Mittwoch, 26. Juli 2017

[Rezension] Ethan Cross - August Burke 01 - Spectrum

Inhalt
"Eine neue rasante Thriller-Serie von Bestsellerautor Ethan Cross, dem Autor der Shepherd-Thriller

August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank - das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur - und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern." (Quelle: Amazon)
  
Erster Satz des Buches
"Isabel Price platzte aus der verrosteten Tür der kleinen Wellblechhütte und rannte los, so schnell sie ihre kräftigen südafrikanischen Beine trugen."

Infos zum Buch
Seitenzahl: 512 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
ISBN: 978-3404175550

Infos zum Autor
"Ethan Cross ist das Pseudonym des amerikanischen Thriller-Autors, der eigentlich Aaron Brown heißt. Schon immer war er fasziniert von Geschichten und wusste bereits früh, dass er Schriftsteller sein will. Bereits zu Schulzeiten schreib er ein komplettes Drehbuch und versuchte auch in der Filmindustrie Fuß zu fassen. Doch seine Liebe zur Musik war damals stärker. Er lebte diesen Traum als Sänger und Gitarrist, doch das Schreiben ließ ihn nie los. Seinen ersten Thriller „The Shepherd“ veröffentlicht...." (Quelle: Amazon)

 Fazit
Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Schon lange war mir Ethan Cross ein Begriff, allerdings hatte ich nie eines seiner Bücher in den Händen. Die Chance, nun den neuen Roman, aus seiner Feder zu lesen (der nichts mit seiner Reihe zu tun hat), konnte ich mir also nicht entgehen lassen... 

Cover: 
Schon die "Shepherd Thriller" überzeugen mit wundervollen Covern - aber dieses Cover übertrifft meiner Ansicht nach alles: in schwarz gehalten, auch der Autorennamen nur Relief-Artig abgedruckt und "Spectrum" dann in Regenbogenfarben und in verzerrter Optik - fantastisch! Abgerundet wird das Ganze durch einen hellblauen Buchschnitt. 

Story + Charaktere:
 Zu Beginn des Buches hatte ich ganz schöne Probleme, in die Geschichte einzutauchen, denn Ethan Cross bedient sich wahnsinnig vieler Charaktere, die auch aus ihrer Sichtweise erzählen. Das verwirrt ziemlich und verunsichert, denn ob daraus tatsächlich ein Handlungsstrang entstehen kann? Am Anfang mag man nicht so recht daran glauben, aber lasst euch gesagt sein: es klappt. Die vielen Spekulationen und Verschwörungstheorien, außerdem die Dispute zwischen FBI und CIA bereiteten mir stellenweise ein paar Schwierigkeiten, weil das ganze bisweilen dann doch ein wenig trocken rüberkam - und ehrlich gesagt war ich ein paarmal kurz davor, das Buch doch zur Seite zu legen. Die Neugier, wie sich das Ganze jedoch entwickeln würde, besiegte jedoch den Unmut über die langatmigen Stellen und so konnte ich mich doch schon bald wieder einfinden. 

Die Charaktere gefielen mir ziemlich gut, insbesondere Carter und Nic wuchsen mir im Laufe des Buches ziemlich ans Herz. Noch besser gefiel mir jedoch die Figur des August Burke, diese fand ich hervorragend, überragend, ganz besonders. Aus Sicht eines Menschen mit Asperger-Syndrom zu schreiben, war sicherlich nicht ganz einfach, dennoch ist es dem Autor meiner Meinung nach perfekt gelungen, sich in dieses Krankheitsbild einzufügen. Sehr schön dargestellt wird Burke's steter Zwiespalt, mit der Umwelt nicht kommunizieren zu wollen, aber zu müssen und die Reaktionen der Menschen um sich herum nie zu verstehen oder einschätzen zu können. Doch trotz - oder gerade wegen - dieses Defizits und der Art und Weise dies zu handhaben, mochte ich Burke umso mehr. So manches Mal entlockte er mir ein schmunzeln und machte dieses Buch wirklich zu einem Vergnügen. 

Schreibstil: Durch die sehr kurzen Kapitel und den angenehmen Schreibstil fliegt man die meiste Zeit durch das Buch. Da durch den Kapitelwechsel oft auch ein Perspektivenwechsel oder gar ein komplett anderer Handlungsstrang stattfand/erzählt wurde, konnten auch eher langatmige Themen schneller abgehakt werden - was wohl mit ein Grund war, dass ich das Buch doch recht schnell beenden konnte. 

Gesamt: Auch wenn ich mir mit der ein oder anderen Thematik ein wenig schwer tat, überzeugte mich "Spectrum" dennoch mit einer spannenden Story, fantastischen Charakteren und einer Grundidee, die mich dazu verleitet, den Folgeband auf jeden Fall lesen zu wollen. 

Wertung: 4 von 5 Sterne!

Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen