Sonntag, 1. Mai 2016

[Rezension] Christiane von Laffert - Herz verloren, Glück gefunden

Inhalt
Die Ehe der zweifachen Mutter Victoria steckt in der Krise. Um wenigstens für kurze Zeit einmal den ewigen Nörgeleien ihres Mannes zu entfliehen, lässt sich die schüchterne Victoria auf eine abenteuerliche Idee ihrer besten Freundin Emily ein: Sie soll die Society-Reporterin zu einem Kurztrip in ein angesagtes Ski-Resort begleiten und sich – damit sie unter den Reichen und Schönen nicht wie eine graue Maus wirkt – als ungebundene Jetsetterin ausgeben. Der Plan geht auf – bis Victoria im Fahrstuhl des Luxushotels über einen gut aussehenden Fremden stolpert und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Constantin könnte der Mann ihres Lebens sein – wenn da nicht ihre kleine Lüge wäre und sie nicht eigentlich vergeben ... (Kurzbeschreibung von www.amazon.de)

Infos zum Buch
Seitenzahl: 384 Seiten

Verlag: Goldmann Verlag
Veröffentlichungsdatum: 18.04.2016
ISBN: 978-3442484126
Preis:  8,99 € (Taschenbuch) / 7,99€ (Ebook)

Infos zur Autorin

Christiane von Laffert wurde 1975 in einer niedersächsischen Kleinstadt geboren und schrieb bereits in ihrer Schulzeit leidenschaftlich gern Geschichten für ihre Familie und Freunde. Nach einer Banklehre und einem Studium der Betriebswirtschaft arbeitete sie in einer PR-Agentur, bevor sie sich im familieneigenen Unternehmen um die Öffentlichkeitsarbeit kümmerte. Sie ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und Zwillingen in Hamburg. »Herz verloren, Glück gefunden« ist ihr erster Roman. (Quelle: Verlagshomepage)

Erster Satz des Buches

">Ähm...sexy.<"

Fazit

"Herz verloren, Glück gefunden" ist der Debüt-Roman der Autorin Christiane von Laffert. Durch Literaturtest bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden, der  mich von Anfang an Ansprach.

Victoria Dansmann hat es nicht leicht, in ihrem Leben. Ihr Mann ist ein Karriere-Mensch, der für die Familie nicht viel übrig hat und dessen Ruf wichtiger ist, als das Wohl seiner Lieben. Aus diesem Grund denkt Victoria natürlich nicht lange nach, als sie ihre beste Freundin Emily zu einem Kurztrip in ein Ski-Gebiet einlädt. Dort nimmt Victoria eine neue Identität an und lernt als die vermeintlich erfolgreiche Karrierefrau Katie König den einflussreichen Constantin von Holt kennen, der sie sofort begeistert...


Wenn man sich die Dansmann'schen Familienverhältnisse so anschaut, kann einem Victoria eigentlich nur leid tun: Kinder, die nicht groß an ihr interessiert sind (außer Mama ist von nutzen) und ein Mann, der nur seine Karriere im Kopf hat, sie als Frau aber nicht mehr wahrnimmt. Ihre Arbeit zuhause würdigt er natürlich keines Blickes und dass es mit zwei Kindern im Alter von 5 und 10 Jahren sicherlich nicht immer einfach ist, nimmt er auch keineswegs wahr und von Hilfe bei der Erziehung kann schon gar keine Rede sein. Sicherlich ist es nicht die feine englische Art, sich als jemand anderes auszugeben und dann den eigenen Ehemann auch noch zu betrügen, aber ein bisschen kann man Victoria dann doch verstehen: eine Frau, mit wenig Selbstbewusstsein, die von ihrem eigenen Ehemann nicht mehr wahrgenommen wird - oder zurechtgewiesen wird, weil sie in den letzten Jahren dicker geworden ist - begegnet einem Mann, der sie durch und durch sexy findet und ihr all das gibt, was sie in den letzten Jahren mit ihrem Mann vermisst hat. Ganz verwunderlich ist es nun nicht, dass Victoria ihre guten Vorsätze über Bord wirft und sich Hals über Kopf in den schönen und reichen Geschäftsmann verliebt... 

Wieder zuhause werden die Verhältnisse nicht einfacher und wir begleiten Victoria auf einer Gratwanderung zwischen den eigenen Bedürfnissen, die endlich mal befriedigt werden wollen, und zwei Kindern, denen sie irgendwie gerecht werden muss. Auch auf ihre Freunde kann sich die fast 40 - jährige nur bedingt verlassen und meistens kommt eine Enttäuschung nur selten allein. Gut, dass es aber trotzdem noch Menschen gibt, auf die man sich verlassen kann, besonders dann, wenn man es am wenigsten erwartet - und dann auch noch von Personen, von denen man das ebenfalls nicht erwartet hätte. 

"Herz verloren, Glück gefunden" ist ein typischer Frauenroman, der über die alltäglichen Probleme einer Vollzeit-Hausfrau und Bankiersgattin berichtet, über zwischenmenschliche Probleme jeglicher Beziehung und der Tatsache, dass der erste Eindruck oft schlicht und ergreifend nicht der Richtige ist und ein zweiter Blick lohnt. Er berichtet von Veränderungen im Leben, manchmal vorhergesehen und manchmal unvorhergesehen und zeigt uns, dass das Leben nie so kommt, wie man es erwartet oder plant. Wer für Frauenromane mit Tiefgang etwas übrig hat, der sollte an diesem Buch nicht vorbeigehen, denn neben jeder Menge Herzschmerz lässt uns dieser Roman auch so manches Mal ein wenig schmunzeln - weil Vorurteile häufig genau das sind und viel mehr dahintersteckt, als man auf den ersten Blick glauben mag.

Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ein herzliches Dankeschön an den Goldmann-Verlag, sowie Literaturtest, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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