Montag, 14. August 2017

[Rezension] Ursula Poznanski - Aquila

Inhalt
"Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen. 

Das Blut ist nicht deines. 
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist. 
Halte dich fern von Adler und Einhorn ... 

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen? " (Quelle: Amazon)
  
Erster Satz des Buches
"Metall war das erste Wort, das Nika in den Sinn kam, noch im Halbschlaf."

Infos zum Buch
Seitenzahl:  432 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 
 978-3785586136 
Preis: 16,95 € (Taschenbuch) / 12,99 € (E-Book)

Infos zur Autorin

"Ursula  Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war viele Jahre als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Nach dem Erfolg ihrer Jugendromane «Erebos», «Saeculum» und der Trilogie «Die Verratenen», «Die Verschworenen» und «Die Vernichteten» landete sie bereits mit ihrem ersten Thriller «Fünf» auf der Bestsellerliste. 2013 folgte «Blinde Vögel». «Stimmen» ist der dritte Fall des sympathischen Ermittlerduos Beatrice Kaspary und Florin Wenninger. Ursula Poznanski lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.." (Quelle: Amazon)

Fazit
Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Ich mag die Bücher von Ursula Poznanski und freute mich schon lange auf ihr neues Jugendbuch, das ich nun unbedingt zeitnah lesen wollte!

Cover: 
Ein tolles Cover, das unglaublich gut zur Geschichte passt. Aquila - der Adler, hat eine besondere Bedeutung in diesem Buch und das kommt durch dieses Cover deutlich zum Ausdruck!

Story + Charaktere:
 Stell Dir vor, Du wachst Dienstags morgens auf und hast keinerlei Erinnerung, was in der Zeit zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen passiert ist! Deine Mitbewohnerin ist verschwunden, Dein Handy ist weg, Dein Schlüssel ebenso und Dein Pass ist ebenfalls nicht auffindbar, obwohl Du für ein Auslandssemester in Italien bist. 

In dieser Situation befindet sich unsere Protagonistin Nika und wir können sie bestens verstehen: sie ist verzweifelt und wünscht sich nichts mehr, als herauszufinden, was passiert ist. Als sie dann auch noch einen merkwürdigen Zettel mit kryptischen Botschaften in ihrer Hosentasche findet, ist sie erst einmal völlig überfordert und beginnt, nach einer Lösung zu suchen...

Aquila ist ein unglaublich fesselnder und spannender Roman, den ich kaum eine Minute aus der Hand legen konnte. Nikas Gedächtnisverlust ist belastend und man kann sich bestens vorstellen, wie sie sich in dieser Situation fühlt. Was ist in dieser "fehlenden" Zeit geschehen, wieso kann sie sich nicht mehr erinnern? Als Leser fühlt man nicht nur wahnsinnig mit, sondern zerbricht sich auch regelrecht den Kopf, was die Lösung sein könnte, doch es wäre nicht Ursula Poznanski, wenn man dieses Rätsel so einfach knacken könnte! Die Spannung ist greifbar, die Ereignisse überschlagen sich und doch kommt man dem Rätsel kein Stück näher... die Auflösung ist nicht nur unvorhersehbar, sondern auch schlüssig und absolut fantastisch - wie man das von Frau Poznanski eben gewohnt ist.

Auch die Charaktere überzeugen auf ganzer Linie, auch wenn man nicht immer so genau weiß, wen man in die "gute oder böse" Schublade einordnen soll. Dies weiß jedoch auch Nika nicht immer so recht zu beurteilen, was zusätzliche Spannung bringt und uns des Rätsels Lösung nicht unbedingt näher bringt. Nika gefiel mir unglaublich gut, denn trotz Erinnerungslücken und diversen Einschüchterungsversuchen gibt sie niemals auf, auch wenn sie zwischenzeitlich nicht nur an ihrem Verstand, sondern auch an ihrer Zurechnungsfähigkeit zweifelt. Eine starke Protagonistin, die ich zu jederzeit ernst nehmen konnte und mit der ich die ganze Zeit über mitfiebern musste!

Schreibstil: Der Schreibstil ist nicht nur locker-leicht und angenehm, sondern auch sehr fesselnd und die Seiten fliegen nur so dahin! Der Roman wurde in der Vergangenheit geschrieben und in 36 Kapitel aufgeteilt. 

Gesamt: Ursula Poznanski entführt uns mit dieser Geschichte ins schöne Italien, zeigt uns die schönsten Seiten der Stadt Siena und bringt uns das Urlaubsfeeling zumindest teilweise auch ins wechselhafte Deutschland. Einmal mehr habe ich mir beim lesen gewünscht, die italienische Sprache zu beherrschen und Italien ein bisschen zu erkunden... "Aquila" überzeugt mit einer spannenden Geschichte, sehr interessanten Charakteren, wunderschönen Beschreibungen und einer starken Protagonistin, die niemals aufgibt. Sehr lesenswert!

Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ein ganz herzliches Dankeschön an den Loewe-Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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