Mittwoch, 13. September 2017

[Rezension] Marah Woolf - Götterfunke 01 - Liebe mich nicht

Inhalt
"„Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?" Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. "Liebe mich nicht."
Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?" (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches
"Prometheus hatte sich diesen lächerlichen menschlichen Namen gegeben."

Infos zum Buch
Seitenzahl: 465 Seiten

Verlag: Dressler Verlag
ISBN: 978-3791500294
Preis:  18,99 € (Gebundene Ausgabe) /  9,99 € (E-Book)
Reihe:  Götterfunke 01 - Liebe mich nicht
           Götterfunke 02 - Hasse mich nicht (erscheint im Sept. 2017)
           Götterfunke 03 - Verlasse mich nicht (erscheint im März 2018)

Infos zur Autorin
"Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und drei Kindern lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans 2011 einen großen Traum. Die Arbeit an der MondLichtSaga wurde Ende 2012 abgeschlossen. Seitdem haben die Bücher sich als E-Book oder Taschenbuch mehr als 1 Million Mal verkauft. Der erste Teil der vierteiligen MondLichtSaga "MondSilberLicht" wurde auf der Leipziger Buchmesse 2013 mit dem ersten Indie-Autoren-Preis ausgezeichnet. Der dritte Teil der BookLessSaga erhielt 2014 von den Lovelybookslesern, Deutschlands größter Leserplattform, den ersten Preis in der Kategorie Fantasy. Die Bücher gibt es mittlerweile in französischer, englischer und koreanischer Sprache. Die Vertonung der der MondLichtSaga und der Zuckergussgeschichten ist abgeschlossen. Die FederLeichtSaga wie auch Finian Blue Summers folgen in Kürze. Die FederLeichtSaga ist als siebenteilige Serie geplant. Diese Serie spielt in St Andrews in Schottland, wo Marah mit ihrer Familie ein komplettes Jahr verbrachte, dass sie für ausgedehnten Recherchen nutzte.Mittlerweile sind die ersten 4 Bände der FederLeichtSaga erschienen. Im Frühjahr 2017 startet eine Trilogie beim Dressler Verlag.

Unter dem Pseudonym Emma C. Moore schreibt Marah außerdem zuckersüße Kurzromane, die alle in der kleinen Stadt Crossville in Tennessee spielen.

Besuchen Sie Marah auf: https://www.facebook.com/marahwoolf.de
https://www.marahwoolf.com." (Quelle: Amazon)


Fazit
Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Marah Woolf ist wohl eine der erfolgreichsten, ehemaligen Self-Publisher im deutschsprachigen Raum, weswegen auch ich irgendwann nicht mehr an ihr vorbeigehen konnte. Vor längerem gab es eine Aktion bei Amazon, bei der man sich als Prime-Kunde ein kostenloses Ebook aussuchen konnte - ich entschied mich für "Götterfunke", weil ich endlich mal etwas von Marah lesen wollte.


Cover: Das schimmernde Cover ist ein echter Blickfang, ich muss allerdings gestehen, dass ich mir unter dem Mädchen auf dem Cover nicht unbedingt Jess vorstellen kann. Dennoch gefällt es mir sehr gut, besonders weil die Schriftarten unterschiedlich gewählt sind!


Story + Charaktere: Auch wenn ich mich in der griechischen Mythologie nicht wirklich auskenne, so interessiert es mich doch immer wieder aufs neue - wobei ich auch nicht sagen kann, dass ich da schon so wirklich durchsteige, es ist doch schon ziemlich komplex. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt, wie Marah Woolf diese Geschichte umsetzen würde...

Die Geschichte an sich gefiel mir ziemlich gut, denn die Art und Weise wie die Autorin Mythologie mit eigener Story verwebt, kann sich wirklich sehen lassen. Auch wenn sie, nach eigenen Angaben, ein wenig an der griechischen Mythologie herumschraubte, flocht sie diese perfekt in die Geschichte ein und vermittelte dem Leser nicht nur ein klein wenig mehr Wissen über die Götter des Olymp, sondern vermenschlichte sie fast. Dabei schuf sie eine wahrlich spannende Geschichte, die mitreißt, fesselt und irgendwie nicht so recht loslässt. Mich zumindest konnte sie überzeugen und ich freue mich schon sehr auf den bald erscheinenden zweiten Band.

Was die Charaktere angeht, so war ich mit einigen davon sehr zufrieden - mit anderen hingegen etwas weniger, ich bin aber auf jeden Fall gespannt, wie sich das Ganze weiterhin noch entwickeln wird. Super fand ich nicht nur Zeus und Hera, sondern auch Athene und ganz besonders Apoll - der schlich sich definitiv in mein Herz hinein. Von den Menschen mochte ich Josh besonders gerne, hätte mir aber gewünscht, etwas mehr über ihn zu erfahren. Auch Leah war ein ganz besonderer Charakter, dem ich von Herzen wünsche, dass sie bekommt, was sie sich erhofft...aber alles der Reihe nach.

Die "Liebes"Geschichte um Jess und Cayden ist ein Wechselbad der Gefühle und hat mich über kurz oder lang ziemlich in den Wahnsinn getrieben. Unschuldiges, junges Mädchen trifft Draufgänger Bad-Boy, verliebt sich, er lässt sie jedoch am langen Arm verhungern - und wie. Anfangs störte mich gar nicht so sehr, dass Jess hartnäckig war, denn oft waren Caydens Signale doch etwas widersprüchlich - betrachtet man diese Angelegenheit jedoch auf lange Sicht hin, könnte man ihr allerdings einen gehörigen Mangel an Stolz nachsagen - und das fand ich wirklich schlimm. Immer und immer wieder spielt Cayden mit ihr dieses Katz und Maus Spiel und obwohl er seine Gründe dafür hat (die Jess jedoch nicht bekannt sind), macht dies die Sache nicht besser, oder gar weniger schmerzhaft. Insbesondere bedingt durch die Tatsache, dass ihre beste Freundin Robyn dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielt, fand ich es manchmal schon recht böse, was Jess sich gefallen lassen musste. Ich für meinen Teil fand aber auch Robyn mit ihrer arroganten und selbstverliebten Art von Anfang an ganz furchtbar und mir persönlich erschließt sich nicht wirklich, wieso Jess überhaupt mit so jemandem befreundet sein will.

Gut gefallen hat mir der Schluss, auch wenn ich dort ebenfalls ein wenig mehr Stolz - und Charakterstärke - von Jess erwartet hätte.

Schreibstil: Geschrieben wurde der Roman in der Vergangenheitsform, aus Jess' Sicht. Besonders gut gefallen hat mir, dass nach jedem Kapitel aus Jess' Sicht auch der Gott Hermes zu Wort kommt und dort mit einer gesunden Prise Humor das gesehene kommentiert - sehr schön!

Gesamt: Insgesamt hätte ich mir ein bisschen mehr Rückgrat von unserer Protagonistin Jess gewünscht, die Story konnte mich allerdings auf voller Linie überzeugen und auch die Charaktere begeisterten, bis auf wenige Ausnahmen. Auch das ewige hin und her von Cayden und Jess hätte ich mir ein bisschen abgeschwächter gewünscht, bin aber gespannt, wie das Ganze im Folgeband nun weitergeht.


Wertung: 4 von 5 Sterne!

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