spätestens klar, als Charly alle Hebel im Bewegung setzt, um ihren Unbekannten zu finden und dafür jeden erdenklichen Kontakt nutzt, der sich ihr zur Verfügung stellt. Ich persönlich mag Charlys Hartnäckigkeit sehr und finde es toll, wie sie sich für ihre Träume engagiert. Sie weiß genau, was sie will (und was nicht) und scheut sich, nach einigen Überlegungen, auch nicht, den Dingen den Rücken zu kehren, für die sie in ihrem Leben kein Platz mehr hat. Ihren Beruf, Physiotherapeutin, lebt Charly mit Leib und Seele aus und ich musste so manches Mal schmunzeln, wenn sie von ihren Patienten-Begegnungen berichtete, denn das ein oder andere kommt mir aus meinem eigenen Berufsleben mehr als bekannt vor. Gerade durch diese Patientenbegegnungen lernen wir Charly als eine hilfsbereite und aufopferungsvolle Person kennen, die weit über ihre Kompetenzen hinaus Dinge tut, damit andere glücklich sind. Besonders durch diese Eigenschaft konnte ich mich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren und fand sie unglaublich toll. Auch ihre Kollegin Maren, von der wir hin und wieder etwas mitbekommen, wirkt sehr sympathisch, leider erfahren wir über sie allerdings nur wenig.


Ines, die beste Freundin unserer Hauptprotagonistin, wirkt etwas älter und gesetzter, auch wenn wir ihr tatsächliches Alter nie wirklich erfahren. Durch ihren Blumenladen und ihren Sohn Mattie wirkt sie wie eine Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht und die uns nicht mehr groß überraschen könnte. An ihr bemerkt man aber auch, dass man sich so manches Mal irren kann, denn auch hier passieren unvorhergesehene Dinge... So richtig einschätzen konnte ich sie nicht wirklich, irgendwie hatte sie immer etwas hektisches und abwesendes an sich, was ich mir nicht erklären konnte. Trotzdem war sie mir sympathisch, insbesondere dessen, weil sie Charly stets versucht mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. 


Dörte - Charlys Mutter - ist ein Fall für sich. Im Grunde kennt sie kein anderes Thema als Enkelkinder und ihr "Beinahe-Schwiegersohn" scheint ihr das allerliebste zu sein. Zu Beginn ist Dörte eher nervig und man kann das gespannte Verhältnis zwischen Mutter und Tochter mehr als nachvollziehen. Doch auch hier müssen wir uns am Ende des Romanes eingestehen, dass wir die Menschen vielleicht vorschnell verurteilen, ohne die wirklichen Hintergründe für das Verhalten des jeweiligen zu kennen! 


Charlys Vater ist seit neuestem berentet, kommt damit aber nicht besonders gut zurecht. Statt den Lebensabend zu genießen, stürzt er sich Hals über Kopf in ein neues Projekt und das ausgerechnet mit Ines Nachbar Andreas, der Charly eigentlich bei der Suche nach dem Fremden geholfen hat. Glücklicherweise kann sie einschreiten, bevor Andreas unliebsame Details preisgibt und so erfährt Charlys Vater dann doch nicht ganz so schnell, von ihrem Plänen. Mir war dieser Mann äußerst sympathisch, er wirkt nicht nur wie der perfekte Ausgleichspol zu ihrer verrückten Mutter, sondern glättet auch hin und wieder die Wogen wenn sich seine beiden Frauen mal wieder streiten. 


Mit am besten gefiel mit Frau Baumann, eine von Charlys Patienten. Diese Frau hat eine bedeutende Rolle im Leben der jungen Therapeutin, welche immer mehr Tragweite erlangt. Für sie werkelt Charly weit über ihre Kompetenzen hinaus und hilft so einer alten Dame, zurück zum Glück!

Insgesamt kann ich euch dieses absolut wundervolle Buch mit seinen tollen Charakteren nur empfehlen. Der spritzige Humor überzeugt einfach vollständig und auch die Nebengeschichten, die wir miterleben dürfen, überzeugen einfach von Grund auf. 

Wertung: 5 von 5 Sterne!




Ein herzliches Dankeschön an Blogg Dein Buch und den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!


Verlagshomepage: 
http://www.dtv.de/

Hier bestellen: http://www.dtv.de/buecher/der_mann_im_heuhaufen_26042.html

Blogg Dein Buch:  
http://www.bloggdeinbuch.de/

Donnerstag, 19. Februar 2015

[Ebook-Rezension] Charlotte Grimm - Erotische Märchenserie 01 - Rotes Verlangen

Inhalt
Auf dem Weg zu ihrer Großmutter begegnet Elizabeth Birmingham im Zug dem geheimnisvollen Logan Woolf. Sofort ist sie fasziniert von diesem Mann, versucht ihn jedoch zu vergessen - immerhin ist er ein Fremder! Seltsamerweise begegnet er ihr jedoch immer und immer wieder, weswegen es Elizabeth äußerst schwer fällt, nicht ständig an den Unbekannten zu denken. Sie muss sich entscheiden: lässt sie sich auf das Unbekannte und seltsame ein und ignoriert die "Aura des Bösen", die den Mann umgibt, oder zieht sie sich zurück? Vielleicht wäre Wildhüter Ben, der sich rührend um sie kümmert die bessere Entscheidung...?

Erster Satz des Buches
"Es gibt drei Dinge, die ich liebe: mein rotes Cape, das ich zu meinem 21. Geburtstag geschenkt bekommen habe, das Gefühl von frischgewaschener Bettwäsche auf meiner nackten Haut, sowie den leichten Geruch nach Erde, der mich jeden Morgen in meinem Gewächshaus empfängt."

Fazit 
"Rotes Verlangen" ist ein Roman der Autorin Charlotte Grimm, aus der Serie "Erotische Märchenserie". Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Roman durch die Anfrage der Autorin selbst. Da ich hin und wieder gerne mal einen erotischen Roman lese, stimmte ich zu und besonders die Mischung aus Märchen und Erotik sprach mich dabei besonders an.

Elizabeth Birmingham ist eine junge Botanikerin, die nach jahrelangem Stillstand wieder Kontakt zu ihrer Großmutter aufnehmen möchte und zu diesem Zwecke nach Darkwood Castle reist. Mit einer Flasche Wein, einem Kuchen und einem Blumenstrauß, ins rote Cape gehüllt setzt sie sich also in den Zug und wartet auf die Ankunft am Bahnhof. Im Zug selbst wird sie von einem aufdringlichen jungen Mann belästigt und so flieht sie ins nächstgelegene Abteil, wo Logan Woolf gerade versucht, den Schlaf der Gerechten zu schlafen. Der attraktive, düstere und nicht minder geheimnisvolle Mann ist zwar nicht besonders begeistert, von dieser Ruhestörung, lässt es sich nach kurzer Erklärung jedoch auch nicht nehmen, die Frau in Not zu beschützen. Er stürmt nach draußen, kehrt bald mit Elizabeth's Gepäck zurück und bietet ihr an, die Nacht bei ihm im Abteil zu verbringen. Zuerst ist Elizabeth etwas verunsichert, entschließt sich aber dann doch, das Angebot anzunehmen. Am nächsten Tag kommt sie dann nach einigen Eskapaden (und einem überraschenden Wiedersehen mit Logan Woolf) bei ihrer Großmutter an - die ganz und gar überrascht von ihrem Auftauchen ist. Über kurz oder lang stellt sich heraus, dass Logan Woolf für ihre Großmutter ganz und gar kein Unbekannter ist und tatsächlich dort ein- und ausgeht. Elizabeth Hormone geraten immer mehr in Wallung und trotz der Tatsache, dass Wildhüter Ben ihr den Hof macht, hat sie nur Augen für Logan. Doch nicht nur ihre Gefühle schlagen Purzelbäume, auch ihre Gedanken, denn Elizabeth versucht verzweifelt herauszufinden, wieso ihre Großmutter ihr jahrelang den Kontakt zu ihr versagte. Im Haus ihrer Großmutter scheinen Dinge abzulaufen, die Elizabeth nicht begreift und so verstrickt sie sich immer mehr in ihre Recherche...

Elizabeth Birmingham ist eine selbstbewusste, junge Frau, die ganz genau weiß, was sie will, wenn sie auch einige Skrupel und ein gutes Bauchgefühl hat. Zu Logan fühlt sie sich zwar von Anfang an hingezogen, kann ihn aber nicht recht einschätzen, geschweige denn erklären, was diese Anziehung zu ihm auslöst. Elizabeth's Gefühlswelt wird einem recht deutlich dargestellt und als Leser kann man sich sehr gut in die junge Frau einfühlen. 

Logan Woolf ist ein seltsamer Zeitgenosse. Dunkel, geheimnisvoll, gutaussehend, aber undurchschaubar. Er passt in keine Schublade und lässt sich nicht recht in die Karten schauen und taucht immer dann auf, wenn man am allerwenigsten mit ihm rechnet. 

Elizabeth' Großmutter, die ihrer Enkelin trotz gutem Verhältnis jahrelang den Kontakt versagte, war mir schon von Anfang an irgendwie suspekt. Man versteht weder ihre Handlungsweisen, noch den Kontaktabbruch und ich war mir ziemlich sicher, dass da mehr dahinterstecken muss. Und ich sollte recht behalten...

Wildhüter Ben, der als einziger Angestellter noch im Haus von Elizabeth' Großmutter tätig ist, wirkt auf den ersten Blick nett, sympathisch und überaus hilfsbereit. Er macht Elizabeth nicht nur den Hof, sondern akzeptiert auch ihre vorsichtige Ablehnung ohne mit der Wimper zu zucken. Er wirkt stets zuverlässig und kompetent und doch scheint ihn ein dunkles Geheimnis zu umgeben... und doch weiß man lange Zeit nicht, ob sich die Befürchtung bewahrheitet. 

Die Idee, eine Serie erotischer Märchen herauszubringen klingt erst einmal wie der verzweifelte Versuch, aus etwas altbewährtem neuen Profit zu schlagen. Liest man jedoch die Beschreibung des Romanes, so wird die Neugier geweckt, denn die Umsetzung könnte ja dann doch ganz gut sein. So oder so ähnliche Gedanken hegte ich, zugegeben, als ich die Mail der Autorin las. Dass mich diese Geschichte dann doch so umhauen würde, hätte ich wirklich nicht erwartet, denn die Umsetzung ist der absolute Wahnsinn. Anders als erwartet erleben wir nicht das klassische Märchen sondern vielmehr eine Geschichte, die dem ganzen zwar ähnelt, bzw. hin und wieder ein paar Parallelen auftreten, die an das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf erinnern, jedoch etwas komplett eigenes darstellt. Die Spannung, die sich dabei aufbaut ist zum Greifen nahe und die erotischen Stellen sind nicht nur realistisch, sondern auch ansprechend und mit dem passenden Vokabular beschrieben. Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die Protagonisten wortwörtlich nicht von einem zum anderen Ort "ficken" (Entschuldigung!), sondern die Szenen gekonnt eingeflochten werden. Der Schluss/die Auflösung des ganzen ist absolut unerwartet und überraschend und hätte meiner Meinung nach nicht besser ausfallen können! Ein großes, großes Lob an die Autorin - ich freue mich schon auf den nächsten Band!

Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ein herzliches Dankeschön an die Autorin, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!