Montag, 31. August 2015

[SuB-Nachschub] Zwei Rezensionsexemplare zum Ende des Monats

Am Freitag und Samstag erreichten mich noch 2 Rezensionsexemplare, die ich euch zum Ende des Monats noch vorstellen möchte :)


Caleb Krisp - Little Miss Ivy
Ivy Pocket, zwölfjährige Zofe adeliger Damen, ist eine wandelnde Katastrophe – die ihre Dienstherrinnen buchstäblich zum Wahnsinn treibt. Sie selbst sieht das allerdings ganz anders! Sie selbst findet sich nämlich einfach wunderbar. Nach einem unerhört peinlichen Auftritt mit ihrer letzten Arbeitgeberin greift das Schicksal ein: in Gestalt einer geheimnisvollen Baronin, die Ivy zu sich ans Totenbett rufen lässt, um ihr einen äußerst geheimnisvollen Auftrag zu geben. So beginnt Ivys Achterbahnfahrt von einem Abenteuer: voller Rätsel, Intrigen, Bösewichte, fataler Missverständnisse und haarsträubender Komik! (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)


Anna Todd - After 04 - After Forever
Die Verbindung zwischen Tessa und Hardin ist so stark wie nie zuvor. Tessa ist längst nicht mehr das süße Good Girl, das sie einmal war. Und Hardin nicht mehr der unberechenbare Bad Guy, in den sie sich leidenschaftlich verliebt hat. Tessa versteht seine gequälte Seele und weiß, dass nur sie ihn beruhigen kann, wenn er ausrastet. Er braucht sie. Doch als die Vergangenheit sie wieder einholt, wird Tessa klar, dass sie ihn nicht retten kann. Zumindest nicht, ohne sich selbst zu opfern … (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)


Samstag, 29. August 2015

[Rezension] Kerstin Gier - Liebe geht durch alle Zeiten 01 - Rubinrot

Inhalt
Die 16 jährige Gwendolyn Shepherd weiß eigentlich, dass ihre Familie nicht ganz so normal ist, wie man annehmen würde. Als sie sich jedoch bald im London eines früheren Jahrhunderts wiederfindet, wird ihr klar, dass nicht ihre Cousine Charlotte diejenige ist, die das "Zeitreise-Gen" geerbt hat, sondern Gwendolyn selbst! Zusammen mit dem arroganten Gideon DeVillier wird sie nun in die Vergangenheit geschickt und merkt schnell, dass es nicht so toll ist, wie man es sich vorstellt, wenn man plötzlich ein paar Jahrunderte früher am selben Ort ist...

Infos

Seitenzahl: 352
Verlag: Arena

Reihe: Liebe geht durch alle Zeiten 

Preis:  12,99 € (E-Book) / 15,99€ (gebunden) / 
           37,99€ (alle 3 Bände als Ebook) / 39,99€ (alle 3 Bände im Schuber)


Erster Satz des Buches
"Während sie sich auf die Knie fallen ließ und anfing zu weinen, schaute er sich nach allen Seiten um."

Fazit

"Rubinrot" ist der erste Band der "Liebe geht durch alle Zeiten" Trilogie, von Kerstin Gier. Vor einigen Jahren habe ich mir diese Bücher bei einer Freundin ausgeliehen und schon einmal gelesen, als sie jedoch gesammelt im Schuber veröffentlicht wurden, konnte ich einfach nicht widerstehen und kaufte sie mir. Nun lachte mich dieser Schuber schon einige Tage lang an und so griff ich dann also erneut zu Band 1 (und ich erinnere mich nur noch an ganz wenige Dinge - zum Glück)!

Wir befinden uns also in London, zuerst im aktuellen Jahrhundert, wo wir Gwendolyn und ihrer, zugegeben sehr verrückte Familie, das erste Mal wirklich begegnen. Im Verlauf lernen wir die Familie als etwas Zwiegespalten kennen, denn Tante Glenda und ihre Tochter Charlotte sind nicht ganz so angetan von Gwendolyn und ihrer Mutter, umgekehrt sind die Verhältnisse jedoch ähnlich. Gwendolyns Geschwister stehen stets zu ihr, auch wenn man sie in Band 1 nur wenig zu Gesicht bekommt. Tante Maddy dagegen schon etwas mehr und sie war mir von Anfang an mehr als sympathisch, denn die alte Dame beweist eine gute Portion Humor - und das tut in diesem seltsamen Haushalt ziemlich gut. Lady Arista und Butler George hingegen waren/bzw. sind mir immer noch eher etwas suspekt, was aber wohl auch daran lag, dass sie in keinem besonders guten Licht dargestellt werden, sondern eher herrisch (Lady Arista) oder seltsam geheimnisvoll (Mr. George) wirken. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Familienverhältnisse, die in dieser Geschichte eine sehr große Rolle spielen, in den Folgebänden noch entwickeln wird und ob die unterschiedlichen Teile der Familie doch noch lernen, besser miteinander auszukommen? 


Gideo DeVillier und seine Familie erscheinen hingegen unnahbar und seltsam und besonders seinen Onkel Frank kann man nur sehr schwer einschätzen. Erst im Laufe des Buches erhalten wir mehr Zugang zu Gideon und müssen feststellen, dass er eigentlich gar nicht so unsympathisch, arrogant und ungehobelt ist, wie es am Anfang noch den Eindruck macht.

Die Story dieses Romanes ist wohl das, was man als typischen Jugend-Fantasyroman bezeichnen würde: Zeitreisen, eine sich anbahnende Liebe, Bösewichte, Komplikationen und Spannung - ein perfekter Mix. Dazu erhalten wir wundervoll ausgearbeitete Charaktere, sehr bildhafte Darstellungen und eine fixe Geschichte, die richtig Lust auf die Folgebände macht! In "Rubinrot" werden einige Vorlagen geliefert und Fragen aufgeworfen, die die Geschichte stets in Schwung halten und sie interessant, sowie sehr spannend halten. Die wenigen, aber sehr authentischen Zeitreisen, die Gwendolyn alleine und auch mit Gideon erlebt erscheinen nicht nur realistisch, sondern versetzen den Leser ein bisschen in die schöne, frühere Welt - in der tolle Kleider und ein ganz anderes Leben als heute Programm ist - und lassen uns ein wenig von der Vergangenheit träumen. 

Insgesamt war ich von diesen Roman, auch beim erneuten Lesen, immer noch sehr begeistert und werde - bei Gelgenheit - noch Band 2 und 3 verschlingen. Kerstin Giers wundervolle Art zu schreiben und ihre Worte lassen uns "Rubinrot" flüssig lesen, uns über die Seiten hinwegfliegen und am Ende des Buches die letzte Seite herumschlagen - und eine gewisse Zufriedenheit empfinden.


Wertung: 5 von 5 Sterne!

Dienstag, 25. August 2015

[Fachbuch-Rezension] Kumbrink - K-Taping


Inhalt
K-Taping - das erfolgreichste Fachbuch für erfolgreiches Behandeln: Kursbegleiter und Praxishandbuch in einem - für Therapeuten, die eine Ausbildung in der Behandlungsmethode K-Taping absolvieren oder bereits abgeschlossen haben. Im Theorieteil werden die Grundlagen des K-Taping im Überblick dargestellt. Im Praxisteil, der nach Anlagetechniken gegliedert ist, werden die geeigneten Techniken für rund 70 Symptombilder veranschaulicht. Dies wird ergänzt durch knappe Handlungsanleitungen und praktische Hinweise zu Befund, Durchführung und Dosierung, typischem Behandlungsverlauf sowie Tipps zur Anwendung. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)

Info's zum Buch:
Seitenzahl: 256
Verlag: Springer Verlag
Preis: 49,99 € (Broschiert) / 34,99 € (E-Book)

Ein bisschen was zum Inhalt
Was ist (K-)Taping/ Was ist der Unterschied zwischen Taping und K-Taping?
Taping = wird mit klassischem Tape durchgeführt, ist nicht elastisch, Gelenke werden stabilisiert oder ruhig gestellt, Anlagen (die normalerweise mit K-Tape angelegt werden) sind mit klassischem Tape nicht möglich

K-Taping = folgen dem Verlauf eines Nervs oder Muskels, werden frei an jeder Position des Körpers angelegt, schränken Bewegungsfreiheit nicht ein
Im Grunde sind beide Methoden aus diesen Gründen nicht/kaum miteinander vergleichbar.

Das Buch wird unterteilt in 9 große Unterpunkte:

1. Die K-Taping Methode
Beschreibt in verschiedenen Kapiteln und Unterpunkten verschiedene Dinge, z.B. wie sich das K-Taping von der Idee zur Therapiemethode entwickeln konnte, erklärt die Unterschiede zwischen klassischem Tape und K-Tape und weswegen es so wichtig ist, ein hochwertiges K-Tape zu nutzen, um einen Erfolg erzielen zu können. Ich für meinen Teil fand es außerordentlich spannend, wieso man nicht einfach irgendein Tape nutzen kann! Wie oben schon beschrieben unterscheiden sich die K-Tapes von den klassischen Tapes nicht nur in ihrer Anlageform und –funktion, sondern eben auch das Tape an sich ist ein ganz anderes („Die Elastizität des K-Tapes ist vergleichbar mit der Eigendehnung des menschlichen Muskels“ Zitat: Seite 3, Kapitel 1.2).




Besonders gut gefiel mir in diesem Kapitel auch die Tatsache, dass genau erklärt wird, wieso man „billiges“ Tape nicht nur kritisch beäugen, sondern am besten ganz meiden sollte – die Erklärung war mehr als sinnig und bringt den zukünftigen Anwender dazu, genau darüber nachzudenken, ob er wirklich das billige Tape kaufen möchte, oder seiner Gesundheit etwas gutes tut und etwas mehr Geld ausgibt. Zusätzlich bekommt man eine Reihe von Anzeichen aufgelistet und beschrieben, die ein deutliches Merkmal für minderwertiges
Tape sind – eine sinnvolle Ergänzung! Außerdem werden Tapes mit verschiedenen Wirk- und Inhaltsstoffen benannt und ei paar Worte dazu gesagt, was ich persönlich sehr interessant und wissenswert fand, denn unsereins könnte da mit einer falschen, vorgefertigten Meinung an die Sache herangehen.

Wann kann man K-Taping denn nun eigentlich einsetzen? Um es mal grob zu umschreiben: bei allem. Bei so ziemlich jeder Sportart, bei physiotherapeutischen Behandlungen, zu Präventionszwecken, zur Nachsorge.... In diesem Unterpunkt bekommen wir ziemlich genau erklärt, warum, wieso und weshalb K-Taping in all diesen Bereichen eingesetzt werden kann. Ein wahrlich riesiges Spektrum!

Außerdem wird in diesem Kapitel sehr ausführlich beschrieben, welche Grundlegenen Funktionen und Effekte das K-Taping haben kann. Von der Verbesserung der Muskelfunktion bis hin zur Unterstützung der Gelenkfunktion ist eigentlich so ziemlich alles dabei. Ich für meinen Teil fand diese Aufzählung inklusive Erklärung mehr als interessant, denn im Grunde ist dies ja die Quintessenz des ganzen, es ist ja ausschlaggebend dafür, dass man diese Technik überhaupt anwendet. Es geht uns doch schließlich allen so: wenn wir nicht wissen, wieso wir etwas machen, machen wir es nicht!

Bereits in diesem Kapitel erhalten wir einen kleinen Einblick zur Anlage und dem Entfernen eines K-Tapes. Wir erhalten viele Tipps, wie sich das Tape am besten Anlegen, wie auch Entfernen lässt und welche Schritte zusätzlich durchgeführt werden können, um eine Anlage bzw. ein Entfernen zu erleichtern. Besonders gut gefielen mir auch die zahlreichen Erläuterungen zu den Tipps, ebenso die Tatsache, dass eine spezielle K-Taping Schere zum schneiden geeigneter sei und die Erklärung dieser Behauptung. Spannend fand ich auch, dass es spezielle „Kleber“ gibt, mit denen das K-Tape seine volle Haftkraft entfalten kann und so deutlich besser auf der Haut haften bleibt, als ohne dementsprechende Vorbereitung.

Wann sollte auf eine K-Taping Anlage verzichtet werden? Eine berechtigte Frage. Die Antworten dazu findet ihr im dementsprechenden Buch – inklusive Erklärung!

Mit am interessantesten fand ich, in diesem Kapitel, die so genannte „Farblehre“. Quasi die Erklärung, weswegen es beim K-Tape unterschiedliche Farben gibt. Ich für meinen Teil dachte bei der Farbgebung ein wenig an die Therabänder, deren Farbgebung ja auch eine spezielle Bedeutung haben. Auch hier haben die Farben der Tapes eine Bedeutung, diese hat jedoch nichts mit Elastizität und Zugkraft zu tun.

Weiterhin sollte erwähnt werden, dass ein ausführlicher Befund bei jeder Therapiemethode die Grundlage darstellt! -> Ganz wichtig. Find ich gut, dass dieser Unterpunkt extra nochmal erwähnt wird und ein paar Worte dazu gesagt werden.

Abschließend kann ich nach diesem ersten Kapitel nur sagen: Wow. Was für eine Flut von Informationen. Selbst für mich als Physiotherapeutin, der die ganzen Fachbegriffe doch recht vertraut sind, reicht es jetzt erst einmal, denn ein bisschen schwirrt mir schon der Kopf. Immerhin habe ich alles für euch gelesen und seeeeehr stark komprimiert, um euch nicht mit zuviel Input zu belasten! Bisher gefällt mir das Buch aber sehr gut – ich bin gespannt, wie es weitergeht!

Zusammenfassend erfahrt ihr in diesem Kapitel folgendes:
- Wie die Idee zur Therapiemethode wurde 
- Warum man qualitativ hochwertiges K-Tape nutzen sollte und wie     man zu   wirkstoffhaltigen Tapes stehen sollte.
- Wofür lässt sich K-Taping einsetzen?
- Welche Funktionen und Effekte hat das K-Taping?
- Anlegen und Entfernen des Tapes
- Kontraindikationen
- Farblehre
- Befund!

Okay, wie mir aufgefallen ist, kann ich mich anscheinend nicht kurzfassen. Dies soll in den nächsten Kapiteln anders werden – ich versuchs, wirklich! :D

2. Die vier Anlagetechniken
Zum besseren Verständnis: Die 4 Anlagetechniken werden in diesem Kapitel kurz erläutert und in einem jeweils eigenen Kapitel dann noch einmal richtig erklärt und gezeigt!

1) Muskelanlagen
Widmen wir uns nun den Anlagetechniken, finden wir als erstes die Muskelanlagen. In diesem Unterpunkt erfahren wir, dass diese besonders bei einem Hyper- und Hypotonus, sowie Verletzungen der Muskulatur angewendet werden kann. Je nachdem, wie wir das Tape anbringen, wirkt es tonisierend oder detonisierend, was ein wenig Problematisch werden kann, wie uns der Text verrät. Dieses Kapitel verrät uns die Tricks und Kniffe, um die Anlage richtig vorzunehmen, beschreibt die Schwierigkeiten damit, die Wirkweise und die ganz genaue Durchführung. Untermalt wird dies mit sehr anschaulichen Bildern, die die ganze Sache deutlich einfacher machen.

2) Ligamentanlagen
Ligamentanlagen nutzt man vorwiegend bei Verletzungen, sowie Überlastungen von Sehnen und Bändern, kann jedoch auch bei Triggerpunkten, Schmerzpunkten oder bei Wirbelsäulensegmenten angewendet werden. Die Ligamentanlagen bewirken eine Entlastung, Schmerzverminderung und eine Verbesserung der Belastbarkeit, was zu einen schnelleren Heilung und somit einer kürzeren Rehabilitationsphase führt. Wir erfahren, wie, bzw. ob das Tape speziell vorgespannt werden muss und, dass sich die Anlagen je nach Gebiet unterscheiden. Möchte man Sehnen behandeln, muss man eine spezielle Ligamentanlage für Sehnen anwenden, bei Bändern bzw. Schmerzpunkten gibt es eine andere. Außerdem erfahren wir ausführlich, was das K-Taping hier bewirkt und eine kurze Auffrischung darüber, welche Funktionen Sehnen/Bänder haben. Interessant fand ich hier besonders die Anlage „Spacetape“, die ausführlich erklärt und bebildert dargestellt wird und auch hier die Wirkweise und Durchführung erklärt wird. 

3) Korrekturanlagen
Die Korrekturanlagen werden unterteilt in: funktionelle Korrektur und Faszienkorrektur. Unter der funktionellen Korrektur versteht man eine Korrektur von knöchernen Fehlstellungen durch eine Positionsverschiebung. Bei der Faszienkorrektur sind die Muskelfasern verklebt, die Anlage soll eine Auflockerung der Faszien bewirken, sowie eine Schmerzminderung. Außerdem finden wir hier eine recht ausführliche Beschreibung der funktionellen, sowie der Faszienkorrektur mit sehr guten Erklärungen, was Ursachen, Wirkweise und Durchführung angeht.

4) Lymphanlagen
Besonders beeindruckt hat mich das Kapitel der Lymphanlagen, da dies besonders ausführlich und mit tollen Bildern bestückt ist. Wie zu erwarten werden Lymphanlagen besonders bei Störungen des Lymphabflusses vorgenommen, denn durch die Anlage wird die Haut angehoben und der Raum zwischen Haut und subkutanem Gewebe vergrößert wird und die entsprechenden Kollektoren werden zur Tätigkeit angeregt. Mehr möchte ich jetzt gar nicht in die Tiefe gehen, aber in diesem Buch wird sehr schön erklärt, was es mit dem Lymphabfluss auf sich hat. Grundsätzlich unterscheidet man 2 Anlagen: Anlage bei einer intakten Lymphknotenkette und die Anlage bei teilweise, bzw. vollständig entfernten Lymphknoten. Zusätzlich, zu den verschiedenen Erklärungen der Anlagen wird kurz beschrieben, was es mit den Intakten/teilweise bzw. vollständig entfernten Lymphknoten auf sich hat und welche Auswirkungen dies auf das Gewebe und den Lymphabfluss hat.
Außerdem erfahren wir einiges über die Ursachen für einen Lymphstau, die Wirkweise und die genaue Durchführung.

Kapitelfazit
Insgesamt fand ich alle Anlagetechniken nicht nur wahnsinnig interessant, sondern auch extrem gut erklärt. Besonders gut gefiel mir, dass es sich hierbei nicht nur um die Anleitungen handelte, sondern dass viele Infos drumherum geflochten wurden und wir einiges grundsätzliches zur Thematik erfahren. Die Bilder wurden stets ergänzend hinzugefügt und sind eine echte Bereicherung zu den ausführlichen, aber nicht überladenen Texten. Nach den Erklärungen kann man sich in aller Regel gut richten und die Durchführung sollte anhand der Bilder+Text eigentlich kein Problem mehr darstellen. Super fand ich auchdie kurzen Memos auf den einzelnen Seiten, die eine kurze Zusammenfassung enthielten, wie die Anlage durchgeführt wird und ein Bild, der Tape-Form!

3. Muskelanlagen
Die Muskelanlagen, die wir in diesem Kapitel präsentiert bekommen, gliedern sich in Anlagen der oberen und unteren Extremität, sowie dem Rumpf. Pro Stickpunkt (Oben, Unten, Rumpf) finden wir zwischen 6 und 7 Muskeln, deren K-Taping Anlage dann auf den einzelnen Seiten genauer erklärt wird. Der Aufbau dessen gestaltet sich stets gleich: Es werden Ursprung, Ansatz, Funktion und Innvervation genannt und die Anlage kurz, aber schlüssig erklärt und wie gewohnt, mit einigen Bildern verdeutlicht. Auch hier finden wir den Memokasten wieder, der mir bereits im Vorkapitel so gut gefallen hat! Bei einigen Muskeln findet man noch einen Hinweis in rot, der auf bestimmte Dinge aufmerksam machen soll um so Fehlern direkt vorzubeugen. Top!

Insgesamt bin ich mit der Erklärung und den zugehörigen Informationen, die uns zur Verfügung gestellt werden, mehr als zufrieden und besonders die Bilder runden das ganze auf positive Art und Weise ab.

4. Ligamentanlagen
Bei den Ligamentanlagen unterscheidet man (wie oben erwähnt) die Anlage zwischen Bändern und Sehnen, sowie die spezielle Anlage „Spacetape“, wie man vor allem bei Schmerz- oder Triggerpunkten anwendet. Der Aufbau der Ligamentanlagen gestaltet sich genauso, wie es bei den Muskelanlagen der Fall ist, hier wurde lediglich noch der Unterpunkt „Anwendung“ hinzugefügt, der erklärt, wann man diese Anlage anwenden kann.

Besonders gut gefielen mir auch hier die Bilder, mit denen das Ganze untermalt wurde, denn dieses Mal wird uns nicht nur die Anlage veranschaulicht, sondern auch unsere anatomischen Kenntnisse aufgefrischt. Mit tollen Bildern und Beschriftungen werden uns die einzelnen Sehnen und Bänder noch einmal in Erinnerung gerufen – eine sehr schöne Ergänzung!

Im Unterpunkt „Spacetape“ wird noch einmal der genaue Sinn dieser Anlagenform verdeutlicht und die Anwendungsgebiete genau erklärt.

5. Korrekturanlagen
Die Korrekturanlagen unterteilt man in Funktionelle Korrektur und Faszienkorrektur. Die Autoren erklären kurz, inwiefern korrigiert werden soll (z.B. bei einer Patellakorrektur), was die Basis darstellt (Basis 1 evtl. auch Basis 2) und wie die Anlage vorgenommen wird. Auch hier erhalten wir bei den meisten Anlagen noch zusätzliche Informationen über das jeweilige Krankheitsbild, bzw. die vorliegende Problematik, untermalt mit Bildern und dem bekannten Memo-Kasten. 

6. Indikationsanlage
Die Indikationsanlagen empfand ich persönlich als eines der interessantesten Kapitel, da hier besonders auf verschiedene und vor allem häufige Krankheitsbilder eingegangen wird. Um nur ein paar zu nennen: Migräne, Asthma, LWS-Syndrom, Karpaltunnelsyndrom, Hüftproblematik, etc. Unterteilt werden die Krankheitsbilder in die Oberpunkte Kopf, Rumpf, Obere und untere Extremität. Besonders gut gefiel mir hier die Tatsache, dass jeweils eine kurze Definition der Problematik aufgeführt war und das Ziel, welches man mit dieser Anlage erreichen möchte. Außerdem wird, wie gehabt, die Anlage erklärt und auch die Bilder, sowie das Memo-Kästchen dürfen nicht fehlen. Spannend waren auch die Tipps, bezüglich der Detonisierenden Anlagen, die man zusätzlich zur eigentlichen Anlage zur Behandlung des Krankheitsbildes anwenden konnte, sowie ein spezieller „Tipp“-Kasten, der allerlei hilfreiche Informationen zu bieten hatte.

7. Lymphanlagen
Die Lymphanlagen gliedern sich, ähnlich wie in den Kapiteln zuvor, wiederrum in 4 größere Gruppen: Obere und untere Extremität, Rumpf und weitere Lymphanlagen. Die einzelnen Anlagen gliedern sich auch hier wunderbar übersichtlich in „Typ“, „Basis“ und „Anlage“, einem Memo-Fenster und anschaulichen Bildern, meistens auch einem „Tipp“.

8. Anlagen in der Neurologie
Dieses Kapitel ist besonders für Physiotherapeuten spannend, die im neulogischen Bereich tätig sind und auch, wenn das auf mich aktuell nicht zutrifft, fand ich dieses Kapitel dennoch sehr spannend! Im Gegenteil zu den anderen Kapiteln, gibt es hier keine grobe Aufliederung, sondern das Inhaltsverzeichnis verweist direkt auf einzelne Nerven, Symptomatiken oder Behandlungsziele. Gegliedert sind die Anlagen in „Anwendung“, „Ursache“, „Ziel“ und einer Erklärung, wie die Anlage erfolgen muss. Auch das Memo-Kästchen und die erklärenden Bilder, sowie ein paar Tipps, dürfen natürlich nicht fehlen.

9. Anlagen in der Gynäkologie
Bei den Anlagen in der Gynäkologie verhält es sich ähnlich, wie bei denen für die Neurologie. Hier sind die Anlagen jedoch etwas vermischter und wir finden nicht nur Anlagen für Rückbildungen, sondern auf Lymphanlagen, Haltungskorrekturen oder Unterstützende Anlagen. Mir persönlich gefiel besonders diese grobe Durchmischung sehr gut, denn hier ist nun für alle Problemchen etwas dabei – super!

Fazit:
Kapitel 1 ist sehr speziell und gerade der Teil, in dem die Funktionen und die Wirkweise des K-Taping beschrieben wird, ist mit vielen Fachwörtern gespickt. Für Laien ist dies daher wohl eher ungünstig. Für Menschen mit medizinischer Vorbildung könnte dieses Buch jedoch ganz interesssant sein, denn gerade die ersten beiden Kapitel erklären eher Grundlegende Dinge, die auch für eher unerfahrene mit etwas medizinischem Verständnis sehr spannend sein könnten. Zudem erklärt besser denn je, was es für unterschiede zwischen Taping bzw. K-Taping gibt und welche Dinge man im Allgemeinen beachten sollte.

Die Anlagen sind stets mehr als verständlich erklärt und mit tollen Bildern untermalt, die den Text bei verständnisproblemen (sollten diese doch vorkommen) sehr eindeutig machen. Besonders begeistert war ich von den Memo-Kästchen, (die ich ja immer wieder erwähnen musste :D ) – sie geben in Kürze das wichtigste aus dem Text wider und können wunderbar als Nachschlagewerk genutzt werden.

Auch wenn ich persönlich bisher keinen K-Taping Kurs gemacht habe, so würde ich behaupten, dass ich mir durch dieses Werk doch einiges an theoretischen Kenntnissen aneignen konnte, die mir durchaus von nutzen sein könnten, wenn ich mich dazu entschließen sollte, diesen Kurs irgendwann doch noch zu machen J Lust darauf macht dieses Buch allemal, denn nach so manchem Versuch an meinem Liebsten wäre ich dann schon gewillt, das ganze doch etwas professioneller durchführen zu können bzw. dies mit professioneller Führung zu erlernen.

Dies war auch eines der Dinge, die mir an diesem Fachbuch besonders gut gefiel: die theoretischen Kenntnisse, die um die eigentlichen Anlagen herum vermittelt wurden, waren perfekt darauf abgestimmt – die Infos waren weder zu kurz, noch zu lang, sondern auf das wesentliche beschränkt und ergänzten die eigentliche Thematik perfekt.

Am Ende finden wir ein Literaturverzeichnis und ein Sachverzeichnis.
Insgesamt kann ich euch dieses Fachbuch absolut ans Herz legen – besonders für die Physiotherapeuten unter euch ist dieses Werk nicht nur interessant, sondern auch äußerst hilfreich. Für Interessenten ohne medizinische Kenntnisse würde ich ein vorheriges Durchblättern empfehlen, denn das Verständnis könnte doch ein wenig Problematisch sein. Solltet ihr medizinische Kenntnisse haben, schaut es euch doch ebenfalls einfach mal an – ich bin sicher, es gefällt!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Freitag, 21. August 2015

[Rezension] Anna Todd - After 03 - After Love

Inhalt
Gerade als Tessa die wichtigste Entscheidung ihres Lebens getroffen hat, ändert sich alles. Die Geheimnisse in ihrer Familie und der Streit darüber, wie ihre Zukunft mit Hardin aussehen soll, bringen alles ins Wanken. Zudem schlägt Hardin immer noch um sich, anstatt Tessa zu vertrauen, und der Kreislauf aus Eifersucht, Zorn und Verschmelzung wird immer zerstörerischer. Noch nie hatte Tessa so intensive Gefühle, war so berauscht von einem Menschen. Aber reicht die Liebe allein? (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)

Info's zum Buch:
Seitenzahl: 944
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 12,99 € (Broschiert) / 9,99 € (E-Book)


Erster Satz des Buches
"Erinnerungen stürmen auf mich ein, während ich in das vertraute Gesicht des Fremden blicke."

Fazit
"After Love" ist der dritte Band der "After" Reihe von Anna Todd. Da ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Tessa und Hardin weitergeht, kam ich absolut nicht drumherum, mir auch den dritten Band zu Gemüte zu führen. Wer die ersten beiden Romane nicht kennt, sollte diese unbedingt lesen, bevor er zu "After love" greift. 

Wenn ich so über meine Gefühlswelt nachdenken, die ich durchschritten habe, während ich "After love" gelesen habe, so muss man wohl am ehesten sagen, dass ich anfangs etwas enttäuscht war. Nachdem wir in "After truth" eine Veränderung an Tessas und Hardins Beziehung wahrgenommen hatten und den Eindruck gewinnen konnten, dass sich die beiden etwas erwachsener verhalten, als es noch in Band 1 der Fall gewesen war, so hat man in Band 3 eher das Gefühl, dass das ganze wieder einen gewaltigen Rückschritt gemacht hat. Sie streiten wie bisher, die Themen sind auch annähernd dieselben und Tessa kommt immer noch nicht von ihrer Opferrolle los - sollte man meinen.

Liest man, trotz einer gewissen Enttäuschung, dann aber weiter, stellt man fest, dass sowohl Tessa und Hardin weiter daran arbeiten, ihre Beziehung auf ein eher "normales Level" zu heben. Während Tessa versucht, sich ihr Leben nicht ausschließlich von Hardin bestimmen zu lassen (was ihr nicht annähernd so gut gelingt, wie sie sich manchmal einreden möchte), versucht Hardin, seine Wutanfälle in den Griff zu bekommen. Gerade Hardins Verhalten bessert sich enorm, auch wenn er den ein oder anderen "kleinen" Rückfall erleidet, der ihn dann doch wieder ausrasten lässt und man erkennt in diesem Band das erste Mal WIRKLICH, wie ungemein wichtig ihm seine Beziehung zu Tessa ist. Er liebt sie aus tiefster Seele, auch, wenn er ihr das nicht immer so zeigen kann, wie sie es verdient hätte / sich wünschen würde. 

Wie schon in den Vorgängerromanen dreht sich dieser Band jedoch nicht nur um die Beziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten, sondern auch sehr stark um die Familien der beiden, was ich für meinen Teil wahnsinnig toll finde. Auch hier wird das Familienleben stark mit eingebracht, was dazu führt, dass wir die einzelnen Mitglieder immer besser kennenlernen und immer mehr Sympathien und möglicherweise auch Antipathien gegen die verschiedenen Parteien aufbauen können. 

Auch an Dramen und schockierenden Momenten spart dieser Band, wie schon die Vorgängerbände, nicht und auch, wenn uns "After Love" manchmal etwas langatmig vorkommen mag, passieren immer wieder Dinge, die uns zum weiterlesen und mitfiebern animieren!  Besonders die letzten paar Seiten versetzen uns in eine Art Rauschzustand, der uns gerade noch befähigt, die Seiten umzublättern und ganz in den Worten von Anna Todd zu versinken....Wir erleben eine Gefühlsachterbahn und bei allem, was passiert, fragen wir uns: wie wird es weitergehen? Wie wird es enden?

Wertung: 4 von 5 Sterne

Mittwoch, 12. August 2015

[Rezension] Chiara Ravenna - Chiara und die alte Abtei

Inhalt
Italien. Sommer. Einer der heißesten Sommer, seit langem. Chiara arbeitet in diesem Sommer auf dem Weingut ihrer Eltern und wünscht sich nichts sehnlicher, als ein wenig Abkühlung. Eines Nachmittages klingelt das Telefon und ihr alter Professor Lorenzo bittet sie, die alten Pläne einer Abtei in Coresi zu überarbeiten. Auch wenn sie zuerst überlegt abzusagen, sagt sie schließlich zu und verbringt nun ihre Zeit in den Hügeln, um die alte Abtei genauer in Augenschein zu nehmen. Dabei entpuppt sich die Abtei immer mehr als interessantes Gebäude mit einem großen Geheimnis, dass es zu lüften gilt...

Info's zum Buch:
Seitenzahl: 191
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis:  3,99 € (E-Book) / 9,99 € (Taschenbuch)

Erster Satz des Buches

"Es war einer der heißesten Sommer, an den ich mich erinnern konnte, in diesem Juli in der Emilia Romagna."

Fazit 
"Chiara und die alte Abtei" ist ein Roman der Autorin Chiara Ravenna. Anders als "Il tedesco" und "La tedesca" gehört dieser Roman nicht zu ihrer Autobiografie, auch wenn er auf wahren Tatsachen beruht. Nun, was soll ich sagen. Bereits nach Chiaras erstem Buch habe ich mich als bedingungsloser Anhänger geoutet und auch nach dem 3. Buch komme ich immer noch nicht davon los. 

Als ich begann, dieses Buch zu lesen (was ich übrigens innerhalb kürzester Zeit verschlang), lag ich gerade auf einer Decke im Gras, im Schatten unseres Hauses. Die Temperaturen betrugen etwa 33° und für meine Verhältnisse war es schon verdammt warm. Die besten Voraussetzungen also, um das neue Buch von Chiara Ravenna zu lesen, denn auch in diesem Roman ist das Wetter gerade vor allem eins: heiß. 

Zum Inhalt selbst will ich eigentlich gar nicht zuviel verraten, denn wer Chiara und ihre Romane kennt, der weiß, dass es vor allem ums wunderschöne Italien, die Menschen dort und Chiaras Arbeit geht, die wir in diesem Buch jedoch ein wenig besser kennenlernen dürfen. Die Arbeit an der alten Abtei entpuppt sich als langwierig, verzwickt und interessant und gemeinsam mit unserer liebsten Protagonistin machen wir uns auf die Suche nach der Lösung des Geheimnisses um dieses Gebäude. Dabei lernen wir nicht nur viel über die kulinarische Seite Italiens, sondern bekommen durch die eindrucksvolle Sprache der Autorin ein genaues Bild der Umgebung und besonders der Abtei, die uns immer wieder in den Bann zieht und uns unbedingt ihre Geschichte erzählen will. Chiara schafft es, uns alles so vor Augen zu führen, als seien wir selbst dabei gewesen und schildert so bildhaft, dass man sich mit geschlossenen Augen genau dorthin träumen könnte... Ihre lockere und mitreißende Schreibweise lässt uns auf diesem sommerlichen Flair mittanzen und die Außentemperaturen (die bei mir beim lesen vorherrschten) taten ihr übriges, damit ich mir manchmal vorkam, als wäre ich Chiaras stiller Beobachter. Auch wenn die Inhaltsbeschreibung vielleicht vermuten lässt, dass es sich hierbei um einen überaus spannenden Roman handelt, so muss ich sagen, dass dieser Eindruck täuscht. Wie Chiara schon in der Einleitung des Buches schildert, handelt es sich um einen lockeren,  leichten Sommerroman, der uns ins wunderschöne Italien entführt, ein wenig hinter die Kulissen der Geometra blicken lässt und uns ermöglicht, eine sehr eindrucksvolle Frau durch den Sommer zu begleiten. 

Besonders die Art und Weise, wie Chiara immer wieder zu einem schmackhaften Mahl kommt, egal wo sie hingeht, finde ich überaus bewundernswert und auch die italienische Lebensweise, die wir ein wenig miterleben dürfen, lässt uns ins schwärmen geraten und einen sehnsüchtigen Blick zum nächsten Reisebüro werfen. 

Chiara ist und bleibt, meiner Ansicht nach, eine der besten Indie-Autoren, die ich in den letzten Jahren gelesen habe und ich kann es kaum erwarten, bald wieder eines ihrer Schätzchen in meinen Händen zu halten. 

Wertung: 5 von 5 Sterne!



Ein herzliches Dankeschön für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Samstag, 8. August 2015

[Rezension] Dörte Hansen - Altes Land

Inhalt
Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)

Infos
Seitenzahl: 288
Verlag: Albrecht Knaus Verlag

Preis:  15,99 € (E-Book) / 19,99€ (gebunden)

Erster Satz des Buches
"In manchen Nächten, wenn der Sturm von Westen kam, stöhnte das Haus wie ein Schiff, das in schwerer See hin- und herumgeworfen wurde."

Fazit
"Altes Land" ist ein Roman von Dörte Hansen. Vor langer Zeit bekam ich dieses Buch im Rahmen der Buchflüsterer-Aktion zugesandt, konnte mich aber, zugegebenermaßen, nicht wirklich dafür begeistern und so stand es lange im Schrank, bis ich mich dazu überwinden konnte.

Vielleicht liegt das daran, dass ich zwar so manche Werke dieser Art ganz gerne lese, bzw. in der Vergangenheit auch ganz gut fand, mir diese jedoch gerne selbst aussuche, weil ich gerade in diesem Genre recht wählerisch bin. 

Was diesen Roman angeht, so konnte man mir damit absolut keine Freude machen. Der Einstieg in dieses Buch war mehr als schwierig und das Einfinden in die Geschichte war schlichtweg unmöglich, zumindest für mich. Besonders die mehrfach verschachtelten, sehr langwierigen Sätzen ließen mich oft stocken, was das Lesen nicht gerade beschleunigte. Zusätzlich benutzte die Autorin eine sehr bildhafte Sprache, was an sich eigentlich nicht schlechtes ist, in diesem Fall verkomplizierte es jedoch die ohnehin schon schwierigen Sätze immens. Auch die häufigen Szenenwechsel machten es schwer, der Geschichte zu folgen. 

Bezüglich der Thematik "Flüchtlinge", könnte dieser Roman momentan nicht aktueller sein und dies regt schon ein wenig zum Nachdenken an, was in der heutigen Zeit auf keinen Fall verkehrt sein kann. An sich konnte ich mich jedoch nicht mit der Geschichte anfreunden, was vor allem daran lag, dass ich die Charaktere durchgehend recht flach und unsympathisch fand und mich nur schwer in sie hineinversetzen konnte. Für mich machen die Charaktere einen Großteil einer Geschichte aus und wenn ich keinen finden kann, mit dem ich mich auf die ein oder andere Art und Weise irgendwie identifizieren kann, oder den ich wenigstens sympathisch finde - dann wird es schwierig. 

Insgesamt konnte ich an dieser Geschichte also nicht wirklich etwas positives finden, weswegen meine Bewertung dementsprechend ausfällt. 

Wertung: 1 Stern.