Sonntag, 5. Februar 2017

[Rezension] George R. R. Martin -Das Lied von Eis und Feuer 01 - Die Herren von Winterfell

Inhalt
"Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!(Quelle: Amazon)
  
Infos zum Buch
Seitenzahl: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
ISBN: 
978-3442267743

Preis:  15,00 € (Taschenbuch) /12,99 € (E-Book)
Reihe:  Das Lied von Eis und Feuer 02 - Das Erbe von Winterfell
                 Das Lied von Eis und Feuer 03 - Der Thron der sieben Königreiche
                 Das Lied von Eis und Feuer 04 - Die Saat des goldenen Löwen
                 Das Lied von Eis und Feuer 05 - Sturm der Schwerter 
                 Das Lied von Eis und Feuer 06 - Die Königin der Drachen
                 Das Lied von Eis und Feuer 07 - Zeit der Krähen
                 Das Lied von Eis und Feuer 08 - Die dunkle Königin
                 Das Lied von Eis und Feuer 09 - Der Sohn des Greifen
                 Das Lied von Eis und Feuer 10 - Ein Tanz mit Drachen

Infos zum Autor
"George R. R. Martin gehört nicht nur in den USA zu den prominentesten Science-Fiction-Autoren. Den weltweiten Durchbruch schaffte er mit dem mehrbändigen Werk „Das Lied von Eis und Feuer“. Er schrieb anfangs Kurzgeschichten, arbeitete dann erfolgreich als Drehbuchautor und Fernsehproduzent. Doch das Schreiben von Fantasy- und Science-Fiction-Romanen entspricht seinem Vorstellungsvermögen und seinen schriftstellerischen Neigungen am meisten. Der 1948 im US-Staat New Jersey geborene und studierte Journalist lebt in Santa Fe, New Mexico. Er wurde mehrfach mit dem „Hugo Award“ ausgezeichnet." (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches

">Wir sollten umkehren<, drängte Gared, als es im Wald um sie zu dunkeln begann."

Zitat
"Nichts brennt wie die Kälte. Doch nur eine Weile. Dann kriecht sie in Dich hinein und fängt an Dich auszufüllen und nach einer Weile hast Du keine Kraft mehr, Dich zu wehren. Es fällt leichter, sich hinzusetzen oder einzuschlafen. Man sagt, man spürt am Ende keine Schmerzen. Erst wird man schwach und müde, und alles lässt nach, und dann ist es, als würde man in einem Meer aus warmer Milch versinken. Friedlich eigentlich."

Fazit

"Die Herren von Winterfell" ist der erste Band der Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin. 

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 

Vor einigen Jahren, als die erste Staffel der Serie "Game of Thrones" frisch in Deutschland erschien, kam ich nicht drumherum sie zu schauen... sie hat mich nicht übermäßig begeistert, ehrlich gesagt, weswegen ich nie weitergeschaut und auch kein Buch davon gelesen habe. Vor zwei Wochen allerdings, überredeten mich zwei Kolleginnen aus der Fortbildung, das erste Buch zu lesen und was soll ich sagen? Gesagt, getan. 
Cover: Das Cover ist schlicht gehalten, in einem sandfarbenen/pergamenten Ton, das Wappen und die Schrift einheitlich im selben Blauton. Mir persönlich gefällt die schlichte Darstellung des Buches ganz gut und das Wappen der Stark's, welches abgebildet wird, passt natürlich zum Inhalt. 


Story: Eddard Stark ist Lord von Winterfell, ganz oben im Norden von Westeros. Dort lebt er mit seiner Familie, bis der engste Vertraute des Königs Robert Baratheon stirbt und der König ihn als neue "rechte Hand" auserwählt. Robert Baratheon ist ein alter Freund der Familie, weswegen ihm Eddard sehr nahe steht und ihm von nun an tatkräftig mit Rat und Tat zur Seite stehen muss und das Amt der "rechten Hand" nicht ablehnen kann. Dies bedeutet jedoch, dass er sein Zuhause verlassen und seinem 15-jährigen Sohn Robb die Führung über Winterfell überlassen muss. Seine beiden Töchter Arya und Sansa begleiten ihn, währen sich sein unehelicher Sohn John Snow der Nachtwache anschließt. Die Zeit an Robert Baratheon's Seite ist für Eddard Stark jedoch kein Vergnügen, denn aus dem starken König ist ein trunksüchtiger Mann geworden, der auch den Freuen nicht abgeneigt ist. So kommt es, dass sich Meuchelmörder und Intriganten um den Thron scharen und dem König nach dem Leben trachten... 


Obwohl - oder gerade weil - ich die Serie nicht kenne, versuchte ich recht unvoreingenommen an diesen Roman heranzugehen - und war begeistert. Auch wenn das Buch einige Längen zeigt und sich wahrlich so manches Mal in endlosen Beschreibungen verliert, fesselt es dennoch und macht neugierig auf die weiteren Ereignisse in Westeros. Durch die wechselnde Erzählperspektive (Eddard, Daenerys, Tyrion, Bran, etc.) kann man so manches Mal in das Leben und Denken verschiedener Personen eintauchen, was mir, bei manchen langatmigen Teil half, bei der Stange zu bleiben. Spannung oder Action wird uns zwar auf fast 600 Seiten eher wenig geboten, aber die Erlebnisse der einzelnen Charaktere sowie die Intrigen, die überall an der Tagesordnung sind, machen das Lesen dennoch zu einem Vergnügen. Wer hier auf viel Fantasy hofft, der wird enttäuscht, denn "Die Herren von Winterfell" wandeln eher auf histroischer Ebene. Ich bin gespannt, wie sich das Ganze in den Folgebänden entwickeln wird, denn gerade Daenerys Dracheneier scheinen eine vielversprechende Fantasy-Komponente darzustellen, die man nicht außer Acht lassen darf. 


Schreibstil: Der Schreibstil ist angenehm, bildhaft und leicht zu verstehen. Die kapitelweise Abwechslung der Erzählperspektive bringt einen gewissen Schwung in die Geschichte und es macht einfach nur Spaß, in Westeros zu verweilen. 


Charaktere: Die vielen Charaktere, die in diesem Buch zur Sprache kommen, verwirren bisweilen schon ein wenig und so manches Mal hätte ich mir gewünscht, dass man etwas weniger durch die Flut der Charaktere gejagt wird. Die relevantesten
 Charaktere werden einem aber bestens vorgestellt, sodass man nicht nur ein genaues Bild im Kopf hat, sondern auch eine gewisse Sympathie oder Antipathie aufbauen kann. Die übrigen Charaktere treten immer mal wieder auf, bis man die wichtigsten Nebencharaktere halbwegs zuordnen kann, im Zweifelsfall findet man jedoch eine Auflistung am Ende des Buches. Besonders interessant fand ich den Charakter des Tyrion Lannister - nicht jedoch wegen seines Zwergenwuchses, sondern weil ich seine Art und Weise mit der Welt umzugehen mehr als erfrischend fand. 


Gesamt: Insgesamt konnte mich "Die Herren von Winterfell" deutlich mehr begeistern, als ich es zu Beginn erwartet hätte und ich freue mich schon, auf den zweiten Band - auch wenn ich noch nicht genau sagen kann, wann ich mich diesem widmen werde. Dennoch kann ich nur 4 Sterne vergeben, da ich die Längen, die dieser erste Band phasenweise aufwies, dann doch etwas störend fand. 

Wertung: 4 von 5 Sterne!

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