Sonntag, 2. April 2017

[Rezension] Jennifer L. Armentrout - Morgen lieb ich Dich für immer

Inhalt
"Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt …" (Quelle: Amazon)
  
Infos zum Buch
Seitenzahl: 544 Seiten
Verlag: cbt Verlag
ISBN: 
978-3570311417

Preis: 12,99€ (Broschiert) /  9,99€ (E-Book)

Infos zur Autorin

"Jennifer L. Armentrout lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden in West Virginia. Wenn sie nicht gerade mit dem Schreiben eines neuen Buches beschäftigt ist, schaut sie sich am liebsten Zombie-Filme an. Ihre E-Books waren in den USA auf Anhieb so erfolgreich, dass sie kurze Zeit später in den Druck kamen und sofort auf die Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste kletterten." (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches

"Der Stapel mit den staubigen leeren Schuhkartons war höher und breiter als ihr schmaler Körper, und er schwankte, als sie den Rücken dagegenpresste, die knochigen Knie bis zur Brust hochgezogen."

Fazit

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Seit ich die "Dark Elements" - Trilogie der Autorin gelesen habe, sowie den ersten Teil der Obsidian-Reihe, mag ich die Romane der Autorin unglaublich gerne und war total gespannt darauf, mal einen Romane jenseits der Fantasy von ihr zu lesen.

Cover: Das Cover gefällt mir auf Grund seiner Schlichtheit ganz besonders gut. Eine Art Foto, welches wie gemalt wirkt, mit lila Schrift, die darüber gelegt wurde und eher Handschriftlich aussieht, als gedruckt, machen das Cover zu einem interessanten Blickfang.


Story: "Morgen lieb ich Dich für immer" ist eines dieser Bücher, von denen man am Anfang gar nichts großartiges erwartet. Keine Tränen, kein großartiges berührt sein, einfach nur eine nette Liebesgeschichte, die einem ein paar schöne Stunden schenkt und man sich nur das Beste für die Protagonisten wünscht. Doch manchmal kommt es anders, als man denkt... man wird nicht nur überrascht, sondern regelrecht überfahren und findet sich auf einmal in einem Buch wieder, dass einen zutiefst berührt und nicht nur sich selbst, sondern das Leben im allgemeinen überdenken lässt. Statt einer seichten Liebesgeschichte finden wir uns in einem Roman wieder, der von Kindesmisshandlung und deren weitreichende Folgen erzählt, von Problemen, die man als Mensch in der Gesellschaft hat, wenn man anders ist, als jeder andere - und sei es nur, weil einen die Kindheit geprägt hat und man einfach nicht aus seiner Haut kann. In dieser Geschichte erleben wir hautnah mit, wie sich Hauptprotagonistin Mallory verändert, viel über sich und das Leben lernt (auch wenn sie dabei häufig drei Schritte nach vorne und vier zurück macht) und erkennt, worauf es wirklich ankommt, was man wirklich braucht, um glücklich zu sein. Auch wenn das Buch durch und durch versucht das Positive am Leben zu vermitteln versucht, so blicken wir dennoch auch in die Abgründe der Menschlichen Seele - und mit so manch philosophischer Anwandlung trieb mir Armentrout regelrecht die Tränen in die Augen. Eigentlich bin ich kein besonders emotionaler Leser, ich weine sehr selten dabei, aber bei "Morgen lieb ich Dich für immer" flossen Tränen. Nicht wegen der Liebesgeschichte, nicht wegen der tragischen Momente... sondern wegen des Wahrheitsgehaltes mancher Aussagen und Gedankengänge der Protagonistin. 


Gerade weil man auf Grund des Klappentextes keines dieser Bücher erwartet, die einem wirklich ans Herz wachsen und an die man sicherlich mehr als einmal zurückdenken wird, ist dieses Buch ein ganz besonderer Schatz und ich bin sicher, dass sich so mancher Leser auch ein wenig in Mallory oder Rider wiederfinden wird. 


Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Geschichte wird aus Sicht der Protagonistin Mallory Dodge erzählt und die Kapitel sind in einer angenehmen länge.


Charaktere: Die Charaktere dieser Geschichte gefallen mir ausnehmend gut. Sowohl Mallory, als auch Rider sind unglaublich aussagekräftige und tiefsinnige Charaktere, die wir nicht nur wahnsinnig gut kennen- sondern auch lieben lernen. Besonders Mallorys Veränderung und die Erkenntnis, die Mallory gegen Ende des Buches hat (auch in Bezug auf Rider) konnten mich wahnsinnig begeistern und es macht Spaß, den beiden beim "Leben und Werkeln" zuzuschauen. Auch die übrigen Charaktere gefielen mir ziemlich gut, sogar die Oberzicke des Romanes hatte einen gewissen Charme :D


Gesamt: 
Jennifer L. Armentrout hat es auf über 500 Seiten geschafft, ein solides und überzeugendes Konstrukt zu schaffen, glaubwürdige Charaktere zu entwickeln und tatsächliche Charakterentwicklungen zu gestalten, die nicht übereilt und hastig wirken, sondern die man ernst nehmen kann! 


Wertung: 5 von 5 Sterne!

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